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Schleswig-HolsteinTREND
Das aktuelle politische Meinungsbild in Schleswig-Holstein von Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunk
Roberto Heinrich
Senior Projektleiter Wahlforschung
roberto.heinrich
@infratest-dimap.de
LänderTREND
Schleswig-Holstein August 2005
100 Tage Große Koalition: 42 Prozent von schwarz-roter Politik überzeugt
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Zuspruch vor allem bei Wirtschafts- und Haushaltspolitik, Skepsis gegenüber arbeitsmarktpolitischen Antworten
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Wirtschaftliche Erwartungen bleiben nüchtern
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Politikerzufriedenheit: Deutlicher Sympathiegewinn für Peter Harry Carstensen
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Politikerzufriedenheit
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Sonntagsfrage Schleswig-Holstein Landtagswahl: CDU bei Landtags- und Bundestagswahl vorne
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Sonntagsfrage Schleswig-Holstein Bundestagswahl: CDU bei Landtags- und Bundestagswahl vorne
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Große Koalition erhält meiste Sympathien
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Direktwahl Bundeskanzler: Schröder knapp vor Merkel
Abbildung vergrößern »Nach den ersten 100 Tagen gemeinsamer Regierungsarbeit attestieren vier von zehn der neuen Landesregierung aus CDU und SPD eine Politik, die insgesamt in die richtige Richtung weist, zwei von zehn halten die eingeschlagene Richtung für falsch. Punkten kann Schwarz-Rot bislang vor allem in Wirtschafts- und Haushaltsfragen. Deutlich zurückhaltender urteilt man in Fragen der Schul- und Bildungspolitik, insbesondere aber in der Arbeitsmarktpolitik.
Seit seinem Amtsantritt hat der neue Ministerpräsident Carstensen erkennbar an Sympathien hinzugewonnen. Erstmals äußert sich in Schleswig-Holstein eine Mehrheit wohlwollend zu seiner Person. Mit einer Ausnahme ernten auch Carstensens weit weniger bekannte Kabinettskollegen mehr Zuspruch als Ablehnung in der Bevölkerung. Allein bei der SPD-Sozialministerin halten sich Lob und Tadel aktuell die Waage.
Fände zum jetzigen Zeitpunkt eine Landtagswahl statt, würden sich die Kräfteverhältnisse in Schleswig-Holstein innerhalb der Koalition zugunsten der CDU verschieben. Die Union käme auf einen Stimmenanteil von 47 Prozent, die SPD auf 30 Prozent. Die Liberalen könnten mit 7 Prozent rechen, ebenso die Grünen. Der von der 5-Prozent-Hürde befreite SSW hätte derzeit 3 Prozent in Aussicht, das neue Linksbündnis 4 Prozent. Auch bei einer Bundestagswahl hätte die CDU in Schleswig-Holstein Vorteile. Sie käme momentan auf 48 Prozent, die FDP auf 7 Prozent der Stimmen. Während die SPD mit 30 Prozent rechnen könnte, würden die Grünen 7 Prozent erzielen. Das neue Linksbündnis aus PDS und WASG würde derzeit im Norden 6 Prozent erreichen.
Auch wenn die schleswig-holsteinischen Wähler momentan bei einer Bundestagswahl einem bürgerlichen Bündnis zu einer Mehrheit verhelfen würden, Schwarz-Gelb ist keineswegs ihr Favorit. Aufgefordert, unter vier Modellen dasjenige zu wählen, das für Deutschland am besten wäre, sprechen sich mit 38 Prozent die meisten Bürger in Schleswig-Holstein für eine große Koalition aus. Eine schwarz-gelbe Koalition favorisiert jeder Dritte. Nur jeder siebte Wahlberechtigte ist davon überzeugt, dass die Fortsetzung des bestehenden Bündnisses aus SPD und Grünen die beste Lösung für das Land wäre. Ein Linksbündnis aus SPD, neuer Linkspartei und den Grünen hält in Schleswig-Holstein weniger als jeder Zehnte für eine wünschenswerte Lösung.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Schleswig-HolsteinTREND vom August, den Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunk und der Kieler Nachrichten erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 28. Juli bis 3. August 1.000 wahlberechtigte Personen in Schleswig-Holstein telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Schleswig-Holstein zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%