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BerlinTREND
Das aktuelle politische Meinungsbild in Berlin von Infratest dimap im Auftrag des Rundfunk Berlin Brandenburg in Kooperation mit der Berliner Morgenpost
Roberto Heinrich
Senior Projektleiter Wahlforschung
roberto.heinrich
@infratest-dimap.de
LänderTREND
Berlin Oktober 2010
Sonntagsfrage zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses
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Sonntagsfrage zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses in West- und Ostberlin
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Umfrageergebnisse zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses
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Wirtschaftliche Lage in Berlin
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Wirtschaftliche Lage in Berlin im Zeitverlauf
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Zukünftige wirtschaftliche Lage in Berlin
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Direktwahl Regierender Bürgermeister: Wowereit vs. Künast
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Direktwahl Regierender Bürgermeister: Wowereit vs. Künast nach eigenen Anhängern
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Direktwahl Regierender Bürgermeister: Wowereit vs. Künast im Zeitverlauf
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Profilvergleich Wowereit vs. Künast
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Gewünschte Führung des Berliner Senats
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Gewünschte Führung des Berliner Senats nach Parteianhängern
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Gewünschte Regierungskoalition
Abbildung vergrößern »In der politischen Stimmung für das Bundesland Berlin geben die Grünen weiterhin den Takt vor. Unterstützt von bundespolitischem Rückenwind könnten die Grünen aktuell bei einer Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus mit 30 Prozent der Stimmen rechnen. Damit verbessern die Grünen ihren Umfragerekord in der Hauptstadt aus dem Vormonat noch einmal um zwei Prozentpunkte. SPD und CDU sinken dagegen in der Wählergunst um jeweils zwei Prozentpunkte und würden 22 bzw. 20 Prozent aller Stimmen erhalten. Die Linke kann einen leichten Zugewinn von einem Prozentpunkt auf nunmehr 17 Prozent der Wählerstimmen verbuchen. Hingegen fällt die FDP mit drei Prozent auf ein Zehn-Jahrestief in der Hauptstadt und wäre nicht mehr im Abgeordnetenhaus vertreten. Die sonstigen Parteien legen um 2 Punkte auf 8 Prozent zu.
SPD und Grüne hätten damit eine klare gemeinsame Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Dies entspricht auch den Koalitionswünschen der Berliner: Mit 41 Prozent Zustimmung ist eine Landesregierung unter Beteiligung von SPD und Grünen der Favorit der Hauptstädter. Nur jeweils jeder Zehnte spricht sich für eine Koalition aus SPD und CDU, die Fortsetzung des bestehenden rot-roten Bündnisses bzw. eine rechnerisch ebenfalls mögliche Landesregierung aus Grünen und CDU aus.
Die Frage nach der Führungsrolle in einem rot-grünen Bündnis polarisiert allerdings die Befürworter einer Landesregierung aus SPD und Grünen. Die eine Hälfte spricht sich für ein SPD-geführtes, die andere für ein von den Grünen angeleitetes Bündnis aus. Berlinweit machen sich in der Entscheidung zwischen einem SPD- oder Grünen geführten Senat 51 Prozent für einen Senat unter SPD-Federführung stark. Immerhin 37 Prozent plädieren für eine Landesregierung, in der die Grünen das Sagen hätten. 37 Prozent würden auch eine Bürgermeisterin Renate Künast dem SPD-Amtsinhaber vorziehen. Klaus Wowereit würde bei einer Direktwahl aktuell 42 Prozent erzielen. Er gewinnt damit gegenüber dem Vormonat an Unterstützung und liegt wieder vor der designierten Grünen-Herausforderin.
Wowereit gilt im Vergleich zu Künast in der Hauptstadt vor allem als der Politiker, der besser zu Berlin passt und in der Öffentlichkeit eine bessere Figur macht. Ferner wird er als vergleichsweise sympathischer und führungsstärker wahrgenommen. Künast gilt im Urteil der Berliner demgegenüber als glaubwürdiger. Zudem wird ihr eher als dem SPD-Politiker der Einsatz für soziale Gerechtigkeit zugeschrieben.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%