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ARD-Deutschlandtrend

Dezember 2000

Seitdem in der vergangenen Woche zwei BSE-Fälle auch in Deutschland bekannt wurden, bestimmt dieses Thema die Schlagzeilen. Damit wurde bestätigt, was viele Bundesbürger schon zuvor ahnten: der Verzehr von Rindfleisch ist in Deutschland nicht sicherer als anderswo. Nach Bekanntwerden der beiden Fälle zeigte sich jeder zweite entschlossen, künftig weniger Rindfleisch zu essen oder es vollständig vom Speiseplan zu streichen.In politischer Hinsicht fallen die Konsequenzen der Wahlberechtigten weniger drastisch aus. Gegenüber dem Vormonat stieg allerdings die Unzufriedenheit mit der ... mehr »

Seitdem in der vergangenen Woche zwei BSE-Fälle auch in Deutschland bekannt wurden, bestimmt dieses Thema die Schlagzeilen. Damit wurde bestätigt, was viele Bundesbürger schon zuvor ahnten: der Verzehr von Rindfleisch ist in Deutschland nicht sicherer als anderswo. Nach Bekanntwerden der beiden Fälle zeigte sich jeder zweite entschlossen, künftig weniger Rindfleisch zu essen oder es vollständig vom Speiseplan zu streichen.

In politischer Hinsicht fallen die Konsequenzen der Wahlberechtigten weniger drastisch aus. Gegenüber dem Vormonat stieg allerdings die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung um 4 Punkte auf nunmehr 57 Prozent. Offenkundig trifft der gestiegene Unmut beide Koalitionspartner nicht in gleichem Maße: Während die SPD in der Wählergunst von 39 auf 38 Prozent um einen Punkt sank, legten die Grünen gegenüber dem Vormonat um zwei Punkte von sechs auf 8 Prozent zu. CDU/CSU bleiben konstant bei 37 Prozent, die FDP bei 7 Prozent. Die PDS verliert einen Punkt und kommt derzeit auf 5 Prozent. Auf der Sympathieskala der Spitzenpolitiker legte Gerhard Schröder um drei Punkte zu, während Angela Merkel vier Punkte verlor. Innerhalb der Unionsanhänger plädiert mittlerweile eine klare Mehrheit für CSU-Chef Edmund Stoiber als Herausforderer von Gerhard Schröder.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des aktuellen DeutschlandTREND des Monats Dezember, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 23. bis 28. November 1300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung gestattet verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.300 Befragte
Erhebungszeitraum:
23.11. - 28.11.2000
Fehlertoleranz:
1,2* bis 2,7** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:
Infratest dimap