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ARD-Deutschlandtrend

Januar 2004

Die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland lösen bei drei Viertel der Bevölkerung (74 Prozent) Beunruhigung aus. Zwei Drittel befürchten ein Absinken ihres Lebensstandards (64 Prozent), nur ein Viertel der Berufstätigen rechnet mit einer positiven beruflichen Entwicklung (25 Prozent). Die EU-Erweiterung produziert mehr Sorgen als Hoffnungen (57:24 Prozent).Vier Monate vor der Neuwahl des Bundespräsidenten ist die Kandidatendiskussion voll entbrannt. Von fünf abgefragten Politiker bringen Wolfgang Schäuble (32 Prozent) und Rita Süssmuth (30 Prozent) aus Sicht ... >

Große Mehrheit sieht keinen Grund für Optimismus

Große Mehrheit sieht keinen Grund für Optimismus

Große Mehrheit sieht keinen Grund für Optimismus

Große Mehrheit sieht keinen Grund für Optimismus

Wirtschaftliche Entwicklung wieder etwas pessimistischer bewertet

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Unverändert harsche Kritik an der Bundesregierung

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Kompetenz der CDU/CSU-Opposition überwiegend skeptisch beurteilt

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Sonntagsfrage: Union wieder unter der 50-Prozent-Marke

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Bundespräsidenten-Wahl: Schäuble und Süssmuth am besten geeignet

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Kopftuchstreit: 44 Prozent folgen Raus Position

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Mehrheit für gleiche Behandlung religiöser Symbole an den Schulen

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Mehrheit für mittel- bis langfristigen EU-Beitritt der Türkei

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Starker Einfluss der CSU auf den politischen Kurs der Union

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Bürger sehen Grüne auf Dauer als drittstärkste Kraft vor der FDP

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Fast unveränderte Rangfolge bei der Beliebtheit der Spitzenpolitiker

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Kanzleralternative: Angela Merkel und Edmund Stoiber weiter vor Gerhard Schröder

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Große Mehrheit sieht keinen Grund für Optimismus

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Wirtschaftliche Entwicklung wieder etwas pessimistischer bewertet

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Unverändert harsche Kritik an der Bundesregierung

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Kompetenz der CDU/CSU-Opposition überwiegend skeptisch beurteilt

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Sonntagsfrage: Union wieder unter der 50-Prozent-Marke

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Bundespräsidenten-Wahl: Schäuble und Süssmuth am besten geeignet

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Kopftuchstreit: 44 Prozent folgen Raus Position

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Mehrheit für mittel- bis langfristigen EU-Beitritt der Türkei

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Fast unveränderte Rangfolge bei der Beliebtheit der Spitzenpolitiker

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Kanzleralternative: Angela Merkel und Edmund Stoiber weiter vor Gerhard Schröder

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Die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland lösen bei drei Viertel der Bevölkerung (74 Prozent) Beunruhigung aus. Zwei Drittel befürchten ein Absinken ihres Lebensstandards (64 Prozent), nur ein Viertel der Berufstätigen rechnet mit einer positiven beruflichen Entwicklung (25 Prozent). Die EU-Erweiterung produziert mehr Sorgen als Hoffnungen (57:24 Prozent).

Vier Monate vor der Neuwahl des Bundespräsidenten ist die Kandidatendiskussion voll entbrannt. Von fünf abgefragten Politiker bringen Wolfgang Schäuble (32 Prozent) und Rita Süssmuth (30 Prozent) aus Sicht der Bürger die besten Voraussetzungen für das höchste Staatsamt mit. Die anderen Kandidaten Klaus Töpfer (9 Prozent), Wolfgang Gerhardt und Erwin Teufel (5 Prozent) haben deutlich weniger Rückhalt bei den Bürgern.

Beim Streit um die dem Umgang mit religiösen Symbolen in den Schulen plädieren etwa gleich viele für eine Zulassung (28 Prozent) wie für ein generelles Verbot (30 Prozent) christlicher und muslimischer Symbole. Ein gutes Drittel der Deutschen (36 Prozent) votiert für eine Bevorzugung von Kruzifix und Mönchskutte gegenüber dem muslimischen Kopftuch.

In der Frage eines EU-Beitritts der Türkei hat sich die Union gerade gegen deren Vollmitgliedschaft ausgesprochen. Damit könnte dies zu einem umstrittenen Thema im anstehenden Europawahlkampf werden. Die Deutschen sprechen sich mehrheitlich (58 Prozent) für eine mittel- bis langfristige Aufnahme der Türkei aus. Ein Drittel (35 Prozent) stimmt aus prinzipiellen Gründen dagegen.

Seit der Kanzlerkandidatur Edmund Stoibers versucht sich die CSU innerhalb der Union noch stärker als eigenständige politische Kraft zu positionieren. Die Auseinandersetzung um das richtige Steuerkonzept ist das jüngste Beispiel dafür. Dies führt dazu, dass drei Fünftel der Deutschen der Meinung sind, die CSU habe in der Union mindestens den gleichen Einfluss die die große Schwesterpartei. Ein Fünftel (21 Prozent) nimmt die Bayern im Vergleich zur CDU sogar als dominanter wahr. Demgegenüber glaubt knapp ein Drittel (30 Prozent), dass die Christdemokraten mit Angela Merkel mehr zu sagen haben.

In der politischen Stimmung rutscht die CDU/CSU wieder unter die 50-Prozentmarke: die Union würde derzeit 48 Prozent der Stimmen erreichen, ein Minus von 3 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Die SPD käme unverändert auf 26 Prozent. Gleiches gilt für die Grünen mit 10 Prozent. Die FDP kann sich verbessern und käme nun auf 7 Prozent (+1). Auch die PDS legt zu (+2) und erreichte derzeit einen Wähleranteil von 5 Prozent.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Januar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 5. bis 7. Januar 1.200 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,8 Prozentpunkten.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.200 Befragte

Erhebungszeitraum:05.01. - 07.01.2004

Fehlertoleranz:1,2* bis 2,8** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:Infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de