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ARD-Deutschlandtrend
August 2003
Gesundheitsreform bewegt die Deutschen am stärksten
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Gesundheitsreform: Beschlossene Maßnahmen reichen nicht aus
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Bürgerversicherung: Mehrheit für Einbeziehung von Beamten und Selbständigen aber gegen Einbeziehung aller Einkommensarten
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Bürgerversicherung: Mehrheit für Einbeziehung von Beamten und Selbständigen aber gegen Einbeziehung aller Einkommensarten
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Bürgerversicherung beliebter als Kopfpauschale
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Sonntagsfrage: Kaum Bewegung bei den Wähleranteilen
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Sonntagsfrage: Kaum Bewegung bei den Wähleranteilen
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Unvermindert massive Kritik an der Bundesregierung
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Nur wenig Vertrauen in die Opposition
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Politikerzufriedenheit: Nur Schröder legt zu
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Gerhard Schröder vergrößert Vorsprung gegenüber Angela Merkel
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Gerhard Schröder vergrößert Vorsprung gegenüber Angela Merkel
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Zwei Drittel für eine zweite Amtszeit von Johannes Rau
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Mehrheit traut Stoiber das Bundespräsidenten-Amt nicht zu
Abbildung vergrößern »Die von der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und dem Gesundheitsexperten der Union Horst Seehofer ausgehandelte Gesundheitsreform reicht nach Ansicht einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung nicht aus, um die Probleme im Gesundheitswesen zu lösen: 88 Prozent sind der Meinung, dass weitere Reformmaßnahmen notwendig sind. Die derzeit stark diskutierte Bürgerversicherung findet ein geteiltes Echo: Auf der einen Seite spricht sich eine knappe Mehrheit (52 Prozent) für die Einbeziehung der Beamten und Selbständigen als Beitragszahler aus, auf der anderen Seite ist eine knappe Mehrheit (51 Prozent) gegen die Einbeziehung aller Einkommensarten, wie z.B. Mieteinnahmen und Zinsgewinne. Dennoch ist die einkommensabhängige Bürgerversicherung den Deutschen lieber als die Kopfpauschale (68:16 Prozent), bei der ein fester Beitrag unabhängig von der Höhe des Einkommens als Krankenkassenbeitrag gezahlt werden müsste. Die Skepsis gegenüber den beschlossenen und darüber hinaus geplanten Maßnahmen lässt sich auch an den Sympathiewerten für die beiden Verhandlungsführer ablesen. Gesundheitsministerin Schmidt verzeichnet ein Minus von 4 Punkten, der Wert von Unions-Verhandlungsführer Seehofer fällt sogar um 11 Punkte.
Angesichts weiterhin massiver Kritik an der Bundesregierung, könnte die CDU/CSU mit einem klaren Wahlsieg rechnen, wenn im August Bundestagwahl wäre: Die Union käme auf 46 Prozent der Stimmen (-1 Punkt im Vergleich zum Juli). Für die SPD würden sich 31 Prozent der Wähler entscheiden (+1). Drittstärkste Partei wären erneut die Grünen mit 9 Prozent (-1), während die FDP einen Anteil von 6 Prozent erzielte (-1). Der Stimmenanteil der PDS bliebe konstant bei 4 Prozent.
Die Wahl des Bundespräsidenten steht zwar erst im nächsten Jahr an, die Diskussion über mögliche Kandidaten für das höchste Staatsamt ist jedoch längst entbrannt. Amtsinhaber Johannes Rau hat sich zwar noch nicht zu einer erneuten Kandidatur geäußert, in der Bevölkerung spricht sich aber schon jetzt eine große Mehrheit für eine zweite Amtsperiode Raus aus (65 Prozent). Die Unterstützung für Rau ist parteiübergreifend, die jüngeren Altersgruppen und die Frauen plädieren sogar überdurchschnittlich häufig für seine Wiederwahl. Dem von der Union als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl ins Gespräch gebrachte bayerische Ministerpräsident wird dieses Amt mehrheitlich nicht zugetraut: 57 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Edmund Stoiber kein guter Bundespräsident wäre, lediglich 36 Prozent glauben, dass er das Amt gut ausüben würde.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom August, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 28. bis 30. Juli 1.200 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,8 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%