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ARD-Deutschlandtrend
November 2008
Hohe Erwartungen an die Politik und breite Zustimmung für die Bundesregierung bei der Bewältigung der Finanzkrise
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Hohe Erwartungen an die Politik und breite Zustimmung für die Bundesregierung bei der Bewältigung der Finanzkrise
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Viel Lob für Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück für deren Krisenmanagement
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Konjunkturprogramm stößt auf große Zustimmung
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Konjunkturprogramm stößt auf große Zustimmung
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Blick auf die eigene wirtschaftliche Zukunft ist getrübt
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Blick auf die eigene wirtschaftliche Zukunft ist getrübt
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Fehlende soziale Gerechtigkeit wird weiterhin beklagt
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Politikerzufriedenheit: Merkel wie im Vormonat vor Steinmeier
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Kanzleralternative: Merkel vergrößert Vorsprung leicht
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Sonntagsfrage: Union legt zu, SPD weiter im Stimmungstief
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Sonntagsfrage: Union legt zu, SPD weiter im Stimmungstief
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Mehrheit für mäßige Lohnerhöhungen
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Bürger erwarten negative Auswirkungen der Vorgänge in Hessen für die Bundes-SPD
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SPD-Absage an Zusammenarbeit mit der Linkspartei im Bund wird nach wie vor bezweifelt
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Weihnachtsgeschäft eher schwächer als im letzten Jahr
Abbildung vergrößern »Eine Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) geht davon aus, dass der schlimmste Teil der Banken- und Finanzkrise erst noch bevorsteht. Fast ebenso viele (59 Prozent) sehen die Verantwortung dafür vor allem in den USA. Drei Viertel (75 Prozent) bescheinigen der Bundesregierung ein schnelles und entschlossenes Krisenmanagement. Lob findet vor allem das Krisenmanagement der Bundeskanzlerin und des Finanzministers (72 bzw. 65 Prozent), während Wirtschaftsminister Glos überwiegend Kritik erntet. Mit dem Rettungspaket für die Banken kann sich die Regierung der mehrheitlichen Unterstützung der Bürger sicher sein: Sechs von zehn (62 Prozent) würden es begrüßen, wenn der Staat angesichts des eklatanten Marktversagens im Finanzsektor generell wieder stärker in die Wirtschaft eingreifen würde. Jeder Zweite (51 Prozent) befürwortet sogar eine staatliche Beteiligung an Schlüsselindustrien. Zwar ist eine Mehrheit (55 Prozent) der Auffassung, dass ihre Geldanlagen sicher sind, immerhin ein Viertel (26 Prozent) hat jedoch einen Teil der Ersparnisse anders angelegt. Das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket stößt bei mehr als zwei Dritteln (68 Prozent) auf positive Resonanz. Auch die Einzelmaßnahmen kommen mehrheitlich gut an, vor allem die verbesserte steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen (83 Prozent). Am umstrittensten ist die Steuerbefreiung für Neuwagen (57:41 Prozent).
Die Rangliste der beliebtesten Politiker führen auch in diesem Monat Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier an, mit deren Arbeit 71 bzw. 68 Prozent zufrieden sind. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee muss vor dem Hintergrund der Diskussion um Bonus-Zahlungen für Bahn-Vorstände einen deutlichen Sympathieverlust hinnehmen und kommt nur noch auf 25 Prozent Zustimmung.
Unmittelbar nach der gescheiterten Machtübernahme in Hessen hat die SPD beim Umgang mit der Linkspartei nach wie vor mit einem Glaubwürdigkeitsproblem zu kämpfen: 59 Prozent bezweifeln, dass die SPD auf die Machtoption nach der nächsten Bundestagswahl verzichtet, wenn diese mit Hilfe der Linken realisiert werden kann. Nur jeder Dritte (36 Prozent) hält die Versicherung der SPD-Spitze, dass es in keinem Fall zu einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei kommen wird, für glaubwürdig.
Das gute Krisenmanagement der Bundesregierung wirkt sich günstig für die Union aus (37 Prozent, +2), während die SPD vor dem Hintergrund der Vorgänge in Hessen und der anhaltenden Kritik an Verkehrsminister Tiefensee weiter im Stimmungstief verharrt (25 Prozent). Die drei kleineren Parteien Linke (12 Prozent, +1), FDP (11 Prozent, -2) und Grüne (unverändert 11 Prozent) liegen nahezu gleich auf.
Zum Tarifkonflikt der Metallindustrie meint eine knappe Mehrheit von 54 Prozent, die Einkommen sollten nur mäßig steigen, um die Unternehmen in der zu erwartenden schwierigen Lage nicht übermäßig zu belasten. Eine deutliche Lohnerhöhung, die durch die steigende Kaufkraft die Konjunktur stützt, halten demgegenüber 43 Prozent für den richtigen Weg.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom November, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 3. bis 4. November 1.000, für die Sonntagsfrage vom 3. bis 5. November 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 3.11. - 5.11.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%