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ARD-Deutschlandtrend
Januar 2006
Nur die Hälfte der Deutschen hält Russland für verlässlichen Geschäftspartner
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Nur die Hälfte der Deutschen hält Russland für verlässlichen Geschäftspartner
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Alternativen zum russischen Gas: Wind und Sonne bevorzugt
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Mehrheit hält Schröder für guten Vermittler
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Geteiltes Urteil über die Bundesregierung
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Viel Lob für Angela Merkel
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Außenminister Steinmeier Gewinner des Monats
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Sonntagsfrage: Union legt kräftig zu
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Sonntagsfrage: Union legt kräftig zu
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Kein wachsender bundespolitischer Einfluss der CSU
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Zukunft von Edmund Stoiber umstritten
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Pessimistische Zukunftserwartungen
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Jeder Dritte wird in den Ferien nicht verreisen
Abbildung vergrößern »Der Streit um einen höheren Erdgaspreis zwischen Russland und der Ukraine hat die Frage nach der Zuverlässigkeit Russlands als Gaslieferant für Deutschland aufgeworfen. Immerhin 39 Prozent der Bürger zweifeln an der Verlässlichkeit des russischen Geschäftspartners. Um weniger abhängig von ausländischen Energielieferanten zu sein, ist eine Diskussion über andere Energiequellen entbrannt. Die stärkere Nutzung einheimischer Kohle bzw. Atomkraft ist nur für 17 bzw. 25 Prozent eine überzeugende Alternative. Nach Ansicht einer großen Mehrheit der Bürger (81 Prozent) sollte Deutschland vor allem auf erneuerbare Energien wie Sonnenenergie und Windkraft zur Energieerzeugung setzen.
Zwei Monate nach dem Amtsantritt steht die große Koalition im Meinungsbild der Bevölkerung recht gut da: 42 Prozent zeigen sich mit der Arbeit des Kabinetts zufrieden. Die Vorgängerregierung wurde gegen Ende ihrer Amtszeit lediglich von 25 Prozent positiv beurteilt. Mit dem Reputationsgewinn der Regierung geht auch ein gestiegenes Ansehen der Bundeskanzlerin einher: 60 Prozent bescheinigen Angela Merkel eine gute Amtsführung- im Vergleich zum Dezember eine Verbesserung von 11 Punkten. Auf der Rangliste der beliebtesten Politiker wird nur der Bundespräsident besser bewertet als Merkel.
Vom vergleichsweise guten Ansehen der Bundesregierung und der gestiegenen Popularität der Bundeskanzlerin kann vor allem Merkels Partei profitieren: Wäre am nächsten Sonntag erneut Bundestagswahl, käme die Union auf 39 Prozent der Stimmen, ein kräftiges Plus von drei Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Erhebung Ende Dezember. Dieser Zugewinn geht zu Lasten der SPD, die einen Punkt verliert und jetzt auf einen Wähleranteil von 31 Prozent käme. Auch die Linkspartei.PDS gibt einen Punkt ab und würde jetzt 9 Prozent erreichen. Damit sind derzeit alle drei kleinen Parteien gleich stark, denn FDP und Bündnis90/Die Grünen kämen wie vor zwei Wochen ebenfalls auf einen Stimmenanteil von jeweils 9 Prozent.
Was die Lösung der zentralen politischen Probleme betrifft, blicken die Deutschen eher pessimistisch in die Zukunft. Deutliche Mehrheiten glauben nicht, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr zurück gehen wird und die Bundesregierung die Haushaltsprobleme in den Griff bekommt (jeweils 67 Prozent). Noch am optimistischsten wird die konjunkturelle Entwicklung eingeschätzt - hier prognostizieren immerhin vier von zehn Deutschen (41 Prozent) einen deutlichen Aufschwung. Doch auch in dieser Frage überwiegen die Skeptiker (54 Prozent).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Januar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 2. bis 3. Januar 1.000, für die Sonntagsfrage vom 2. bis 4. Januar 1.672 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.672 Befragte
Sonntagsfrage bis 04.01.2006
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,0* bis 2,4** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%