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Das aktuelle politische Meinungsbild in Bayern von Infratest dimap im Auftrag der Sendung Kontrovers im Bayerischen Fernsehen

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Roberto Heinrich
Senior Projektleiter Wahlforschung
roberto.heinrich
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Bayern Januar 2001

Die Rinderseuche BSE ist aus der Sicht der Bürger zur Zeit das wichtigste politische Problem in Bayern und sorgt für große Verunsicherung in der Bevölkerung: 62 Prozent äußern sich beunruhigt. Dabei wird die bayerische Staatsregierung für die Krise mitverantwortlich gemacht: Acht von zehn Bürgern sind der Auffassung, dass die Regierung von Edmund Stoiber in der Vergangenheit nicht genug gegen die Eindämmung der Seuche getan hat. An eine baldige Lösung des BSE-Problems glaubt nur eine Minderheit.Von der BSE-Krise blieb auch das Ansehen der Landesregierung nicht unberührt. So sank die ... mehr »

Die Rinderseuche BSE ist aus der Sicht der Bürger zur Zeit das wichtigste politische Problem in Bayern und sorgt für große Verunsicherung in der Bevölkerung: 62 Prozent äußern sich beunruhigt. Dabei wird die bayerische Staatsregierung für die Krise mitverantwortlich gemacht: Acht von zehn Bürgern sind der Auffassung, dass die Regierung von Edmund Stoiber in der Vergangenheit nicht genug gegen die Eindämmung der Seuche getan hat. An eine baldige Lösung des BSE-Problems glaubt nur eine Minderheit.

Von der BSE-Krise blieb auch das Ansehen der Landesregierung nicht unberührt. So sank die Durchschnittsnote von Gesundheitsministerin Barbara Stamm binnen Jahresfrist von 2,6 auf 3,2. Der im Zuge der BSE-Krise ebenfalls in die Kritik geratene Agrarminister Josef Miller erhält die schlechteste Note aller abgefragten Politiker (3,6). Auch Ministerpräsident Edmund Stoiber kommt nicht ungeschoren davon, erhält aber mit einer Durchschnittsnote von 2,5 (-0,2) nach wie vor die beste Bewertung innerhalb der Landesregierung. Damit fällt er aber auf der Beliebtheitsskala bayerischer Politiker hinter den Münchener Oberbürgermeister Christian Ude zurück, der auf eine 2,3 kommt (+0,1). Zu den fünf populärsten Politikern im Freistaat gehören darüber hinaus Günther Beckstein, Kurt Faltlhauser und Hans Zehetmair.

Wenn bereits am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CSU auf 54 Prozent der Stimmen, im Vergleich zur letzten Erhebung im Juli 2000 bedeutet dies ein Minus von 3 Prozentpunkten. Sie bliebe damit mit großem Vorsprung stärkste Kraft und hätte weiterhin die absolute Mehrheit im Landtag sicher. Die SPD käme auf 28 Prozent, die Grünen auf 7 Prozent und die FDP würden einen Wähleranteil von 4 Prozent erreichen. Alle drei Parteien können jeweils ein leichtes Plus von 1 Punkt für sich verbuchen. Die rechtsradikalen Parteien kämen erneut auf 2 Prozent, alle sonstigen Parteien blieben zusammengenommen konstant bei 5 Prozent.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die Infratest dimap im Auftrag des Bayerischen Rundfunks in Bayern durchgeführt hat. Die Befragung wurde als computergestützte Telefonerhebung (CATI) angelegt. Insgesamt wurden dabei 1.000 Wahlberechtigte (Deutsche ab 18 Jahren) in der Zeit vom 3. bis 6. Januar 2001 befragt. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der sogenannte Schwedenschlüssel zur Anwendung. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittelten Befunde auf die Gesamtheit aller Wahlberechtigten in Bayern bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Bayern ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Erhebungszeitraum:
03.01. - 06.01.2001
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap