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ARD-Deutschlandtrend
Mai 2002
Wirtschaftliche Stimmung: Unverändert kritisch
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Wirtschaftliche Stimmung: Unverändert kritisch
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Kritik an der Bundesregierung: Anhaltend stark
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Kritik an der Bundesregierung: Anhaltend stark
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Sonntagsfrage: Vorsprung der Union vor der SPD vergrößert
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Bevorzugte Koalition: Schwarz-Gelb gewinnt an Boden
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Knapp die Hälfte der Wähler für Unions-geführte Bundesregierung
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FDP steht für Modernität und Reformfreudigkeit
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Politikerzufriedenheit: Fast durchweg rückläufig
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Kanzleralternative: Schröder weiter vor Stoiber
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Profilvergleich: Stoiber gilt als deutlich kompetenter
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Profilvergleich: Stoiber gilt als deutlich kompetenter
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Profilvergleich: Stoiber gilt als deutlich kompetenter
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Wähler fordern Inhalte statt Personalisierung
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Wähler fordern Inhalte statt Personalisierung
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Tarifstreit: Erhöhung mit einer Vier vor dem Komma ist angemessen
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Große Mehrheit für Verschärfung des Waffenrechts
Abbildung vergrößern »Seit dem Erfurter Amoklauf wird über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert. In der Bevölkerung findet sich dafür breite Unterstützung (87 Prozent). Bei dem Tarifstreit in der Metallindustrie ist eine Mehrheit der Deutschen auf der Seite der Gewerkschaft: eine Vier vor dem Komma halten 55 Prozent für angemessen, 11 Prozent sprechen sich sogar für einen stärkeren Anstieg aus. Nur ein Drittel vertritt dagegen den Arbeitgeberstandpunkt, dass ein Abschluss in dieser Höhe nicht zu verkraften wäre (32 Prozent).
Die von Bundeskanzler Schröder angekündigte Personalisierung des Wahlkampfes wird von den Wählern kritisch gesehen, denn vier Fünftel fordern, dass die Programme der Parteien im Vordergrund der Wahlauseinandersetzung stehen sollten (84 Prozent). Obwohl den Wählern die Programme wichtiger sind als die Spitzenkandidaten, findet es eine deutliche Mehrheit wichtig, dass sie sich bei den Fernsehduellen von Gerhard Schröder und Edmund Stoiber kurz vor der Wahl noch einmal ein Bild der beiden machen können (58 Prozent). Bei einer Zuspitzung auf die beiden Kandidaten kann Schröder vor allem auf seine persönliche Ausstrahlung bauen, denn in den inhaltlichen Bereichen liegt der Amtsinhaber derzeit hinter Stoiber zurück, der vor allem bei den wichtigen Themen Wirtschaft und Arbeit teils deutliche Kompetenzvorsprünge hat.
Nach dem Wahldesaster in Sachsen-Anhalt und anhaltend hoher Unzufriedenheit verschlechtert sich die politische Stimmung für die SPD weiter: Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten lediglich auf 32 Prozent, ein Minus von 2 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Die Grünen blieben stabil bei 7 Prozent. Die bürgerlichen Parteien könnten jeweils 2 Punkte zulegen auf derzeit 41 Prozent für die CDU/CSU bzw. 11 Prozent für die FDP. Die PDS verlöre zwei Punkte und käme auf 5 Prozent der Stimmen. Somit würde ein bürgerliches Bündnis derzeit über eine komfortable Mehrheit der Sitze im Bundestag verfügen.
Die Gründe für den derzeitigen Erfolg der FDP liegen darin, dass sie weit über die eigene Anhängerschaft hinaus für Modernität und Offenheit steht (66 Prozent) und weil sie sich nach Meinung vieler Wähler besonders große Reformfreudigkeit zeigt (38 Prozent). Dass die FDP eine dritte Volkspartei werden kann, glauben 18 (!) Prozent der Deutschen. Das "Projekt 18" bringt der FDP aber nicht nur Beifall ein: Jeder Zweite ist der Meinung, dass sich die Liberalen damit unglaubwürdig machen (49 Prozent).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Mai, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von elf Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 29. April bis 1. Mai 1.000 wahlberechtigte Personen befragt. Für die Sonntagsfrage wurden im selben Zeitraum insgesamt 2.148 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten, sowie 1,0 bis 2,2 Prozentpunkten bei der Sonntagsfrage.
Sonntagsfrage 2.148 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,0* bis 2,2** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%