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ARD-Deutschlandtrend

Dezember 2006

Nach einem Tief im September hat die Zahl der Bundesbürger, die die Verhältnisse in Deutschland zuversichtlich betrachten, zum Jahresende deutlich von 28 auf 36 Prozent zugenommen. Der gestiegene Optimismus der Bundesbürger geht einher mit dem Glauben, dass es wieder aufwärts geht. Eine Einschätzung, die zumindest die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) teilt. Als Nutznießer der konjunkturellen Entwicklung werden bislang aber vor allem Unternehmen, die öffentliche Hand (jeweils 89 Prozent) sowie die Aktionäre (87 Prozent) gesehen, weniger dagegen Arbeitnehmer (36 Prozent), Arbeitslose (27 ... mehr »

Nach einem Tief im September hat die Zahl der Bundesbürger, die die Verhältnisse in Deutschland zuversichtlich betrachten, zum Jahresende deutlich von 28 auf 36 Prozent zugenommen. Der gestiegene Optimismus der Bundesbürger geht einher mit dem Glauben, dass es wieder aufwärts geht. Eine Einschätzung, die zumindest die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) teilt. Als Nutznießer der konjunkturellen Entwicklung werden bislang aber vor allem Unternehmen, die öffentliche Hand (jeweils 89 Prozent) sowie die Aktionäre (87 Prozent) gesehen, weniger dagegen Arbeitnehmer (36 Prozent), Arbeitslose (27 Prozent) und Steuerzahler (16 Prozent). Zudem überwiegt die Angst, dass die Konjunktur mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer im nächsten Jahr wieder einbricht (61 Prozent).

Auch wenn die Bundesbürger der Nachhaltigkeit des derzeitigen Aufschwungs noch nicht trauen und der Politik letztlich auch keinen unmittelbaren Verdienst an der positiven Arbeitsmarktentwicklung zuweisen, profitiert die Bundesregierung in ihren Zustimmungswerten. Im Vergleich zum Vormonat konnte die Bundesregierung ihr Ansehen bei den Bürgern merklich verbessern. Statt 19 Prozent äußern sich nunmehr 29 Prozent zufrieden zur Arbeit der großen Koalition. Von den Kabinettsmitgliedern ist es die Bundeskanzlerin, die sich in ihren persönlichen Werten am meisten verbessern kann (+10 Punkte) und nunmehr wieder auf Rang Zwei hinter Bundesaußenminister Steinmeier liegt. Auch in der Kanzlerpräferenz der Bundesbürger legt sie zu und vergrößert den Vorsprung auf einen möglichen SPD-Herausforderer Kurt Beck von 5 auf nunmehr 11 Punkte.

Von der gebesserten Regierungsbewertung profitiert in der politischen Stimmung allein die Union. Sie könnte bei einer Bundestagswahl derzeit mit einem Stimmenanteil von 35 Prozent rechnen. Gegenüber dem Vormonat legt sie 4 Punkte zu. Die SPD hätte unverändert 31 Prozent in Aussicht. Der Zuwachs der Union geht vor allem zu Lasten der FDP. Die Liberalen verlieren 3 Punkte im Vergleich zum letzten DeutschlandTREND und kämen aktuell auf 10 Prozent. Verluste von 1 Punkt haben die Grünen hinzunehmen, mit 11 Prozent lägen sie derzeit allerdings vor der FDP. Auch die Linkspartei.PDS gibt 1 Punkt ab. Sie würde momentan 8 Prozent erzielen. Auf die sonstigen Parteien entfielen zusammen genommen 5 Prozent (+1).

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Dezember, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 4. bis 5. Dezember 1.000, für die Sonntagsfrage vom 4. bis 6. Dezember 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Erhebungszeitraum:
04.12. - 05.12.2006
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap