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ARD-DeutschlandTREND
November 2009
Schweinegrippe: Mehrheit weiterhin impfmüde
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Entwicklung der Konjunktur: Optimismus überwiegt
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Mehrheit traut Schwarz-Gelb das Überwinden der Wirtschaftskrise zu
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Zustimmung für bildungs- und familienpolitische Vorhaben, Ablehnung längerer AKW-Laufzeiten und kürzerer Wehrpflicht
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Koalitionsvertrag: Bürger sehen deutliche FDP-Handschrift
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Ausrichtung der Wirtschaftspolitik spaltet die Bevölkerung
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Fast durchweg Zustimmung zum neuen Bundeskabinett
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Politikerzufriedenheit (Fortsetzung)
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20 Jahre Mauerfall: Mehrheit der Ostdeutschen sieht sich als Gewinner der Einheit
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Bewertung der Vor- und Nachteile der Wende
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Bewertung der Wirtschaft vor 89 und heute
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Bewertung der Gerechtigkiet vor 89 und heute
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20 Jahre Mauerfall: Nur jeder zweite Ostdeutsche sieht DDR als „Unrechtsstaat“
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Sonntagsfrage: Union mit leichtem Plus, SPD mit leichtem Minus
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Sonntagsfrage im West-Ost-Vergleich
Abbildung vergrößern »Trotz steigender Ansteckungszahlen durch die Schweinegrippe ist die Bereitschaft der Bevölkerung für eine Impfung recht begrenzt: Lediglich 14 Prozent erklären, sie werden sich auf jeden Fall der Prozedur unterziehen und weitere 20 Prozent wollen das wahrscheinlich – kaum mehr als Mitte Oktober.
Dass die deutsche Wirtschaft bereits auf Erholungskurs ist, glauben 44 Prozent: Sie erwarten, dass die wirtschaftliche Lage des Landes in einem Jahr besser sein wird. Auch wenn zwei Drittel (65 Prozent) bisher nicht von der Wirtschaftskrise betroffen sind, macht sich weiterhin eine Mehrheit Sorgen, dass die der Zenit der Krise noch nicht erreicht ist (56 Prozent) und befürchtet Auswirkungen auf die eigene wirtschaftliche Situation (55 Prozent). Die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik spaltet die Bevölkerung: 50 Prozent plädieren für einen Sparkurs, 45 Prozent für die Senkung von Steuern und Abgaben. Das Vertrauen in die neue Bundesregierung bei der Bewältigung der Krise ist hoch (58 Prozent).
Eine Reihe der im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP beschriebenen Vorhaben finden bei einem Großteil der Bürger positive Resonanz. Die gilt vor allem für die Steigerung der Bildungsausgaben (90 Prozent), die Erhöhung von Kindergeld- und freibetrag (77 Prozent) sowie das größere Schonvermögen für Hartz IV-Empfänger (75 Prozent). Auch einen stärkeren Wettbewerb zwischen den Krankenkassen (55 Prozent) sowie eine Einkommensteuerreform mit einer Entlastung von 24 Milliarden Euro (54 Prozent) hält eine Mehrheit für den richtigen Weg. Die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke (52 Prozent) sowie die Verkürzung der Wehrpflicht (59 Prozent) halten die Bürger jedoch mehrheitlich für falsch. 39 Prozent der Wahlberechtigten sind der Meinung, dass sich die CDU in den Koalitionsverhandlungen am meisten durchgesetzt hat, beachtliche 37 Prozent schreiben dies der FDP zu, nur 4 Prozent der CSU. Die Besetzung der Ministerposten wird insgesamt recht positiv bewertet. Die größte Zustimmung erhält Familienministerin Ursula von der Leyen, die 76 Prozent für eine gute Besetzung halten. Als einzigem Kabinettsmitglied überwiegt bei Außenminister Guido Westerwelle leicht die Skepsis: 42 halten ihn für eine gute, 44 Prozent für eine schlechte Besetzung als Chefdiplomaten der Bundesrepublik.
20 Jahre nach dem Mauerfall sieht sich eine Mehrheit der Ostdeutschen (56 Prozent) als Gewinner der Einheit. Auch wenn aus Sicht der Bürger in den neuen Ländern die Vorteile bei der Entwicklung seit der Wende überwiegen (58 Prozent), kritisieren sie, dass die Gesellschaft insgesamt ungerechter geworden ist (64 Prozent). Nur jeder zweite Ostdeutsche sieht die DDR rückblickend als Unrechtsstaat (51 Prozent).
Eine Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt würde folgendes Ergebnis bringen: Die Union könnte aktuell mit 35 Prozent rechnen, ein Plus von 1 Punkt im Vergleich zum Oktober-DeutschlandTREND. Die SPD käme auf 22 Prozent (-1) der Stimmen. Die FDP würde 14 Prozent (+/-0), die Linke (-1) und die Grünen (+1) jeweils 12 Prozent erzielen.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom November, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sechs Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 02. bis 04. November 1.000, für die Sonntagsfrage 1.750 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.750 Befragte
Sonntagsfrage: 2.-4. November 2009
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%