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ARD-DeutschlandTREND
Juli 2010
Großes Vertrauen in neu gewählten Bundespräsidenten
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Erwartung an die Präsidentschaft Wulffs
Deutliche Kritik an den Begleitumständen der Präsidentenwahl
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Aussagen über Christian Wulff
Regierungszufriedenheit: Negativtrend ausgesetzt
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Politikerzufriedenheit: Merkels Ansehen verharrt im Fünfjahres-Tief
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Parteikompetenzen: nach FDP nun auch Union mit Vertrauenseinbußen
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Parteikompetenzen II
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Sonntagsfrage: Union und SPD mit Zugewinnen zur Monatsmitte
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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland
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Kritischere Bewertung der Demokratiepraxis bei unverändert hohem Demokratievertrauen
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Bewertung der Demokratie als Regierungsform
Zukunft: vier von zehn rechnen mit Wohlstandseinbußen
Abbildung vergrößern »Ungeachtet der Kritik an seiner Nominierung sowie des nötig gewordenen dritten Wahlgangs ist einen Tag nach der Wahl mehr als die Hälfte der Bundesbürger davon überzeugt, dass mit Christian Wulff der richtige Kandidat zum Bundespräsidenten bestimmt wurde. Der frisch gewählte zehnte Bundespräsident erhält zugleich einen großen Vertrauensvorschuss: Sieben von zehn Bundesbürgern sind überzeugt, dass Christian Wulff ein guter Amtsinhaber sein wird.
Der insgesamt positiven Beurteilung des Ausgangs der Wahl steht der kritische Blick auf deren Begleitumstände gegenüber: Mit Blick auf die Kandidatenaufstellung ist mehr als die Hälfte der Bundesbürger darüber enttäuscht, wie im Vorfeld die Nominierung der Politiker zustande gekommen ist. Für zwei Drittel stellt die Notwendigkeit von drei Wahlgängen eine persönliche Blamage für Angela Merkel dar. Für acht von zehn bildet sie den Beweis, dass die Kanzlerin ihre Koalition nicht mehr im Griff hat. Vor diesem Hintergrund überwiegen bei 61 Prozent die Zweifel, dass Schwarz-Gelb der angekündigte Neustart gelingen wird.
Wie nötig nach wie vor ein gelungener Neustart für das Regierungsbündnis jedoch wäre, zeigt die aktuelle Bewertung ihrer Arbeit. Derzeit stellen 19 Prozent der Deutschen dem Kabinett in Berlin ein positives Zeugnis aus – der zweitniedrigste Wert seit Antritt der schwarz-gelben Koalition im vergangenen Herbst. Der Negativtrend der letzten Monate scheint erstmal gestoppt. Nach wie vor überwiegen jedoch auch in den Reihen der Koalitionsparteien die negativen Urteile. Wie ihr Kabinett verharrt auch die Kanzlerin im Ansehenstief. Angela Merkel legt im Urteil der Bundesbürger zwar zu. Die aktuell erreichte Zustimmung von 43 Prozent markiert jedoch immer noch den zweitniedrigsten Rückhalt für ihre Person seit fünf Jahren. Die Notwendigkeit eines Neustarts für Schwarz-Gelb unterstreicht schließlich die Entwicklung der Kompetenzwerte für Union und FDP seit Bildung der gemeinsamen Koalition. Nach den Liberalen im Frühjahr büßen im Urteil der Wahlberechtigten nun auch die Unionsparteien erkennbar an Sachvertrauen ein.
Im Vergleich zu der Mitte des Monats gemessenen politischen Stimmung verbessert sich die Union um 1 Punkt auf einen Stimmenanteil von 33 Prozent. Die SPD legt im gleichen Umfang zu und hätte momentan 30 Prozent in Aussicht. Die Grünen lägen wie zur Monatsmitte bei 17 Prozent, die Liberalen bei 5 Prozent. Die Linkspartei gibt 1 Punkt ab und käme auf 10 Prozent. Die Sonstigen würden zusammen 5 Prozent (-1) erzielen.
Fragen zum Bundespräsidenten: 799 Befragte
Alle anderen Fragen: 1.000 Befragte
Fragen zum Bundespräsidenten Christian Wulff: 01. Juli 2010
1.000 Befragte: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
799 Befragte: 1,5* bis 3,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5% ** bei einem Anteilswert von 50%