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ARD-DeutschlandTREND extra II
September 2009
Sonntagsfrage
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Sonntagsfrage im Ost-West-Vergleich
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Sonntagsfrage im Zeitverlauf
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Sicherheit der Wahlentscheidung
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Sicherheit der Wahlentscheidung im Zeitverlauf
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Sicherheit der Wahlentscheidung nach Parteianhängerschaft
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Politikerzufriedenheit
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Politikerzufriedenheit (Merkel, Steinmeier) im Zeitverlauf
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Kanzler-Direktwahl
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Kanzler-Direktwahl nach Parteianhängerschaft
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Kanzler-Direktwahl im Zeitverlauf
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Kanzler-Direktwahl: Vergleich CDU/ CSU-, SPD-Anhänger im Zeitverlauf
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Zeit für Regierungswechsel? nach Parteianhängerschaft
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Koalitionsbewertungen
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Regierungsbeteiligung der FDP
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Regierungsbeteiligung nach Parteianhängerschaft
Abbildung vergrößern »Frank-Walter Steinmeier hat seine Chance beim TV-Duell am vergangenen Sonntag genutzt und gewinnt verloren gegangene Sympathie wieder zurück. Bei der Frage nach der Direktwahl des Kanzlers liegt Angela Merkel zwar immer noch mit 53 Prozent zu 30 Prozent weiterhin klar in Front, gegenüber der Vorwoche verringerte Steinmeier aber seinen Rückstand von 32 auf 23 Punkte.
Beflügelt von dem guten Auftritt des Kandidaten legt die SPD ebenfalls leicht zu (+ 3), liegt aber mit 25 Prozent nach wie vor deutlich hinter der Union zurück, die wie in der Vorwoche mit 35 Prozent der Stimmen rechnen könnte. Auch die FDP bleibt stabil bei 14 Prozent. Linkspartei und Grüne verlieren leicht. Für die Linke würden sich 11 Prozent (- 1), für die Grünen 10 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden. Auf die übrigen antretenden Parteien entfielen 4 Prozent der Stimmen. Damit läge die Schwelle für die Mehrheit der Stimmen bei 48 Prozent, die CDU/CSU und FDP für ein schwarz-gelbes Bündnis weiterhin knapp übertreffen (49 Prozent). Rein rechnerisch möglich wären auch die Große Koalition (61 Prozent) und die Ampelkoalition (49 Prozent). Union und FDP können nicht zuletzt deshalb berechtigte Hoffnungen auf die von beiden angestrebte Regierungsübernahme machen, da die Union bei einem solchen Ergebnis eine ganze Reihe von Überhangmandaten erringen dürfte. Eine Koalition aus CDU/CSU und FDP fände auch nach wie vor den größten Rückhalt in der Wahlbevölkerung (48 Prozent würden dies gut finden), wenn auch zuletzt vor allem die Große Koalition an Zustimmung gewann (45 Prozent, + 8).
Diese Angaben geben die aktuelle Stimmung 10 Tage vor der Bundestagswahl wieder. Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Verhalten, sie gibt also einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wählerinnen und Wähler wieder, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen sein wird. Diese Einschränkung ist schon deshalb notwendig, weil rund 25 Prozent der Wahlberechtigten auf die Sonntagsfrage keine Partei ihrer Wahl benennen konnten. Von denjenigen, die auf die Sonntagsfrage eine präferierte Partei nannten, geben zudem nur rund sechs von zehn an, ihre Entscheidung stünde bereits fest. Damit bestätigt sich der Trend, dass immer mehr Wähler ihre Wahlentscheidung kurzfristig vor der Wahl treffen. Insgesamt ist der Anteil der Unentschiedenen bzw. noch nicht Entschlossenen deutlich höher als vor vier Jahren. Anders als damals verteilt sich die Unsicherheit allerdings relativ gleichmäßig über die Parteien. Gestiegen ist auch die Neigung zum Stimmensplitting, wobei insbesondere die Wähler von FDP und Union beabsichtigen, Erst- und Zweitstimme nach dem bekannten Muster zu verteilen: Zweitstimme der FDP und Erststimme für CDU bzw. CSU.
1.252 Befragte Sonntagsfrage, Sicherheit der Wahlentscheidung, Direktwahl, Koalitionsbewertung
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%