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ARD-DeutschlandTREND
Mai 2009
Finanz- und Wirtschaftskrise: Vier von zehn sehen sich bereits betroffen
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Vier von zehn Bundesbürgern geben an, als Folge der Wirtschaftskrise weniger Geld zur Verfügung zu haben
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Zwei Drittel der Ansicht, die Bundesregierung habe keine klare Linie im Umgang mit der Krise
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Große Mehrheit gegen ein Konjunkturpaket III
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Gesetz zur Verhinderung von Rentenkürzungen findet Mehrheit
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Leichtes Plus bei der Zufriedenheit mit der Bundesregierung
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Sonntagsfrage Bundestagswahl: SPD mit leichtem Plus, FDP und Linke mit leichtem Minus
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Sonntagsfrage Bundestagswahl im Ost-West-Vergleich
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Bundestagswahl: Teilnahmeabsicht weitgehend unverändert
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Sicherheit der Wahlentscheidung im Zeitverlauf
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Sicherheit der Wahlentscheidung nach Parteianhängerschaft
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Deutliche Mehrheiten der Unions- und der FDP-Wähler votieren für eine CDU/CSU-Führungsrolle
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Koalitionsbewertungen: Größtes Vertrauen in eine Koalition aus Union und FDP
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Zusammenarbeit mit der Linken: Glaubwürdigkeit der SPD gewachsen
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Politikerzufriedenheit: Angela Merkel führt Liste der beliebtesten Politiker wieder an
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Köhler mit großem Popularitätsvorsprung vor Schwan
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Kanzler-Direktwahl: Merkel unverändert deutlich vor Steinmeier
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Kanzler-Direktwahl im Zeitverlauf: Merkel unverändert deutlich vor Steinmeier
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Sonntagsfrage Europawahl: SPD verbessert sich im Vergleich zur Wahl 2004, Union mit Einbußen
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Gerechtigkeitslücke besteht weiter fort
Abbildung vergrößern »Die Deutschen sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise ihr volles Ausmaß noch nicht erreicht hat: Auch im Mai fürchten drei Viertel der Bundesbürger (76 Prozent), dass der schlimmste Teil der Krise erst noch bevorsteht. Entsprechend groß fallen die Ängste aus: 57 Prozent (+3) machen sich aktuell Sorgen um ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft – der höchste Wert seit Beginn der Krise. In den Betrieben ist zudem die Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes wieder angewachsen. In dieser kritischen Situation verhallt die Forderung nach vermehrtem Konsum weitgehend ungehört: Nur 36 Prozent beziehen die Position, dass man, solange man noch Geld hat, es auch ausgeben sollte. Für einen wachsenden Teil der Deutschen sind die Krise und mit ihr verbundene Einschränkungen ohnehin längst Alltag: Vier von zehn Bundesbürgern geben an, als Folge der Wirtschaftskrise weniger Geld zur Verfügung zu haben. Ebenso viele (38 Prozent; +6) zählen sich persönlich bereits zu den unmittelbar Betroffenen der Krise. Die Forderung nach einem Konjunkturpaket III wird nur von 12 Prozent der Bürger unterstützt. Eine große Mehrheit (83 Prozent) will zunächst die Wirkung der bereits beschlossenen Maßnahmen abwarten und ist damit auf einer Linie mit der Bundesregierung. Auch bei der geplanten Verhinderung von Rentenkürzungen als Folge der Wirtschaftskrise findet die Regierungsposition mehrheitlich Zustimmung (68 Prozent). Lediglich 28 Prozent meinen, dass die Renten bei zurückgehenden Löhnen ebenfalls sinken sollten.
Vor diesem Hintergrund steigt die Zufriedenheit mit der Bundesregierung auf 40 Prozent, ein Plus von 4 Punkten. Auch die Spitzenkandidaten von Union und SPD können ihre Beliebtheit steigern, wobei sich Angela Merkel mit einer Zustimmungsrate von 69 Prozent knapp vor Frank-Walter Steinmeier (68 Prozent) auf dem ersten Rang platziert. In der hypothetischen Kanzler-Direktwahl liegt die Amtsinhaberin unverändert deutlich vor ihrem Herausforderer.
Die bundespolitische Stimmung ist relativ stabil: Die Union könnte erneut einen Wähleranteil von 34 Prozent für sich verbuchen. Die SPD käme dank eines leichten Zugewinns auf 27 Prozent (+1). FDP und Linke müssten jeweils ein leichtes Minus ver-kraften und kämen auf 14 bzw. 10 Prozent (-1), die Grünen weiterhin auf 11 Prozent.
Für die nächste Legislaturperiode bevorzugen 44 Prozent eine Unions-geführte Bundesregierung, 33 Prozent ein Kabinett unter SPD-Führung. Eine schwarz-gelbe Koalition findet das größte Vertrauen: 46 Prozent halten dies für ein Bündnis mit positiver Wirkung für das Land. Der Fortsetzung der Großen Koalition schreiben dies 37 Prozent zu. Dreier-Bündnisse unter Einschluss der Grünen und der FDP sind weniger populär, egal unter welcher Führung. Lediglich jeder Sechste hält eine rot-rot-grüne Koalition für eine gute Lösung. Eine knappe Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) glaubt indes, dass die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der Linken durch die SPD auch nach dem Urnengang am 27. September Bestand haben wird.
Auch mit Blick auf die Europawahl ist die Union derzeit stärkste Kraft (37 Prozent). Gleichwohl müsste die CDU/CSU damit einen deutlichen Verlust gegenüber 2004 hinnehmen. Deutliche Stimmengewinne könnten hingegen die SPD (28 Prozent) und die FDP (10 Prozent) verzeichnen. Auch die Linke (8 Prozent) würde ihr 2004er-Ergebnis verbessern, während die Grünen (12 Prozent) ihren Anteil lediglich halten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 4.-6. Mai 2009
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%