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ARD-Deutschlandtrend

Februar 2006

Zum Jahreswechsel verstärkten sich die Anzeichen für einen wirtschaftlichen Stimmungswechsel in der Bevölkerung. Dieses Stimmungsbild besteht auch im Februar fort. Mit 41 Prozent übersteigt der Anteil der optimistischen Erwartungen in der Bevölkerung den der pessimistischen Stimmen weiterhin deutlich, nur jeder Vierte (24 Prozent) rechnet mit einer verschlechterten Situation, jeder Dritte (33 Prozent) mit keinen großen Veränderungen.Gut zwei Monate nach dem Regierungsstart glauben 45 Prozent der Bundesbürger, dass die Unionsminister unter Kanzlerin Angela Merkel in der Koalition erfolgreicher ... mehr »

Zum Jahreswechsel verstärkten sich die Anzeichen für einen wirtschaftlichen Stimmungswechsel in der Bevölkerung. Dieses Stimmungsbild besteht auch im Februar fort. Mit 41 Prozent übersteigt der Anteil der optimistischen Erwartungen in der Bevölkerung den der pessimistischen Stimmen weiterhin deutlich, nur jeder Vierte (24 Prozent) rechnet mit einer verschlechterten Situation, jeder Dritte (33 Prozent) mit keinen großen Veränderungen.

Gut zwei Monate nach dem Regierungsstart glauben 45 Prozent der Bundesbürger, dass die Unionsminister unter Kanzlerin Angela Merkel in der Koalition erfolgreicher arbeiten als die SPD-Ressortchefs und Vizekanzler Franz Müntefering. Nur jeder Fünfte (20 Prozent) sieht im direkten Vergleich die SPD-Minister im Kabinett erfolgreicher agieren, etwa ebenso viele (18 Prozent) machen momentan keinen Unterschied zwischen den beiden Regierungsmannschaften von Union und SPD aus.

So unterschiedlich die Arbeit der beiden Koalitionäre momentan bewertet wird, bei den inhaltlichen Positionen von Union und SPD sehen die Bundesbürger in einzelnen Feldern durchaus Übereinstimmung und Schnittmengen. So machen bei der inneren Sicherheit und der Außenpolitik sechs von zehn (57 Prozent) eher ähnliche Vorstellungen in beiden Parteien aus. Demgegenüber sind die Bundesbürger mehrheitlich überzeugt von inhaltlichen Differenzen in Fragen der sozialen Gerechtigkeit (60:34 Prozent) und der Ausländerpolitik (67:26 Prozent), vor allem aber in der Atom- und Energiepolitik (74:17 Prozent).

Mit der verbesserten Gesamtstimmung im Land hat sich auch das Ansehen der Politiker grundlegend verbessert, fast alle Politiker gewinnen an Ansehen hinzu. Den weitaus größten Sympathiesprung verzeichnet Angela Merkel, die im Februar so deutlich zulegt (+13) wie kein anderer Politiker und nunmehr von 80 Prozent der Deutschen positiv bewertet wird.

Bei einem Urnengang zum jetzigen Zeitpunkt käme die CDU/CSU auf einen Stimmenanteil von 40 Prozent, die SPD auf 32 Prozent. Gegenüber der Vorwoche bleibt die Union unverändert, die SPD verliert 1 Punkt. Einbußen im gleichen Umfang müssen auch die Grünen hinnehmen (-1), sie kämen nunmehr auf 7 Prozent. Während die FDP 1 Punkt zulegt und mit 8 Prozent rechnen könnte, bleibt die Linkspartei stabil bei einem Stimmenniveau von 9 Prozent. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 4 Prozent, 1 Punkt mehr als eine Woche zuvor. Auch in dieser Konstellation bliebe es dabei, dass von Drei-Parteien-Konstellationen abgesehen lediglich eine große Koalition über eine Mehrheit verfügen würde.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Februar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 30. bis 31. Januar 1.001, für die Sonntagsfrage vom 30. Januar bis 01. Februar 1.536 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.001 Befragte
Sonntagsfrage 1.536 Befragte
Erhebungszeitraum:
30.01. - 31.01.2006 /
Sonntagsfrage: 30.01. - 01.02.2006
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap