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Nordrhein-WestfalenTREND
Das aktuelle politische Meinungsbild in Nordrhein-Westfalen von Infratest dimap im Auftrag des WDR für WESTPOL und hart aber fair
Heiko Gothe
Senior Projektleiter Wahlforschung heiko.gothe
@infratest-dimap.de
LänderTREND
Nordrhein-Westfalen April 2010
Sonntagsfrage Landtagswahl NRW
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Wahl- und Umfrageergebnisse in NRW im Zeitverlauf
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Parteikompetenzen I
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Parteikompetenzen II
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Direktwahl Ministerpräsident: Rüttgers vs. Kraft
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Direktwahl Ministerpräsident: Rüttgers vs. Kraft im Zeitverlauf
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Direktwahl Ministerpräsident: Rüttgers vs. Kraft nach Parteianhängern
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Rüttgers und Kraft im Profilvergleich
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Koalitionsbewertungen für Nordrhein-Westfalen
Abbildung vergrößern »Vier Wochen vor der Landtagswahl verfügen weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün über eine Mehrheit in Nordrhein-Westfalen. Die amtierende Koalition aus CDU und FDP käme weiterhin zusammen auf 45 Prozent, wobei die CDU im Vergleich zum Vormonat mit 38 Prozent 3 Punkte zulegen kann, währen die FDP mit 7 ebenso viele Punkte abgeben muss. SPD und Grüne lägen zusammen bei 46 Prozent. Auch hier konnte sich die SPD (34 Prozent /+1) zu Lasten der Grünen (12 Prozent /-1) verbessern. Die Linke kann mit einem Anteil von unverändert 6 Prozent nach wie vor auf den Einzug in den Landtag hoffen. Nach derzeitigem Stand würden drei Konstellationen über eine Mehrheit verfügen: eine große Koalition, ein Bündnis von CDU und Grünen oder eine Koalition aus SPD, Grünen und Linke.
Von diesen drei Konstellationen erhält die große Koalition mit 48 Prozent (+ 6) die größte Unterstützung. Das Ansehen von Schwarz-Grün ist ebenfalls gewachsen (+6), die lagerübergreifende Konstellation erfährt mit nun 32 Prozent aber eine deutlich niedrigere Akzeptanz. Den geringsten Rückhalt in der Bevölkerung hätte Rot-Rot-Grün mit nur 21 Prozent. Die positivste Bewertung erhält allerdings eine rot-grüne Koalition mit 49 Prozent, die damit deutlich besser bewertet wird als die amtierende Koalition aus CDU und FDP (34 Prozent).
Im Profilvergleich der beiden Spitzenkandidaten hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gegenüber seiner Herausfordererin klare Vorteile in Bezug auf Führungsstärke, Wirtschafts- und Arbeitsmarktkompetenz sowie öffentliches Auftreten. Hannelore Kraft steht als SPD-Spitzenkandidatin weit stärker als Rüttgers für Soziale Gerechtigkeit und wird auch als sympathischer empfunden. Im Hinblick auf Bürgernähe und Glaubwürdigkeit liegen beide gleichauf. Könnten die Bürger den Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 47 Prozent (+ 3) aktuell für Rüttgers entscheiden, 43 Prozent für Kraft. Der gestiegene Zuspruch für Rüttgers zeigt zwar, dass ihm die Sponsoring-Affäre offenbar nicht nachhaltig geschadet hat, von einem Amtsbonus kann aber bei einem Vorsprung von gerade einmal vier Punkten nicht die Rede sein.
Das Kompetenzprofil der Parteien hat sich im Vergleich zur Umfrage im März nicht wesentlich verändert. Die CDU genießt das größte sachpolitische Vertrauen in den Politikbereichen Wirtschaft, Arbeit, Haushalts- und Finanzpolitik, die SPD in den Bereichen Soziale Gerechtigkeit und Bildung. In der Energiepolitik überzeugen die Grünen am meisten. Im Hinblick auf die Bewältigung der Finanzprobleme der Kommunen trauen vier von zehn Nordrhein-Westfalen keiner Partei eine Lösung zu. In der summarischen Bewertung der Problemlösungskompetenz der Parteien liegt die CDU mit 35 Prozent weiterhin vor der SPD mit 30 Prozent.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%