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ARD-DeutschlandTREND

September 2010

Die insgesamt positiven Wirtschaftsdaten spiegeln sich auch in einer verbesserten wirtschaftlichen Grundstimmung der Bevölkerung: Derzeit beurteilen 44 Prozent die wirtschaftliche Lage als sehr gut bzw. gut. Angesichts der Wirtschaftsdaten stoßen Forderungen der Gewerkschaften, die Arbeitnehmer durch deutliche Lohnerhöhungen angemessen am wirtschaftlichen Aufschwung zu beteiligen, auf großen Zuspruch. Von der Konjunktur kann die Regierung nur wenig profitieren. Gegenüber dem Vormonat ist die Zufriedenheit mit dem Kabinett allenfalls leicht gestiegen: Vier Fünftel der Deutschen sind mit ... mehr »

Die insgesamt positiven Wirtschaftsdaten spiegeln sich auch in einer verbesserten wirtschaftlichen Grundstimmung der Bevölkerung: Derzeit beurteilen 44 Prozent die wirtschaftliche Lage als sehr gut bzw. gut. Angesichts der Wirtschaftsdaten stoßen Forderungen der Gewerkschaften, die Arbeitnehmer durch deutliche Lohnerhöhungen angemessen am wirtschaftlichen Aufschwung zu beteiligen, auf großen Zuspruch.

Von der Konjunktur kann die Regierung nur wenig profitieren. Gegenüber dem Vormonat ist die Zufriedenheit mit dem Kabinett allenfalls leicht gestiegen: Vier Fünftel der Deutschen sind mit Schwarz-Gelb unzufrieden. Verteidigungsminister zu Guttenberg, Arbeitsministerin von der Leyen, Finanzminister Schäuble und Umweltminister Röttgen sind die tragenden Stützen des Kabinetts. Sie ziehen als einzige Kabinettsmitglieder mehr Zuspruch als Ablehnung auf sich. Bundeskanzlerin Merkel verbessert sich im Vergleich zum Vormonat deutlich, bleibt aber weiter hinter früheren Werten zurück. Vizekanzler Guido Westerwelle muss seinen niedrigsten Zustimmungswert im ARD-DeutschlandTREND hinnehmen. Beliebtester Oppositions-Politiker ist der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier, der im Urteil der Bundesbürger auf Platz Zwei hinter zu Guttenberg und vor von der Leyen und Schäuble landet.

In der Frage nach den Laufzeitverlängerungen der deutschen Atomkraftwerke stellt sich zwar die Mehrheit der Bundesbürger gegen einen Weiterbetrieb der Atommeiler über 2020 hinaus. Sollte die Laufzeitverlängerung allerdings damit verbunden sein, dass die zusätzlichen Gewinne der Stromerzeuger in erneuerbare Energien investiert werden, würden drei Viertel der Bundesbürger (73 Prozent) ihr durchaus zustimmen.

In der aktuellen politischen Stimmung erheben sich insgesamt nur wenige Veränderungen. Die CDU kann im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 1 Prozent verzeichnen und käme auf 32 Prozent. Die SPD gibt 1 Punkt ab und käme aktuell auf 30 Prozent. Alle anderen Parteien liegen wie im Vormonat. Die Grünen kämen auf 17 Prozent. Die Linke würde 10 Prozent, die FDP 5 Prozent erreichen. Die sonstigen Parteien würden zusammen 6 Prozent erzielen.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Volksparteien mit knappem Vorteil für die Union, das derzeit in der politischen Stimmung zu beobachten ist, spiegelt sich auch in der Kanzlerpräferenz. Zogen die Bundesbürger 2009 die CDU-Amtsinhaberin dem damaligen SPD-Herausforderer eindeutig vor, liegen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier aktuell in der Direktwahlfrage so dicht beieinander wie nie zuvor: 41 Prozent sprechen sich momentan für die Amtsinhaberin, 38 Prozent für den sozialdemokratischen Fraktionschef aus.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1006 Befragte
Sonntagsfrage: 2000 Befragte
Erhebungszeitraum:
30.-31. August 2010
Sonntagsfrage: 30. August -1. September 2010
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap