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ARD-Deutschlandtrend
September 2002
Zufriedenheit mit der Bundesregierung deutlich angestiegen
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Zufriedenheit mit der Bundesregierung deutlich angestiegen
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Parteikompetenzen: SPD holt auf
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Sonntagsfrage: Wahlausgang ist noch offen
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Koalitionspräferenz: Rot-Grün erstmals am beliebtesten
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Keine Wechselstimmung im Land
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Scheitern der PDS würde im Osten sehr bedauert
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Scheitern der PDS würde im Osten sehr bedauert
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Ansehensgewinn für Regierungsmitglieder
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Kanzlerdirektwahl
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Großer Erwartungsdruck auf Schröder
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Großer Erwartungsdruck auf Schröder
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Fast alle erwarten höhere Krankenkassenbeiträge
Abbildung vergrößern »Zwei Wochen vor der Bundestagswahl hat sich die politische Stimmung insgesamt für die SPD deutlich verbessert. Sie profitiert dabei von einer Verschiebung auf der Themenagenda, auf der die Beseitigung der Flutschäden und die Haltung zu einem Irak-Einsatz größeres Gewicht bekommt haben. Vor diesem Hintergrund ist die Zufriedenheit mit der Regierung Schröder sprunghaft von 29 auf 41 Prozent angestiegen. Gleiches gilt für den Bundeskanzler, der seine Beliebtheit um 15 Punkt auf derzeit 64 Prozent erhöhen kann. Bei der Kanzlerfrage liegt Schröder weiterhin mit mehr als 20 Punkten Abstand vor seinem Herausforderer Edmund Stoiber. Die Beliebtheit Schröders führt offenbar dazu, dass eine Mehrheit der Wähler glaubt, der Kanzler werde beim zweiten TV-Duell besser abschneiden als Stoiber (53 Prozent). Diesem großen Erwartungsdruck ist der Unions-Kanzlerkandidaten nicht ausgesetzt: von ihm erwarten nur 18 Prozent einen Sieg bei dem Rededuell.
In der Sonntagsfrage hat sich der während der Flutkatastrophe begonnene Aufschwung für die SPD abgeschwächt. Sie Sozialdemokraten kämen derzeit auf 38 Prozent (-1 Punkt im Vergleich zur Vorwoche). Trotz eines Minus von 1,5 Punkten hat die Union mit 39,5 Prozent weiterhin die Chance als stärkste Partei in den Bundestag einzuziehen. Der Verlust der Union kann im selben politischen Lager ausgeglichen werden, denn die FDP käme mit einem Plus von 1,5 Punkten auf einen Stimmenanteil von 8,5 Prozent. Die Grünen würden 7,5 Prozent erreichen (+0,5). Die PDS bliebe weiter unter der 5-Prozentmarke (4 Prozent) und würde den Einzug in den Bundestag über die Zweitstimmen nicht schaffen. Angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse muss der Wahlausgang weiterhin als offen gelten - vor allem was das Abschneiden der PDS betrifft. Nur bei einem Scheitern der PDS hätte eine bürgerliche Koalition aus Union und FDP die Mehrheit im Parlament. Dieses Bündnis wäre nach Ansicht aller Wähler allerdings nur zweite Wahl, denn die Wunschkoalition ist zum ersten Mal in diesem Jahr Rot-Grün (29 Prozent), während Schwarz-Gelb von 26 Prozent präferiert wird.
Obwohl der Union bei den wichtigen Themen Wirtschaft, Arbeit und Bildung deutlich mehr Kompetenz zugeschrieben wird, fällt es ihr weiterhin schwer, sich als überzeugende politische Alternative zu profilieren. 50 Prozent glauben nicht, dass eine unionsgeführte Bundesregierung die anstehenden Probleme und Aufgaben besser lösen könnte. Zudem hat sich die Stimmung gegen einen Regierungswechsel im Laufe des Wahlkampfes verfestigt.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom September, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von zwölf Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 2. bis 4. September 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Für die Sonntagsfrage wurden im selben Zeitraum insgesamt 2.324 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten, sowie 1,0 bis 2,2 Prozentpunkten bei der Sonntagsfrage.
Sonntagsfrage 2.324 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,0* bis 2,2** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%