WEBSITE DURCHSUCHEN

Schnellsuche

Kartensuche

Sie haben entweder kein Javascript aktiviert oder eine veraltete Version des Adobe Flash Player's installiert.

 

Weitere bundesweite Umfragen

Weitere bundesweite Umfragen

Hier finden Sie die aktuellsten Umfragen nach der Veröffentlichung durch unsere Kunden.
mehr »

Bestellen

Bestellen

Unsere Studien zum Nachlesen
mehr »

Wer würde wen wählen ?

Wer würde wen wählen ?

Dynamisches Diagramm in Kooperation mit der BpB und der International School of Design Köln. mehr »

Studienanlage

Studienanlage

mehr »

ARD-Deutschlandtrend

Juni 2006

Der vom Bundestag in dieser Woche beschlossene Bundeswehreinsatz zur Absicherung der Wahlen im Kongo wird von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt: 59 Prozent halten die Entsendung von 780 Soldaten in das afrikanische Land für nicht sinnvoll. 37 Prozent sind anderer Meinung und befürworten den Einsatz.Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD muss einen deutlichen Sympathieverlust hinnehmen: Derzeit sind nur noch 31 Prozent mit der Arbeit der großen Koalition zufrieden, im Vormonat waren es noch 40 Prozent. Die Diskussionen der letzten Wochen haben der Regierung Merkel vor allem bei den ... mehr »

Der vom Bundestag in dieser Woche beschlossene Bundeswehreinsatz zur Absicherung der Wahlen im Kongo wird von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt: 59 Prozent halten die Entsendung von 780 Soldaten in das afrikanische Land für nicht sinnvoll. 37 Prozent sind anderer Meinung und befürworten den Einsatz.

Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD muss einen deutlichen Sympathieverlust hinnehmen: Derzeit sind nur noch 31 Prozent mit der Arbeit der großen Koalition zufrieden, im Vormonat waren es noch 40 Prozent. Die Diskussionen der letzten Wochen haben der Regierung Merkel vor allem bei den Unionsanhängern Sympathien gekostet. Knapp ein dreiviertel Jahr nach der Bundestagswahl bewegt sich die Unterstützung für Schwarz-Rot damit etwa auf dem Niveau der rot-grünen Vorgängerregierung am Ende ihrer Amtszeit. Der Sympathieverlust des Kabinetts geht einher mit teilweise deutlichen Ansehenseinbußen für die Mitglieder der beiden Regierungsparteien. Betroffen davon sind neben der Bundeskanzlerin (-9 Punkte) vor allem Finanzminister Peer Steinbrück (-12 Punkte), Arbeitsminister Müntefering (-11 Punkte) und am Ende der Rangliste Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (-5 Punkte), also die mit den anstehenden Reformen befassten Minister. Trotz des Minus führt Angela Merkel mit 63 Prozent die Liste der Parteipolitiker weiterhin an, nur Bundespräsident Horst Köhler genießt mit 78 Prozent einen größeren Zuspruch.

In der politischen Stimmung wirkt sich die gesunkene Zufriedenheit mit der Regierungsarbeit für beide Koalitionsparteien negativ aus. Wenn die Bundesbürger bereits am nächsten Sonntag erneut zur Wahlurne gerufen würden, käme die Union auf 37 Prozent der Stimmen (-2 Punkte im Vergleich zum Vormonat). Auch die SPD verliert und würde nur noch einen Stimmenanteil von 30 Prozent erreichen (-1 Punkt). Demgegenüber können FDP (10 Prozent) und Linkspartei.PDS (9 Prozent) jeweils 1 Punkt zulegen. Bündnis 90/Die Grünen könnten wie vor vier Wochen 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Bei der Fußball-WM hat sich die deutsche Mannschaft den Titelgewinn zum Ziel gesetzt. 21 Prozent der Bürger glauben, dass der Gastgeber dieses Ziel erreichen wird. Eine Mehrheit von 59 Prozent meint, dass sich die Mannschaft von Jürgen Klinsmann für eine der Zwischenrunden qualifiziert - aber spätestens im Halbfinale ausscheiden wird. Lediglich 14 Prozent sehen das DFB-Team bereits in der Vorrunde scheitern. Aus Sicht der Bevölkerung ist Brasilien Titelfavorit Nummer 1 (54 Prozent), vor Deutschland (10 Prozent), Italien und Argentinien (jeweils 4 Prozent). Jürgen Klinsmann kann sich über großen Rückhalt in der Bevölkerung freuen: 68 Prozent halten ihn für einen guten Bundestrainer, nur 16 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Im Zuge der Diskussion um die Sicherheit bei öffentlichen Fußballübertragungen haben die Behörden versichert, dass alles Notwendige dafür getan wird - drei Viertel (73 Prozent) der Bürger sind davon ebenfalls überzeugt. Die Akzeptanz von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ist indes sehr groß: 91 Prozent würden eine Beschränkung des Alkoholkonsums, 84 Prozent stärkere Zugangskontrollen auf öffentlichen Plätzen akzeptieren.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Juni, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 29. bis 30. Mai 1.000, für die Sonntagsfrage vom 29. bis 31. Mai 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Erhebungszeitraum:
29.05. - 30.05.2006
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap