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ARD-Deutschlandtrend
September 2007
Zufriedenheit mit Regierungsparteien: Union überzeugt eher als SPD
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Direktwahl: Merkel vergrößert Vorsprung auf Beck
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Sonntagsfrage: Union setzt sich von SPD ab
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Sonntagsfrage: Union setzt sich von SPD ab
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Jeder zweite Bundesbürger betrachtet Zahlungen für Hartz IV-Empfänger als zu niedrig
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Hilft Hartz IV den Betroffenen mehr als das alte System der Sozialhilfe?
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Bundesbürger uneins über künftige Finanzierung der Pflege
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Bundesbürger uneins über künftige Finanzierung der Pflege
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Möglichkeit von Online-Durchsuchungen polarisiert
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Afghanistan: Stabile Mehrheit für möglichst schnellen Abzug der Bundeswehr
Abbildung vergrößern »Die Zufriedenheit der Bundesbürger mit den beiden Koalitionsparteien fällt derzeit erkennbar unterschiedlich aus. Zwar gelingt es keiner der beiden Koalitionäre eine Mehrheit der Bundesbürger mit ihrer Regierungsarbeit zu überzeugen, jedoch erzielt die Union höhere Zustimmungswerte als die SPD. Der vergleichsweise größere Rückhalt der Union in der Bevölkerung spiegelt sich weiterhin auch in der Bevorzugung von Angela Merkel im Amt des Bundeskanzlers. Während die Bundeskanzlerin bei der Direktwahlfrage so viel Unterstützung erfährt wie nie zuvor, ist die Zustimmung für einen SPD-Kanzler Beck auf einen neuen Tiefstand gesunken.
Die seit längerem erhobene Forderung nach einer Anhebung der Hartz IV-Sätze kann in der Bevölkerung auf eine prinzipiell große Unterstützung setzen. Nur 29 Prozent der Bundesbürger halten die derzeitigen Zahlungen für Hartz IV-Empfänger für angemessen, jeder Zweite dagegen betrachtet sie als zu niedrig.
Die nicht zuletzt von der demografischen Entwicklung aufgeworfene Frage nach der künftigen Finanzierung der Altenpflege wird von den Bundesbürgern kontrovers diskutiert. 44 Prozent sprechen sich dafür aus, Mehrkosten innerhalb der Pflegeversicherung durch die Anhebung der Beiträge aufzufangen. Ebenso viele plädieren für eine verstärkte Eigenverantwortung. Erleichterungen wie die jüngst von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt vorgeschlagene Pflegezeit werden dagegen von den Bundesbürgern mehrheitlich begrüßt.
Die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für die Terror- und Kriminalitätsbekämpfung ins Gespräch gebrachte Möglichkeit, Privat-Computer von Verdächtigen ohne deren Wissen überwachen zu lassen, teilt die Bevölkerung in zwei gleich große Lager. Die eine Hälfte spricht sich für derartige Online-Durchsuchungen aus, für die andere greifen diese bereits zu weit in die geschützte Privatsphäre ein.
Das größere Ansehen der Union in der Bevölkerung bei gleichzeitig hoher Reputation der Bundeskanzlerin findet in der politischen Stimmung ihren Niederschlag. Bei einer Bundestagswahl käme die CDU/CSU aktuell auf einen Stimmenanteil 39 Prozent, die SPD würde 27 Prozent erzielen. Während die Union gegenüber dem Vormonat 1 Punkt zulegt, gibt die SPD 1 Punkt ab. Bei den Oppositionsparteien im Bundestag gibt es insgesamt nur wenig Bewegung. Grüne und FDP würden wie im Vormonat 11 Prozent bzw. 9 Prozent erreichen. Die Linke muss ein leichtes Minus hinnehmen, sie käme auf 10 Prozent.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom September, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 03. bis 04. September 1.000, für die Sonntagsfrage vom 03. bis 05. September 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 03.09. - 05.09.2007
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%