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ARD-Deutschlandtrend
Februar 2008
Mehrheit sieht Gerechtigkeitslücke
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Arbeitsmarkt und Beschäftigungsverhältnisse überwiegend nüchtern bewertet
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Bewertung der Bundesregierung weiterhin unverändert
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Geschlossenheit der politischen Parteien
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Politikerzufriedenheit: Steinmeier und Merkel gemeinsam vorn
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Sonntagsfrage: leichte Verschiebung zugunsten der Linken
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Sonntagsfrage: leichte Verschiebung zugunsten der Linken
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Kanzlerpräferenz: Merkel weiterhin klar vor Steinmeier und Beck
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Kanzlerpräferenz: Merkel weiterhin klar vor Steinmeier und Beck
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Linkspartei: Problembenenner, kein Problemlöser
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Bundesbürger für Andrea Ypsilanti als hessische Ministerpräsidentin
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Weiterhin Mehrheit für Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
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Weiterhin Mehrheit für Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
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Weiterhin Mehrheit für Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
Abbildung vergrößern »Der Eindruck ungerechter sozialer Verhältnisse hat sich zu Jahresbeginn verstärkt. Die Wahrnehmung einer Gerechtigkeitslücke geht dabei einher mit einer nüchternen Sicht auf die bestehenden Arbeitsmarktverhältnisse. Die stagnierenden Reallöhne der letzten Jahre finden ihren Niederschlag in der Forderung nach einer deutlichen Anhebung der Gehälter. Gleichzeitig macht sich ein Drittel der Erwerbstätigen Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Zwei Drittel von ihnen bezweifeln zudem, dass die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz leichter geworden sei.
Binnen Monatsfrist hat sich der Rückhalt der Bundesregierung kaum verändert. Wie im Januar erklären vier von zehn Bundesbürgern, sie seien mit der Arbeit des Kabinetts zufrieden. Anders als bei den kleinen Parteien lässt die innere Geschlossenheit bei den beiden Koalitionsparteien nach Meinung der Bundesbürger deutlich zu wünschen übrig: Die SPD wie die Union gelten jeweils aktuell in entscheidenden politischen Punkten als innerparteilich zerstritten. Ungeachtet von Verlusten führen im Februar weiterhin Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier die Sympathieliste der Bundespolitiker an, wobei der SPD-Politiker im Urteil der Bundesbürger erstmals seit 2006 über einen leichten Vorteil gegenüber der CDU-Vorsitzenden verfügt. Dennoch ziehen die Bundesbürger die amtierende Kanzlerin einem Kanzler Steinmeier eindeutig vor, ebenso einem Kanzler Beck.
Die frisch in die Landesparlamente von Hessen und Niedersachsen eingezogene Linkspartei wirkt auf große Teile der Bundesbürger nicht mehr abschreckend: Eine Mehrheit betrachtet sie als eine normale Partei. Jeder zweite Bundesbürger gibt an, mit einzelnen Positionen der Linken überein zu stimmen. Eine parlamentarische Vertretung in weiteren westdeutschen Ländern fänden zwar nur 39 Prozent gut, allerdings ist die Akzeptanz für den Einzug der Linken in westdeutsche Parlamente gestiegen.
In der aktuellen Stimmung ergeben sich kurzfristig moderate Bewegungen zugunsten der Linken. Die Union gibt gegenüber Januar leicht ab (-1) und hätte bei einem aktuellen Urnengang einen Stimmenanteil von 38 Prozent in Aussicht, die Sozialdemokraten bleiben unverändert bei 30 Prozent, Grüne und Liberale bei 9 Prozent. Nach leichtem Zugewinn (+2) könnte derzeit die Linke mit 11 Prozent rechnen.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Februar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 4. bis 5. Februar 1.000, für die Sonntagsfrage vom 4. bis 6. Februar 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 04.02. - 06.02.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%