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ARD-Deutschlandtrend
September 2003
Klares Votum gegen einen Irak-Einsatz der Bundeswehr
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Reformthemen binden Aufmerksamkeit
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Zukünftige Wirtschaftsentwicklung: mehr Optimismus
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Gewerkschaftsprotest gegen Agenda 2010 umstritten
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Kaum Hoffnungen auf Senkung der Arbeitslosigkeit durch Reformmaßnahmen
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Verantwortung für Verschiebung der LKW-Maut wird überwiegend den Betreibern zugeschrieben
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Verantwortung für Verschiebung der LKW-Maut wird überwiegend den Betreibern zugeschrieben
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Große Unzufriedenheit mit der Bundesregierung
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Zwei Drittel unzufrieden mit der CDU/CSU-Opposition
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Politikerzufriedenheit: Verluste für Schröder und Eichel
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Kanzler-Direktwahl: Vorsprung Schröders vor Merkel geschrumpft
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Sonntagsfrage: SPD rutscht unter 30 Prozent
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Sonntagsfrage: SPD rutscht unter 30 Prozent
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Breite Unterstützung für eine erneute Kandidatur von Johannes Rau
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Breite Unterstützung für eine erneute Kandidatur von Johannes Rau
Abbildung vergrößern »Die USA wollen UNO und NATO stärker beim Wiederaufbau des Irak einbinden und wünschen sich dafür auch die Bereitstellung von Soldaten. Die Bundesregierung lehnt die Entsendung von Bundeswehrsoldaten ab und wird darin - wie bei ihrer kritischen Haltung zum Irak-Krieg - von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung bestärkt: 71 Prozent lehnen einen Bundeswehreinsatz im Irak auch dann ab, wenn er im UNO-Auftrag erfolgen würde. Lediglich 27 Prozent sind dafür.
Die zweimonatige Verschiebung der LKW-Maut auf deutschen Autobahnen wird in erster Linie den Betreiberfirmen angelastet: 41 Prozent weisen die Schuld daran den beteiligten Unternehmen zu, nur 29 Prozent sehen Verkehrsminister Stolpe in der Verantwortung. Jeder Zehnte macht beide Seiten für die Probleme bei der Einführung verantwortlich. Die Rücktrittsforderung der Opposition läuft bei der Bevölkerung ins Leere, denn zwei Drittel (67 Prozent) sind der Auffassung, dass Stolpe auch dann im Amt bleiben sollte, wenn der Starttermin erneut nicht gehalten werden kann. Lediglich ein Fünftel (22 Prozent) fordert von Stolpe für diesen Fall die Aufgabe seines Amtes.
Wie das Reformprogramm "Agenda 2010" von Bundeskanzler Schröder trifft auch der von der IG Metall angekündigte Protest gegen die Bundesregierung auf ein geteiltes Echo: 50 Prozent halten die öffentliche Mobilisierung gegen den aus Sicht der Gewerkschaft betriebenen Sozialabbau für falsch, 43 Prozent befürworten dieses Vorhaben des neuen Gewerkschaftsvorsitzenden Jürgen Peters. Dass die von der Regierung beschlossen Reformen der Arbeitsvermittlung und in den Sozialsystemen neue Arbeitsplätze bringen, glauben nur 3 Prozent der Deutschen. 47 Prozent rechnen mit geringen Beschäftigungseffekten, ebenso viele sind überzeugt, dass die Reformen keinerlei Wirkung auf dem Arbeitsmarkt zeigen werden.
Die Regierungsleistung wird weiterhin sehr kritisch bewertet: 78 Prozent sind mit Rot-Grün unzufrieden. Darüber hinaus ist das Ansehen einiger sozialdemokratischer Spitzenpolitiker binnen Monatsfrist gesunken: bei der Kanzlerfrage ist der Vorsprung des Amtsinhabers Schröder vor der CDU-Chefin Merkel auf 8 Punkte geschrumpft. Vor diesem Hintergrund verharrt SPD weiter im Stimmungstief und rutscht sogar wieder unter die 30-Prozent-Marke ab: Derzeit würden sich 29 Prozent der Wahlberechtigten für die Sozialdemokraten entscheiden, ein Minus von 2 Punkten im Vergleich zum August. Die Grünen kämen derzeit auf 10 Prozent (+1). Stärkste Kraft wäre weiterhin die CDU/CSU mit einem konstanten Wähleranteil von 46 Prozent. Unverändert blieben auch die FDP und die PDS mit 6 bzw. 4 Prozent der Wählerstimmen.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom September, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 1. bis 3. September 1.200 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,8 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%