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ARD-Deutschlandtrend
August 2007
Wachsende Kritik am militärischen Engagement in Afghanistan
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Richtiges Verhalten der Regierung bei Geiselnahmen kontrovers beurteilt
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Wachsende Unterstützung für Atomausstieg
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Mehrheit gegen Privatisierung der Bahn
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Folgen der Bahnprivatisierung
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Große Koalition: Gemischte Halbzeitbilanz
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Große Koalition: Gemischte Halbzeitbilanz
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Zufriedenheit mit Kabinettsmitgliedern: Merkel und Steinmeier am beliebtesten, Schmidt am unpopulärsten
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Große Koalition bekommt eine "3 minus"
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Sonntagsfrage: Koalitionsparteien stabil
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Sonntagsfrage: Koalitionsparteien stabil
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Merkels Kanzlerschaft besser bewertet als Schröders
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Nur noch jeder Zweite hält Verhältnisse in Deutschland für ungerecht
Abbildung vergrößern »Im Herbst entscheidet der Deutsche Bundestag über die Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan. Zwei Drittel der Bürger (64 Prozent), sprechen sich für einen möglichst schnellen Rückzug der deutschen Soldaten aus. Die Entführung deutscher Ingenieure in Afghanistan wirft die Frage nach dem Verhalten der Bundesregierung bei Geiselnahmen auf. Nach Meinung der einen Hälfte der Deutschen (49 Prozent) sollte grundsätzlich nicht auf die Forderungen von Geiselnehmern eingegangen werden, die andere Hälfte (46 Prozent) plädiert jedoch dafür, in Einzelfällen Lösegeld zu bezahlen.
Nach den Störfällen in deutschen Atomkraftwerken wird weiter über die Zukunft der Kernenergie diskutiert. In der Bevölkerung nimmt der Anteil der Befürworter des Atomausstiegs immer mehr zu: Derzeit bejahen 58 Prozent den mittelfristigen Ausstieg, während 38 Prozent die Kernenergie weiter nutzen möchten.
Der von der Bundesregierung geplante Börsengang der Deutschen Bahn wird von einer knappen Mehrheit der Bevölkerung (54 Prozent) abgelehnt. Als Folge einer Bahn-Privatisierung erwarten die Bürger vor allem eine Verschlechterung des Nahverkehrsangebots (55 Prozent). Beim Fernverkehr rechnen 50 Prozent mit Verbesserungen des Angebots.
Die Halbzeitbilanz der Großen Koalition fällt gemischt aus. Nach knapp zwei Jahren ziehen die Bürger in der Außen-, Wirtschafts-, Klima- und Familienpolitik ein positives Fazit. In vielen anderen Bereichen fällt die Bilanz überwiegend kritisch aus. Mehr als zwei Drittel sind der Auffassung, dass es in Deutschland unter Schwarz-Rot weder gerechter zugeht noch die Interessen der Arbeitnehmer besonders berücksichtigt werden. Besonders enttäuscht die Große Koalition mit ihren Reformanstrengungen bei den Sozialsystemen: Drei Viertel sehen weder die Zukunftsfähigkeit des Gesundheits- noch des Rentensystems gesichert. Nur jeder fünfte Deutsche ist der Meinung, dass die Große Koalition bisher dafür gesorgt hat, dass es ihm bzw. ihr besser geht.
Die politische Stimmung ist derzeit weitgehend stabil. Die beiden Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD kämen wie im Vormonat auf 38 bzw. 28 Prozent der Stimmen. Die Linkspartei kann ihren Wähleranteil von 11 Prozent konstant halten. Ein leichtes Minus muss die FDP hinnehmen, die nur noch auf 9 Prozent (-1) käme. Demgegenüber können die Grünen ein leichtes Plus verbuchen und liegen mit einem Stimmenanteil von 11 Prozent (+1) gleichauf mit der Linken.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom August, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 30. bis 31. Juli 1.000, für die Sonntagsfrage vom 30. Juli bis 1. August 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 30.07. - 01.08.2007
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%