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Sachsen-AnhaltTREND

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Das aktuelle politische Meinungsbild in Sachsen-Anhalt von Infratest dimap im Auftrag des Mitteldeutscher Rundfunk

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Heiko Gothe
Senior Projektleiter Wahlforschung
heiko.gothe
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Sachsen-Anhalt März II 2006

Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird von einer großen Mehrheit pessimistisch gesehen: Vier von zehn (41 Prozent) gehen von einer Stagnation der Wirtschaft aus. Wenn bereits am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, hätte die amtierende Regierung weiterhin keine Mehrheit. Nach dem guten Start der schwarz-roten Bundesregierung genießt diese Koalition in Sachsen-Anhalt den größten Rückhalt. Von den verschiedenen abgefragten Regierungskonstellationen trifft sie als einzige auf mehr Zustimmung als Ablehnung. Das bürgerliche Regierungsbündnis konnte offenbar eine Mehrheit der ... mehr »

Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird von einer großen Mehrheit pessimistisch gesehen: Vier von zehn (41 Prozent) gehen von einer Stagnation der Wirtschaft aus. Wenn bereits am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, hätte die amtierende Regierung weiterhin keine Mehrheit. Nach dem guten Start der schwarz-roten Bundesregierung genießt diese Koalition in Sachsen-Anhalt den größten Rückhalt. Von den verschiedenen abgefragten Regierungskonstellationen trifft sie als einzige auf mehr Zustimmung als Ablehnung. Das bürgerliche Regierungsbündnis konnte offenbar eine Mehrheit der Wahlberechtigten nicht von seiner Arbeit überzeugen, denn 58 Prozent sind mit der Arbeit der Landesregierung weniger (45 Prozent) bzw. gar nicht zufrieden (13 Prozent). Die detaillierte Analyse der Regierungsbilanz macht deutlich, warum die Landesregierung mehrheitlich kritisch beurteilt wird: In fünf der sechs abgefragten Politikfelder sind große Mehrheiten unzufrieden mit der Bilanz der bürgerlichen Koalition. Nur ein Fünftel (22 Prozent) der Sachsen-Anhalter ist allerdings der Ansicht, dass in ihrem Land unter einer SPD-geführten Regierung eine bessere Politik gemacht würde. In Sachsen-Anhalt wird der CDU in Wirtschaftsfragen von den Wählern deutlich mehr zugetraut als den konkurrierenden Parteien. Wolfgang Böhmer verfügt im Vergleich mit seinen Konkurrenten über die größte Bekanntheit und zieht die meisten Sympathien auf sich. Bei einer - hypothetischen - Direktwahl des Ministerpräsidenten wäre der alte auch der neue Ministerpräsident, SPD-Kandidat Jens Bullerjahn kann allerdings aufholen. Die Bevölkerung ist in der Frage, ob es eine Länderfusion von Sachsen-Anhalt mit Thüringen und Sachsen geben soll, gespalten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Sachsen-Anhalt ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Erhebungszeitraum:
13.03. - 15.03.2006
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap