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Das aktuelle politische Meinungsbild im Saarland von Infratest dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks

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Jürgen Hofrichter
Bereichsleiter Wahlforschung juergen.hofrichter
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Saarland Juli 2005

Angesichts der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt und der Finanzprobleme der öffentlichen Haushalte überwiegt bei den Saarländern derzeit der skeptische Blick in die Zukunft. Eine Bundestagswahl hätte derzeit im Saarland deutliche Kräfteverschiebungen zur Folge. Der SPD-Stimmenanteil würde sich gegenüber 2002 halbieren. Auch die landespolitische Stimmung im Saarland ist durch deutliche Verluste der beiden Volksparteien und eine Verschiebung zugunsten der neuen Linkspartei in einer ungewöhnlichen Größenordnung gekennzeichnet. Bei einer Wahlentscheidung zur Bundestagswahl lassen sich die ... mehr »

Angesichts der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt und der Finanzprobleme der öffentlichen Haushalte überwiegt bei den Saarländern derzeit der skeptische Blick in die Zukunft. Eine Bundestagswahl hätte derzeit im Saarland deutliche Kräfteverschiebungen zur Folge. Der SPD-Stimmenanteil würde sich gegenüber 2002 halbieren. Auch die landespolitische Stimmung im Saarland ist durch deutliche Verluste der beiden Volksparteien und eine Verschiebung zugunsten der neuen Linkspartei in einer ungewöhnlichen Größenordnung gekennzeichnet. Bei einer Wahlentscheidung zur Bundestagswahl lassen sich die Saarländer vor allem von inhaltlichen Fragen leiten. Im Saarland findet bei den Koalitionswünschen Rot-Grün zurzeit die wenigsten Sympathien. Lafontaines Spitzenkandidatur für die neue Linkspartei bewerten vier von zehn positiv. Die Diskussion um die Schließung von Grundschulen im Saarland ist für die Mehrheit unbedeutend bei der bevorstehenden Bundestagswahl. Das Ansehen der Landesregierung ist im Vergleich zum letzten LänderTREND deutlich gesunken. Auch der CDU-Ministerpräsident Peter Müller erleidet einen deutlichen Ansehensverlust. Dem SPD-Mann Heiko Maas ist es bisher nicht gelungen, sich in den Augen der Saarländer in seiner Rolle als Oppositionsführer nachhaltig zu profilieren. Die Saarländer sind geteilter Meinung über einen Wechsel ihres populären Ministerpräsidenten Peter Müller in die Bundespolitik. Auch bei den Erwartungen an einen Wechsel Müllers nach Berlin sind die Saarländer uneins. Derzeit zeichnet sich in den Augen der Bürger offenbar kein eindeutiger Favorit oder eine Favoritin für die mögliche Nachfolge im Ministerpräsidentenamt ab. Die Saarländer würden es allerdings mit überwältigender Mehrheit begrüßen, wenn sich eine Frau bei der Entscheidung um die Nachfolge von Peter Müller durchsetzen würde.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung im Saarland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Erhebungszeitraum:
14.07. - 17.07.2005
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap