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Schleswig-HolsteinTREND
Das aktuelle politische Meinungsbild in Schleswig-Holstein von Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunk
Roberto Heinrich
Senior Projektleiter Wahlforschung
roberto.heinrich
@infratest-dimap.de
LänderTREND
Schleswig-Holstein September 2011
Sonntagsfrage Landtagswahl Schleswig-Holstein
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Wahl- und Umfrageergebnisse Landtagswahl: Zeitverlauf
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Direktwahl Ministerpräsident: de Jager vs. Albig
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Direktwahl Ministerpräsident: de Jager vs. Albig
(nach Parteianhängern)
Direktwahl Ministerpräsident (im Zeitverlauf)
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Wählerpotential Piratenpartei Schleswig-Holstein
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Koalitionspräferenz
Abbildung vergrößern »Die Diskussion um die Person von Christian von Boetticher und dessen Rückzug aus der Landespolitik haben die politische Stimmung in Schleswig-Holstein zuungunsten der CDU verändert. Konnte die CDU im Mai noch mit einem Stimmenanteil von 33 Prozent rechnen, hätte sie aktuell bei einer Landtagswahl 30 Prozent in Aussicht. Die CDU fällt damit erstmals seit 2005 im Schleswig-HolsteinTREND wieder hinter die SPD. Die Sozialdemokraten legen gegenüber Mai um 3 Punkte zu und kämen derzeit auf 34 Prozent. Die SPD profitiert aktuell in Schleswig-Holstein von einer für sie günstigen personellen Konstellation: SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig wird dem neuen CDU-Spitzenkandidaten Jost de Jager von 45 Prozent im Amt des Ministerpräsidenten vorgezogen. Die Grünen sind in der aktuellen politischen Stimmung drittstärkste Kraft, sie würden 21 Prozent erzielen würden. Wie schon im Mai wären FDP und Linke auch aktuell nicht mehr im Landesparlament vertreten: Die Liberalen bekämen 3 Prozent, die Linke 2 Prozent. Der von der 5-Prozentklausel ausgenommene SSW könnte mit 3 Prozent rechnen. Die Mitte September in Berlin erstmals in ein Landesparlament eingezogene Piratenpartei hätte in Schleswig-Holstein derzeit 4 Prozent im Bundesland in Aussicht. Das Wählerpotenzial für die neue Partei ist im Nordwesten derzeit nicht ganz so hoch wie im bundesdeutschen Schnitt. Immer 4 Prozent der schleswig-holsteinischen Wahlberechtigten geben aber an, die Piraten zur Landtagswahl im kommenden Mai sicher zu wählen, weitere 13 Prozent wollen ein Votum zugunsten der Piraten nicht ausschließen. Mit Blick auf die Zeit nach der nächsten Landtagswahl im kommenden Jahr spricht sich ein Drittel für die Bildung einer rot-grünen Koalition, jeder Sechste für eine große Koalition aus SPD und CDU aus. Ein rechnerisch ebenso mögliches Bündnis aus CDU und Grünen unterstützt nur jeder Zehnte. In den Reihen von SPD und Grünen überwiegt jeweils deutlich die Präferenz für eine Koalition von SPD und Grünen.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%