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ARD-Deutschlandtrend
Dezember 2001
Wirtschaftliche Stimmung weiter auf Talfahrt
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Bundesregierung wieder stärker unter Druck
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Union weiter stark in der Kritik
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Union weiter stark in der Kritik
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Sonntagsfrage: SPD bleibt stärkste Partei
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Sonntagsfrage: SPD bleibt stärkste Partei
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Politikerzufriedenheit: Massiver Einbruch für den Bundeskanzler
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Kanzlerdirektwahl: Schröder verliert, Merkel legt zu
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Knappe Mehrheit sieht Schröder nach Vertrauensfrage gestärkt
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Wähler erwarten Fortführung der Koalition bis September 2002
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Zwei Drittel befürworten den Bundeswehreinsatz
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Zwei Drittel befürworten den Bundeswehreinsatz
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Euro-Einführung: Vorteile für die Wirtschaft, Nachteile für den einzelnen Bürger
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Euro-Einführung: Vorteile für die Wirtschaft, Nachteile für den einzelnen Bürger
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Euro-Einführung: Vorteile für die Wirtschaft, Nachteile für den einzelnen Bürger
Abbildung vergrößern »Die wirtschaftliche Stimmung ist auf einem historischen Tiefpunkt angelangt: Vier von fünf Deutschen schätzen die Wirtschaftslage in Deutschland negativ ein (78 Prozent). Nur knapp ein Drittel geht von einem Aufschwung im nächsten Jahr aus (31 Prozent). Vor diesem Hintergrund geht die Zufriedenheit mit der Bundesregierung deutlich auf derzeit 35 Prozent zurück (-6 Punkte im Vergleich zu November). Demgegenüber wird die Leistung der CDU/CSU-Opposition mit 25 Prozent Zustimmung deutlich besser bewertet als im Vormonat (+6 Punkte), mehr als zwei Drittel sind aber weiterhin unzufrieden mit der Arbeit der Union (70 Prozent).
Der Einsatz der Bundeswehr im Kampf gegen den internationalen Terrorismus findet in der Bevölkerung breite Unterstützung (65 Prozent). Einzig die Anhänger der PDS und der Grünen (80 bzw. 58 Prozent) sind mehrheitlich gegen die Entsendung deutscher Soldaten. Gefahren für eine ähnliche Zerreißprobe des rot-grünen Bündnisses wie vor der Entscheidung zum Bundeswehreinsatz sehen aber auch die Anhänger der kleinen Regierungspartners nicht mehr: Sie meinen wie große Teile der Bevölkerung (76 Prozent), dass die Koalition bis zur Wahl im Herbst halten wird.
Nach der Vertrauensabstimmung im Bundestag sieht eine knappe Mehrheit Gerhard Schröder gestärkt (54 Prozent), immerhin vier von zehn Wählern kreiden ihm die Verknüpfung von Sach- und Vertrauensfrage jedoch als Schwäche an (39 Prozent). Massive Kritik an Schröder wird auch bei der Zufriedenheit mit seiner Arbeit deutlich, die nur noch 59 Prozent positiv bewerten, ein Minus von 10 Punkten. Er liegt damit trotzdem weiter auf Platz 2 der Rangliste, denn außer Joschka Fischer, der mit 80 Prozent weiter am beliebtesten ist, haben fast alle Politiker Ansehen eingebüßt. Einzig Angela Merkel konnte nennenswerte Gewinne verbuchen (+3 Punkte auf 43 Prozent). Dies gilt auch für die Direktwahl des Bundeskanzlers, wo Merkel im Duell mit dem Amtsinhaber zwar weiterhin abgeschlagen hinten liegt, ihr Popularitätstief aber offenbar durchschritten hat. Trotz dieser positiven Anzeichen für Merkel wäre Stoiber bei einer Direktwahl weiterhin der aussichtsreichere Kandidat.
Im Ergebnis zeigt die politische Stimmung relativ wenig Bewegung: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 40 Prozent der Stimmen, 1 Punkt weniger als im Vormonat. Dies käme der Union zugute, die einen Punkt auf 36 Prozent zulegen könnte. Die Liberalen und die Grünen würden ihren Wähleranteil konstant bei 9 bzw. 6 Prozent halten. Einen Prozentpunkt hinzugewinnen könnte die PDS, die mit einen Stimmenanteil von 7 Prozent die Grünen auf den fünften Platz im Parteiensystem verdrängen könnte. Alle anderen Parteien spielen mit insgesamt 2 Prozent (-1 Punkt) keine bedeutende Rolle.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Dezember, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von neun Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 29. November bis 4. Dezember 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%