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ARD-Deutschlandtrend
Dezember 2004
Image der Union: Deutliche Schwächen
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Image der Union: Deutliche Schwächen
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Kanzlerkandidat der Union: Knapper Vorsprung für Stoiber
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Politikerzufriedenheit: Merkel büßt an Zuspruch ein
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Direktwahlfrage: Schröder stabilisiert seinen Vorsprung
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Kneipenbesuch: Lieber mit Schröder als mit Merkel
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Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung leicht gestiegen
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Mehrheit hat kein Vertrauen in Regierungskompetenz der Union
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Parteikompetenzen: SPD mit Zugewinnen, Union mit Verlusten
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Parteikompetenzen: SPD mit Zugewinnen, Union mit Verlusten
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Sonntagsfrage: SPD mit deutlichem Plus, CDU/CSU stabil
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Sonntagsfrage: SPD mit deutlichem Plus, CDU/CSU stabil
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Patriotismus-Debatte: Eher überflüssig
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Verfassungseid bei Einbürgerung: Weithin befürwortet
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Verfassungseid bei Einbürgerung: Weithin befürwortet
Abbildung vergrößern »Mit ihrem mühsam ausgehandelten Kompromiss zur Reform des Gesundheitswesens haben CDU und CSU in den letzten Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Die Folge: um das Image der Union steht es nicht zum Besten und in der Gesundheitspolitik hat sie die Kompetenzführerschaft an die SPD verloren. Für zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) macht die CDU/CSU einen zerstritteneren Eindruck als andere Parteien. Ebenso viele (65 Prozent) vermissen einen geradlinigen und glaubwürdigen Kurs. Nur eine Minderheit (41 Prozent) kann einen konsequenteren Einsatz für Reformen als bei Rot-Grün erkennen. Für 80 Prozent steht fest, dass die Union nach den Rücktritten von Friedrich Merz und Horst Seehofer großen fachpolitischen Sachverstand verloren hat. Insgesamt sehen drei Viertel (74 Prozent) bei der Union einen Mangel an überzeugendem Führungspersonal. Auch das Ansehen der CDU-Chefin hat unter dem parteiinternen Streit der vergangenen Wochen gelitten. Die Hälfte der Wähler (50 Prozent) ist der Meinung, dass Angela Merkel ihre Partei nicht im Griff hat. Nur ein Drittel (32 Prozent) glaubt, dass sie das Rüstzeug für die Kanzlerschaft 2006 hat. Grund für diese kritische Einschätzung ist wohl nicht zuletzt die verbreitete Ansicht (63 Prozent), dass sie die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht besser lösen könnte als der Amtsinhaber Schröder. Merkel ist auch die einzige der in diesem Monat abgefragten Politiker, die ein Minus zu verkraften hat. Sie liegt auf der Rangliste nun deutlich hinter Schröder und ihrem CSU-Kollegen Stoiber. Der Bayer ist aus Sicht aller Bürger (43:37 Prozent) und auch der Unions-Anhänger (50:42 Prozent) als Schröders Herausforderer bei der nächsten Wahl besser aufgestellt als Merkel.
Bei der Bewertung der Lösungskompetenzen der Parteien muss die CDU/CSU fast überall Verluste hinnehmen, während der SPD von den Wählern wieder mehr zugetraut wird. Besonders wichtig für die Kanzlerpartei dürfte der Zugewinn bei der Herstellung sozialer Gerechtigkeit sein ? eines der Kernthemen der Sozialdemokraten, in dem sie zuletzt nur noch knapp vor der Union lagen. Auch beim Thema Bürgernähe, in der Gesundheitspolitik und bei der Lösung der Zukunftsprobleme Deutschlands kann die SPD deutlich zulegen.
Die politische Stimmung ist vor diesem Hintergrund etwas freundlicher für die SPD, die im Dezember auf 33 Prozent der Wählerstimmen käme, ein Plus von 3 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Bündnis 90/Die Grünen hingegen verlieren 2 Punkte und erreichten nur noch 11 Prozent. Die CDU/CSU kann ihren Stimmenanteil bei 40 Prozent halten. Die beiden anderen Oppositionsparteien müssen jeweils einen Rückgang von 1 Punkt hinnehmen: Der Stimmenanteil der Liberalen betrüge somit 7 Prozent. Die PDS rutscht unter die 5-Prozentmarke und käme nur noch auf 4 Prozent.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Dezember, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/Bericht aus Berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 30. November bis 1. Dezember 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten bzw. von plus/minus 1,1 bis 2,5 Prozentpunkten bei der Sonntagsfrage.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%