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ARD-DeutschlandTREND

Oktober 2009

Eine schwarz-gelbe Regierung, über deren Bildung derzeit verhandelt wird, weckt insbesondere in Wirtschaftsfragen das Vertrauen der Bundesbürger. Für sieben von zehn ist Schwarz-Gelb die richtige Regierung, um für neues Wirtschaftswachstum zu sorgen. Aber auch außerhalb der Wirtschaftspolitik punktet Schwarz-Gelb. Sechs von zehn betrachten ein bürgerliches Bündnis als richtige Regierung zur Schaffung von mehr Bildungsgerechtigkeit. Mehr als die Hälfte traut Schwarz-Gelb zudem zu, für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung zu sorgen. mehr »

Eine schwarz-gelbe Regierung, über deren Bildung derzeit verhandelt wird, weckt insbesondere in Wirtschaftsfragen das Vertrauen der Bundesbürger. Für sieben von zehn ist Schwarz-Gelb die richtige Regierung, um für neues Wirtschaftswachstum zu sorgen. Aber auch außerhalb der Wirtschaftspolitik punktet Schwarz-Gelb. Sechs von zehn betrachten ein bürgerliches Bündnis als richtige Regierung zur Schaffung von mehr Bildungsgerechtigkeit. Mehr als die Hälfte traut Schwarz-Gelb zudem zu, für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung zu sorgen. Wenn es darum geht, für soziale Gerechtigkeit, angemessene Löhne und eine bessere Integration von Einwanderern zu sorgen, überwiegen dagegen Zweifel. Ungeachtet der Skepsis in Fragen der sozialen Gerechtigkeit geht das Gros der Bundesbürger unter Schwarz-Gelb nicht von einer anbrechenden sozialpolitischen Eiszeit aus: Nur jeder Fünfte glaubt, dass es mit dem Regierungswechsel künftig ungerechter zugehen wird.

 

Die populären Unions-Minister aus der großen Koalition, Karl-Theodor zu Guttenberg und Ursula von der Leyen sind auch die Favoriten der Deutschen für das nächste Kabinett. Drei Viertel der Bundesbürger wünschen sich den bisherigen Wirtschaftsminister als Minister in eine schwarz-gelbe Regierung, sieben von zehn Ursula von der Leyen. Von den FDP-Politikern erhält Guido Westerwelle den mit Abstand größten Zuspruch. Ihn wünschen sich zwei Drittel der Bundesbürger in ein Ministeramt.

 

Nach der Wahlniederlage finden Vorschläge zur Korrekturen bei der SPD-Programmatik bei den Bundesbürgern große Unterstützung: Drei Viertel halten Forderungen an die SPD, unter die Hartz-IV-Politik einen Schlussstrich zu ziehen, für richtig, ebenso viele unterstützen den Vorschlag, die Rente ab 67 wieder abzuschaffen. Eine koalitionspolitische Neuorientierung der SPD im Bund in Richtung Linkspartei sehen die Deutschen dagegen eher skeptisch. Sechs von zehn halten eine solche für falsch.

 

Der Berliner Politikbetrieb hat nach der Wahl die politische Stimmung nicht wesentlich verändert. Eine Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt würde den Ausgang vom 27. September weitgehend bestätigen: Die Union könnte aktuell mit 34 Prozent rechnen, die SPD mit 23 Prozent. Die FDP käme auf 14 Prozent, die Linkspartei auf 13 Prozent. Die Grünen würden aktuell 11 Prozent erzielen.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Erhebungszeitraum:
05.10.- 07.10.2009
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap