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ARD-Deutschlandtrend
Juni 2007
G8-Gipfel: Nicht allzu hohe Erwartungen
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G8-Partner: Misstrauen gegenüber Großmächten
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Sicherheitsaufwand zum G8-Gipfel umstritten
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Wahrgenommene Gerechtigkeitslücke in Deutschland wird kleiner
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Rückhalt der Bundesregierung auf Jahreshoch
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Merkel und Steinmeier weiter beliebteste Politiker
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Aussichtsreichster SPD-Kanzlerkandidat: kein klarer Favorit
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Sonntagsfrage: wenig Änderung der politischen Kräfteverhältnisse
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Sonntagsfrage: wenig Änderung der politischen Kräfteverhältnisse
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54 Prozent fordern schnellen Rückzug aus Afghanistan
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Zu viele Bundeswehreinsätze?
Abbildung vergrößern »Die Erwartungen der Bundesbürger in den G8-Gipfel sind nicht allzu hoch. Eine deutliche Mehrheit rechnet weder mit nennenswerten Fortschritten im Kampf für eine gerechtere Welt (75 Prozent), noch mit einem überzeugenden klimapolitischen Signal (68 Prozent). Beeinträchtigt sind die G8-Erwartungen nicht zuletzt auch von erheblicher Skepsis gegenüber den beiden teilnehmenden Großmächten Amerika und Russland, sie betrachtet eine wachsende Zahl der Bundesbürger nicht als vertrauensvolle Partner Deutschlands. Die im Vorfeld der G8-Konferenz die Schlagzeilen bestimmenden Sicherheitsvorkehrungen treffen bei den Bundesbürgern auf ein geteiltes Echo. 45 Prozent halten sie für übertrieben, etwa ebenso viele (43 Prozent) für angemessen, jeder zehnte Bundesbürger hätte sogar umfassendere Sicherheitsmaßnahmen akzeptiert.
Unter dem Eindruck optimistischer Wachstumsprognosen und einer positiven Arbeitsmarktentwicklung hat sich der Blick der Bundesbürger auf die hiesigen Verhältnisse erkennbar verändert. Nach 30 Prozent im April vertreten derzeit 44 Prozent die Meinung, in Deutschland ginge es alles in allem gerecht zu. Die gute wirtschaftliche Stimmung im Land liefert auch der großen Koalition in Berlin langsam Rückenwind. Die Zahl der zufriedenen Bundesbürger ist binnen eines Monats von 35 Prozent auf 38 Prozent gestiegen - der beste Wert für Schwarz-Rot seit einem Jahr. Die Sympathieträger der großen Koalition sind auch im Juni CDU-Bundeskanzlerin Merkel und SPD-Außenminister Steinmeier. Mit Merkel sind aktuell 69 Prozent, mit Steinmeier 64 Prozent der Bundesbürger zufrieden.
So sehr der Rückhalt für die große Koalition in der Bevölkerung binnen eines Monats gewachsen ist, die politischen Stimmung bleibt hiervon weitgehend unberührt. Wie im Vormonat kommt die Union auf einen Stimmenanteil von 37 Prozent, die SPD kann ebenfalls unverändert mit 31 Prozent rechnen. Die Grünen behaupten sich mit stabil 11 Prozent als drittstärkste Kraft. Die Liberalen büßen einen Punkt ein und liegen mit 9 Prozent nun gleichauf mit der Linkspartei.PDS, die einen Punkt zulegen kann.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Juni, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 04. -05. Juni 1.000, für die Sonntagsfrage vom 04. bis 06. Juni 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 04.06. - 06.06.2007
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%