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ARD-Deutschlandtrend
März 2005
Arbeitslosigkeit beschäftigt die Deutschen wie noch nie zuvor
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Weiterhin massive Kritik an der Bundesregierung
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Vertrauen in unionsgeführte Regierung gestiegen
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Dominierende Position der Union bei den politischen Kompetenzen
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Wechselstimmung: Mehrheit für Regierungswechsel - aber mit dem gewohnten Führungspersonal
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Wechselstimmung: Mehrheit für Regierungswechsel - aber mit dem gewohnten Führungspersonal
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Fischers Popularität sinkt auf tiefsten Stand seit sechs Jahren
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Rücktritt Fischers?
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Fischers Popularität sinkt auf tiefsten Stand seit sechs Jahren
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Direktwahl des Bundeskanzlers: Schröders Vorsprung wird kleiner
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Kanzlerkandidatur der Union: Merkel besser geeignet als Stoiber oder Wulff
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Sonntagsfrage: CDU/CSU legt zu
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Sonntagsfrage: CDU/CSU legt zu
Abbildung vergrößern »Angesichts der Rekord-Arbeitslosenzahlen erregt die Beschäftigungssituation die Aufmerksamkeit der Deutschen wie kein anderes Thema (43 Prozent). Die "Visa-Affäre" steht erst an zweiter Stelle (19 Prozent). Vor diesem Hintergrund hält die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung an. Hinzu kommen massive Kompetenzdefizite der SPD bei den Themen Arbeit, Wirtschaft und Sicherung des Wohlstands: Nicht einmal jeder Fünfte hat hier noch Vertrauen in die Lösungskompetenz der Sozialdemokraten. Dies sorgt für eine ausgeprägte Wechselstimmung in Deutschland, obwohl eine knappe Mehrheit (52 Prozent) auch von einer unionsgeführten Regierung keine bessere Politik erwartet. 60 Prozent sprechen sich für einen Regierungswechsel aus - allerdings am liebsten mit dem gewohnten Führungspersonal: Knapp die Hälfte der Deutschen hält das Führungs-Duo Schröder/Fischer (47 Prozent) für geeigneter als Merkel/Westerwelle (35 Prozent), um die Regierung nach der Bundestagswahl 2006 zu führen.
Für 53 Prozent der Wahlberechtigten verfügt Angela Merkel über die Voraussetzungen, um bei der nächsten Bundstagswahl gegen Gerhard Schröder anzutreten. Die Ministerpräsidenten Stoiber (45 Prozent) und Wulff (36 Prozent) überzeugen in dieser Frage weniger. Auch in der Unions-Anhängerschaft liegt Merkel (61 Prozent) vor den Regierungschefs aus Bayern (55 Prozent) und Niedersachsen (48 Prozent). Vollends überzeugt von den Qualitäten als Herausforderer Schröders sind die Unions-Anhänger allerdings bei keinem der drei.
Das Ansehen des Grünen-Außenministers Joschka Fischer hat im Zuge der "Visa-Affäre" stark gelitten: Derzeit sind nur noch 59 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden, 15 Punkte weniger als im Vormonat. Dies ist der niedrigste Wert für ihn seit sechs Jahren. Seinen Rang als beliebtester deutscher Politiker kann Fischer nur knapp behaupten. Aus Sicht von zwei Dritteln (68 Prozent) der Bürger rechtfertigen seine Versäumnisse jedoch nicht die Aufgabe des Ministeramtes. Lediglich ein Viertel (27 Prozent) plädiert für Fischers Rücktritt.
Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD wie in der Vorwoche auf 31 Prozent der Stimmen. Die Grünen müssen ein Minus von einem Punkt hinnehmen und erreichten 10 Prozent. Stärkste Kraft würde die CDU/CSU mit 43 Prozent (+1). Die Liberalen kämen erneut auf 6 Prozent, die PDS wiederum auf einen Wähleranteil von 5 Prozent. Mit diesem Ergebnis hätte eine schwarz-gelbe Koalition eine Mehrheit im Bundestag.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom März, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/Bericht aus Berlin und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 1. bis 2. März 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten bzw. von plus/minus 1,1 bis 2,5 Prozentpunkten bei der Sonntagsfrage.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%