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ARD-Deutschlandtrend
Oktober 2004
Zufriedenheit mit der Bundesregierung deutlich gestiegen
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Vertrauen in die Regierungskompetenz der Union auf Tiefststand
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Politikerzufriedenheit: SPD-Politiker legen zu, Unions-Politiker verlieren
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Direktwahl des Bundeskanzlers: Schröder wieder deutlich vor Merkel
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Fähige Spitzenpolitiker: Eher bei der Union als bei der SPD
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Beste Führungskraft für Deutschland: Knapper Vorsprung für Gerhard Schröder
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Sonntagsfrage: SPD mit Zugewinnen, CDU mit Verlusten
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Sonntagsfrage: SPD mit Zugewinnen, CDU mit Verlusten
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Wahlausgänge gewinnen zu Lasten von Hartz IV an Aufmerksamkeit
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Wahlausgänge gewinnen zu Lasten von Hartz IV an Aufmerksamkeit
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Kanzlerkandidat der Union: Stoiber knapp vor Merkel
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Profilvergleich: Merkel sympathischer, Stoiber kompetenter
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Profilvergleich: Merkel sympathischer, Stoiber kompetenter
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Mehrheit für Beitritt der Türkei zur Europäischen Union
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Gründe für den EU-Beitritt der Türkei
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Gründe gegen die EU-Beitritt der Türkei
Abbildung vergrößern »Führende Sozialdemokraten waren nach den letzten Wahlen bemüht, die SPD-Ergebnisse als Trendwende darzustellen. In der Tat gibt es auf verschiedenen Ebenen Anzeichen für einen Stimmungsumschwung, wenn auch auf niedrigem Niveau. Derzeit äußern sich 25 Prozent der Deutschen mit der Arbeit des Bundeskabinetts zufrieden, die höchste Zustimmung für Rot-Grün seit zwei Jahren. Zugleich sind 59 Prozent der Meinung, dass eine unionsgeführte Bundesregierung die Probleme auch nicht besser lösen könnte ? in der laufenden Legislaturperiode war das Zutrauen in die Union nie geringer. Bundeskanzler Schröder und SPD-Chef Müntefering sind die einzigen der abgefragten Politiker, die ihr Ansehen im Vergleich zum Vormonat steigern können. Schröder ist damit wieder so beliebt wie seine beiden möglichen Herausforderer von der CDU/CSU. Bei der Kanzleralternative kann sich der Amtsinhaber erstmals seit Sommer 2003 wieder deutlich von seiner möglichen Herausforderin Merkel absetzen (49:32 Prozent).
Auch die Sonntagsfrage zeigt, dass sich die politische Stimmung derzeit zu Ungunsten der Union entwickelt: Die CDU/CSU käme im Oktober nur auf 41 Prozent der Stimmen, ein Minus von 3 Punkten im Vergleich zum Vormonat und der schlechteste Wert seit zwei Jahren. Die SPD hingegen kann sich um 3 Punkte auf 29 Prozent verbessern ? der beste Wert seit einem Jahr. Die Grünen kämen wie im September auf 12 Prozent. Bei der FDP würden 7 Prozent ihr Kreuz machen (+1), die PDS verlöre einen Punkt und käme derzeit auf 6 Prozent. Ein bürgerliches Bündnis aus Union und FDP hat damit nur noch einen Vorsprung von einem Punkt gegenüber den anderen Parteien.
Ein Grund für die bessere politische Stimmung zugunsten der SPD dürfte die gesunkene öffentliche Aufmerksamkeit für die Arbeitsmarktreform Hartz IV sein. Nur noch ein Viertel der Deutschen (24 Prozent) bewegt dieses Thema zur Zeit am stärksten, Ende August waren es noch zwei Drittel (66 Prozent). In Ost-deutschland ist Hartz IV nach wie vor Thema Nummer 1, während in Deutsch-land insgesamt die Wahlergebnisse der letzten beiden Wochen die Einführung des Arbeitslosengeldes II vom ersten Platz der Themenagenda verdrängt hat.
Nach den CDU-Wahlverlusten ist die Debatte um die Kanzlerkandidatur der Union neu entbrannt. 43 Prozent aller Bürger sehen in Stoiber den geeigneten Herausforderer des SPD-Kanzlers, 40 Prozent schreiben dies eher Merkel zu. Die Unions-Anhänger setzen stärker auf den Bayern als auf die CDU-Chefin (53:41 Prozent). Einem Duo Schröder/Fischer wird die Führung Deutschlands allerdings mehr zugetraut als einer konservativ-liberalen Führungsspitze.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Oktober, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 28. bis 29. September 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten bzw. von plus/minus 1,1 bis 2,5 Prozentpunkten bei der Sonntagsfrage.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%