WEBSITE DURCHSUCHEN
Schnellsuche
Kartensuche
Sie haben entweder kein Javascript aktiviert oder eine veraltete Version des Adobe Flash Player's installiert.
ARD-Deutschlandtrend
August 2002
Zuversicht der Bundesbürger auf neuem Tiefstand
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage: Schwarz-Gelb mit knapper Mehrheit
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage: Schwarz-Gelb mit knapper Mehrheit
Abbildung vergrößern »
Steht die Wahlentscheidung fest?
Abbildung vergrößern »
Deutlicher Vertrauensverlust für die Bundesregierung
Abbildung vergrößern »
Deutlicher Vertrauensverlust für die Bundesregierung
Abbildung vergrößern »
Wieder knappe Mehrheit für eine SPD-geführte Bundesregierung
Abbildung vergrößern »
Keine klare Mehrheit für eine der möglichen Koalitionsvarianten
Abbildung vergrößern »
Beliebtheit der Politiker: Guter Start für Lothar Späth
Abbildung vergrößern »
Profilvergleich: Stoiber trotz Verlusten bei Sachthemen vor Schröder
Abbildung vergrößern »
Profilvergleich: Stoiber trotz Verlusten bei Sachthemen vor Schröder
Abbildung vergrößern »
Profilvergleich: Stoiber trotz Verlusten bei Sachthemen vor Schröder
Abbildung vergrößern »
Kanzler-Direktwahl: Stoiber fällt deutlich zurück
Abbildung vergrößern »
Kanzler-Direktwahl: Stoiber fällt deutlich zurück
Abbildung vergrößern »
Bundeskanzler Stoiber: Weniger Verbrechen und mehr Arbeitsplätze
Abbildung vergrößern »
Hälfte sieht Stoibers politischen Standort rechts der Mitte
Abbildung vergrößern »
Lobbyismus hat großen Einfluss auf die Politik
Abbildung vergrößern »Die leichte Aufhellung der allgemeinen Stimmungslage in Deutschland nach der Fußballweltmeisterschaft war nur von kurzer Dauer. Die anhaltende Wirtschaftsflaute, Börsentiefs und weiterhin hohe Arbeitslosenzahlen geben nur wenig Hoffnung auf Besserung: Knapp drei Viertel der Deutschen schauen mit Beunruhigung in die Zukunft (72 Prozent). Zuversicht äußern nur 23 Prozent, der tiefste Wert in der gesamten Legislaturperiode.
Ähnlich kritisch werden die Leistungen der rot-grünen Bundesregierung bewertet, mit denen nur noch 29 Prozent zufrieden sind. Im Unterschied zu 1998 glaubt allerdings mehr als die Hälfte, dass die Opposition die Probleme auch nicht besser lösen könnte als die amtierende Koalition (53 Prozent).
In der politischen Stimmung führt diese ambivalente Meinungslage nicht zu klaren politischen Mehrheiten. Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die CDU/CSU wie Mitte Juli stärkste Partei werden mit unverändert 40 Prozent der Stimmen. Ebenfalls unverändert wären die Liberalen mit 9 Prozent. Die SPD käme auf einen Stimmenanteil von 35 Prozent, während die Grünen einen Punkt auf jetzt 7 Prozent zu legen könnten. Einen Verlust von einem Punkt müsste die PDS hinnehmen, die derzeit 5 Prozent erreichen und damit um den Einzug in den Bundestag bangen müsste. Insgesamt hätte eine schwarz-gelbe Koalition somit eine Mehrheit von 2 Punkten, der Vorsprung ist aber zu knapp, um bereits von einer Vorentscheidung zu sprechen. Die Bürger haben indes keinen klaren Favoriten unter den drei derzeit möglichen und diskutierten Koalitionsvarianten: Für Schwarz-Gelb votieren 35 Prozent, dicht gefolgt von einer Ampel-Koalition mit 32 Prozent und einer großen Koalition aus Union und SPD (28 Prozent).
Bundeskanzler Gerhard Schröder kann sich bei der Kanzlerfrage wieder etwas stärker von seinem Herausforderer Edmund Stoiber absetzen, sein Vorsprung beträgt derzeit 11 Punkte. Im Profilvergleich der beiden kann Schröder mehr persönliche Sympathien sammeln, während Stoiber bei den Sachthemen mehr zugetraut wird. Falls Stoiber nach der Wahl im September Bundeskanzler werden sollte, erhoffen sich die Deutschen Verbesserungen vor allem bei der Inneren Sicherheit (42 Prozent) und der Arbeitsmarktpolitik (36 Prozent). Jeweils die Hälfte ist jedoch der Auffassung, dass sich in diesen beiden Feldern auch mit einem CSU-Kanzler nichts verändern wird. Dies gilt auch bei den Auswirkungen für die persönliche Wirtschaftslage und für das internationale Renommee Deutschlands, wo zwei Drittel keine Effekte durch einen Kanzler aus Bayern erwarten.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom August, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von elf Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 29. bis 31. Juli 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%