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ARD-Deutschlandtrend
November 2003
Vorziehen der Steuerreform: Knappe Mehrheit dafür
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Vorziehen der Steuerreform: Knappe Mehrheit dafür
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Vorziehen der Steuerreform: Knappe Mehrheit dafür
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Steuermodell von Friedrich Merz: Deutliche Zustimmung
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Längere Arbeitszeiten: Mehrheit dafür und persönlich dazu bereit
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Längere Arbeitszeiten: Mehrheit dafür und persönlich dazu bereit
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Zukünftige Wirtschaftsentwicklung: weiterhin gemischte Erwartungen
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Höchste Unzufriedenheit mit der Bundesregierung
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Union kann Rot-Grün in der Regierungskompetenz nicht überflügeln
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Politikerzufriedenheit: Ansehensverluste der Politiker, nur Merz im Plus
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Kanzleralternative: Weniger Rückhalt für Gerhard Schröder
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Kanzleralternative: Weniger Rückhalt für Gerhard Schröder
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Sonntagsfrage: Union weiterhin mit absoluter Mehrheit
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Sonntagsfrage: Union weiterhin mit absoluter Mehrheit
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Gründe für die Verunsicherung der Wähler
Abbildung vergrößern »Die zwischen Regierung und Opposition heftig umstrittene Steuerreform spaltet auch die Bevölkerung. 47 Prozent sind für ein Vorziehen, 43 Prozent sind dagegen, wenn dies vorwiegend durch Schulden finanziert würde. Angesichts der umstrittenen Finanzierungspläne unterstützt eine Mehrheit (50 Prozent) die Position der CDU/CSU, die vorliegenden Gesetzentwürfe der Regierung abzulehnen. Das radikal vereinfachte Steuermodell, das Friedrich Merz präsentiert hat, stößt bei der Bevölkerung mehrheitlich (52:38 Prozent) auf Zustimmung. Die Einladung von Bundeskanzler Schröder an die Unionsführung zu einem Steuergipfel halten 77 Prozent für eine gute Sache. Die Deutschen sind zu Opfern bereit, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Eine Mehrheit der Bevölkerung (53:44 Prozent) unterstützt Vorschläge, die Wochenarbeitszeit um 1 bis 2 Stunden zu verlängern, Darüber hinaus sind mehr als zwei Drittel der Erwerbstätigen (69 Prozent) bereit, einen solchen persönlichen Beitrag für die Sicherung von Arbeitsplätzen zu leisten.
Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung hat mit 88 Prozent ein Rekordausmaß erreicht. Allerdings ist es der Union bislang nicht gelungen, sich eindeutig als politische Alternative mit der höheren Regierungskompetenz zu profilieren. Bei der Politikerzufriedenheit müssen fast alle deutliche Ansehensverluste hinnehmen. Nur Friedrich Merz gewinnt an Zustimmung und platziert sich mit 47 Prozent erstmals knapp vor Angela Merkel (46 Prozent). Der bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber ist jedoch nach wie vor der beliebteste Unionspolitiker (52 Prozent). Der Kanzler (25 Prozent) und alle abgefragten SPD Politiker haben die niedrigsten bislang gemessenen Zufriedenheitswerte zu verzeichnen. In der Kanzlerfrage können daher sowohl Edmund Stoiber (49:35 Prozent) als auch Angela Merkel (44:36) ihren Vorsprung gegenüber Gerhard Schröder ausbauen.
Vor dem Hintergrund des schlechten Ansehens von Bundesregierung, Kanzler und führender SPD-Politiker käme die SPD nur noch auf 24 Prozent (-3 Punkte) der Stimmen, wenn bereits am nächsten Sonntag eine Bundestagswahl wäre. Sowohl Kanzler als auch Partei haben damit ein historisches Tief erreicht. Bündnis 90/Die Grünen müssten ebenfalls einen Punkt abgeben und liegen bei 10 Prozent. Die Union ist derzeit unangefochten stärkste politische Kraft und stabilisiert sich mit 51 Prozent (+1) bei der 50 Prozent Marke. Die Liberalen könnten mit 7 Prozent (+2), die PDS mit 4 Prozent (+1) rechnen. Die Verunsicherung der Wähler ist derzeit besonders ausgeprägt, ca. ein Drittel - insbesondere ehemalige SPD-Wähler - können sich derzeit für keine Partei entscheiden oder würden nicht zu Wahl gehen. Die Gründe liegen vorwiegend in der Unzufriedenheit mit Parteien und Politikern und weniger in einer Abwendung von der Politik und vom demokratischen System.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom November, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 03. bis 05. November 1.200 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,8 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%