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ARD-Deutschlandtrend
Juli 2008
Viel Pessimismus beim Blick auf die eigene wirtschaftliche Zukunft
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Steigende Preise machen den Deutschen Angst
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Deutsche sparen vor allem beim Autofahren und bei Lebensmitteln
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Deutsche sparen vor allem beim Autofahren und bei Lebensmitteln
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Nur noch knappe Mehrheit befürwortet den Atomausstieg
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Nur noch knappe Mehrheit befürwortet den Atomausstieg
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Unverändert starke Kritik an der Bundesregierung
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Politikerzufriedenheit: fast durchweg Ansehensverluste
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Politikerzufriedenheit: fast durchweg Ansehensverluste
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Weiterhin deutliche Mehrheit für Angela Merkel als Kanzlerin
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Profilvergleich: Steinmeier deutlich profilierter als Beck
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Profilvergleich: Steinmeier deutlich profilierter als Beck
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Sonntagsfrage: Union und SPD legen leicht zu
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Sonntagsfrage: Union und SPD legen leicht zu
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Weiterhin fehlende soziale Gerechtigkeit beklagt
Abbildung vergrößern »Die Preisentwicklung in den letzten Monaten sorgt für Verunsicherung in der Bevölkerung und macht 85 Prozent sogar Angst. Eine Mehrheit von 62 Prozent hat Sorge, dass das Geld künftig nicht mehr ausreicht und schon zum aktuellen Zeitpunkt sieht jeder Zweite (49 Prozent) keine weiteren Sparpotenziale mehr. Jedoch ist immerhin ein Viertel der Bundesbürger (23 Prozent) in der komfortablen Situation, nach eigener Aussage über so viel Geld zu verfügen, dass keine Einschränkungen notwendig sind. In einem Punkt sind sich indes acht von zehn Bürgern (79 Prozent) einig: Die politischen Parteien kümmern sich viel zu wenig um dieses Problem. Zwei Drittel der Deutschen haben bereits Einsparungen vorgenommen, vor allem beim Autofahren, sowie bei Lebensmitteln, Strom und Kleidung.
In der Diskussion um längere Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke findet der 2002 beschlossene Atomausstieg nur noch bei einer knappen Mehrheit (51 Prozent) Unterstützung, sieben Punkte weniger als im Dezember. Die Befürworter des Ausstiegs lassen sich zwar nicht von niedrigeren Strompreisen, jedoch von einer deutlichen Verringerung klimaschädlicher Gase durch den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken mehrheitlich umstimmen.
Die sehr kritische Beurteilung der schwarz-roten Bundesregierung hält weiterhin an. In diesem Monat werden darüber hinaus auch die Politiker skeptischer beurteilt als noch im Juni. Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Angela Merkel, mit deren Arbeit 67 bzw. 66 Prozent zufrieden sind, stehen erneut an der Spitze, SPD-Chef Kurt Beck am Ende der Rangliste (18 Prozent). Im direkten Profilvergleich Becks mit Steinmeier muss sich der Parteivorsitzende in vielen Bereichen geschlagen geben: Der Außenminister gilt in der Wahlbevölkerung als der bessere Repräsentant Deutschlands in der Welt, als sympathischer, glaubwürdiger, erfahrener, als kompetenter in Wirtschaftsfragen und sogar als derjenige mit dem größeren Rückhalt in der SPD im Vergleich zu Beck. Der Pfälzer ist hingegen aus Sicht der Bürger "näher an den Menschen" als Steinmeier und derjenige, der sich mehr für die kleinen Leute einsetzt. In der Summe glauben mit Blick auf die Bundestagswahl im nächsten Jahr 69 Prozent der Bundesbürger, dass Steinmeier die besseren Chancen als Herausforderer der amtierenden Bundeskanzlerin hat. Nur 10 Prozent meinen, mit Kurt Beck sei die Wahl eher zu gewinnen.
Die politische Stimmung zeigt eine leichte Erholung für die beiden Regierungsparteien: Derzeit käme die Union auf 36 Prozent (+2 binnen Monatsfrist), die SPD auf 25 Prozent (+1). Die Linke (13 Prozent, -1) liegt knapp vor der FDP (12 Prozent, -1) und den Grünen (11 Prozent, -1).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Juli, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 30. Juni bis 1. Juli 1.000, für die Sonntagsfrage vom 30. Juni bis 2. Juli 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 30.06. - 02.07.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%