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ARD-Deutschlandtrend
Februar 2002
Wirtschaftserwartungen: Tendenz uneinheitlich
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Vertrauen in die Bundesregierung weiter auf Talfahrt
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Union kann Vertrauen hinzu gewinnen
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Unzufriedenheit mit der Regierung in fast allen Politikbereichen
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Unzufriedenheit mit der Regierung in fast allen Politikbereichen
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Sonntagsfrage: Union vergrößert Abstand zur SPD
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Sonntagsfrage: Union vergrößert Abstand zur SPD
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Keine Wechselstimmung
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Politikerzufriedenheit: Merkel vor Schröder, Stoiber verliert
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Kanzler-Direktwahl: Stoiber holt auf
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Profilvergleich: Schröder sympathischer, Stoiber kompetenter
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Konjunkturschwäche: Verantwortung liegt bei Weltwirtschaft
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Senkung der Lohnnebenkosten: Festhalten am Sparkurs hat Vorrang
Abbildung vergrößern »Das Ansehen des Kabinetts Schröder hat bei der Bevölkerung in den zurückliegenden Wochen erneut Schaden erlitten. Im Februar erklären nur noch 29 Prozent, sie seien mit den Leistungen der Bundesregierung zufrieden. Nach Meinung der Bundesbürger konnten die Sozialdemokraten ihre Versprechen aus dem Wahlkampf 1998 in kaum einem Bereich in die Tat umsetzen. Die größten Versäumnisse werden in der Arbeitsmarktpolitik konstatiert: Lediglich 16 Prozent vertreten die Auffassung, das dort genug getan worden sei. Die steigende Unzufriedenheit mit dem Regierungshandeln geht mit einem wachsenden Vertrauen in die CDU/CSU-Opposition einher: Ein Drittel der Bundesbürger (35 Prozent, +10 Punkte im Vergleich zum November 2001) ist der Meinung, dass ein Regierungswechsel in Berlin eine bessere Politik nach sich ziehen würde. Die Mehrzahl von 49 Prozent glaubt hingegen nicht, dass die CDU/CSU in der Lage wäre, die anstehenden Probleme besser zu bewältigen als die amtierende Regierung.
Infolgedessen ist acht Monate vor der Wahl keine Wechselstimmung zu beobachten, denn in der Frage, welche Partei die nächste Bundesregierung anführen soll, sind sich die Deutschen uneins. 46 Prozent sprechen sich für eine Regierung unter erneuter SPD-Führung aus, 44 Prozent votieren für einen politischen Wechsel in Berlin.
Die schlechte Bilanz für die SPD schlägt sich in der politischen Stimmung deutlich nieder: Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre käme die SPD nur noch auf 36 Prozent der Stimmen (-2 Punkte im Vergleich zu Anfang Januar), die Union könnte sich auf 41 Prozent (+2 Punkte) verbessern. Während die Liberalen (8 Prozent) und die PDS (7 Prozent) ihren Stimmenanteil konstant halten können, würden die Grünen mit einem Plus von einen Punkt auf jetzt 6 Prozent wieder Anschluss finden.
Fast alle abgefragten Politiker haben mit einem Ansehensverlust zu kämpfen. Eine Ausnahme ist CDU-Chefin Angela Merkel, die nach ihrem Verzicht auf die Kanzlerkandidatur der Union einen deutlichen Popularitätsschub erfährt: Mit 58 Prozent Zustimmung (+6 Punkte) liegt sie nun sogar vor Kanzler Schröder (55 Prozent) und CSU-Chef-Stoiber (51 Prozent). Edmund Stoiber kann bei der hypothetischen Direktwahlfrage den Vorsprung von Schröder auf 7 Punkte halbieren: Für Schröder votieren im Februar 48, für Stoiber 41 Prozent. Im Vergleich gilt der Amtsinhaber als sympathischer, Stoiber als kompetenter, vor allem in den Bereichen Wirtschafts- und Steuerpolitik sowie beim Thema Zuwanderung.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Februar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von neun Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 24. bis 29. Januar 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%