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ARD-DeutschlandTREND
August 2011
Hungerkatastrophe in Ostafrika fordert Bürger und Staat gleichermaßen
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Persönliche Spendenbereitschaft
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Viele Hilfslieferungen kommen nicht an
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Mehrheit für Militäreinsatz in Somalia
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Sinkende Zufriedenheit mit der Bundesregierung
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Politikerbewertung: de Maizière und Schäuble an der Spitze, Merkel im Jahrestief
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Politikerzufriedenheit Fortsetzung
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Kanzler-Direktwahl: Steinmeier weiter vor Merkel
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Kanzler-Direktwahl: auch Steinbrück weiter vor Merkel
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Bundesbürger schätzen an Peer Steinbrück, dass er Klartext redet
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Trittin bei Kanzler-Direktwahl ohne Chance gegen Merkel
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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl: Rot-Grün auf Rekordhoch
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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland
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Anhaltende Ansehensschwäche der Bundesregierung führt zu hoher Wechselstimmung
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Beunruhigung über die Verhältnisse im Land wieder angestiegen
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Anlass für Zuversicht / Beunruhigung
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Wirtschaft dominiert gegenüber der Politik
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US-Präsident Obama genießt höheres Ansehen als deutsche Politiker
Abbildung vergrößern »Zur Bekämpfung der aktuellen Hungerkatastrophe in Ostafrika sind aus Sicht einer Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) sowohl die einzelnen Bürger als auch die Bundesregierung in der Verantwortung. Die Spendenbereitschaft scheint angesichts der großen Not recht hoch zu sein, denn jeder Zweite gibt an, entweder bereits gespendet zu haben (31 Prozent) oder das noch tun zu wollen (20 Prozent). Die relativ große Spendenbereitschaft wird allerdings beeinträchtigt durch die große Skepsis, ob die Hilfslieferungen bei denen ankommen, für die sie gedacht sind. Zwei Drittel der Bürger (64 Prozent) bezweifeln dies. Die Absicherung der Hilfsaktionen durch einen Militäreinsatz im Bürgerkriegsland Somalia findet bei fast zwei Dritteln (63 Prozent) Unterstützung.
Sowohl das Ansehen der Bundesregierung als auch der Bundeskanzlerin geht in diesem Monat weiter zurück. Mit der schwarz-gelben Koalition sind aktuell nur noch 25 Prozent zufrieden, Merkels Arbeit beurteilen 45 Prozent wohlwollend – Jahrestief für die CDU-Chefin. Beliebteste Politiker in Deutschland sind weiterhin Verteidigungsminister de Maizière und Finanzminister Schäuble, dicht gefolgt von den beiden Sozialdemokraten Steinmeier und Steinbrück. Die beiden möglichen SPD-Herausforderer Merkels können bei der Kanzlerpräferenz ihren Vorsprung vor der Amtsinhaberin halten. Das gute Ansehen Steinbrücks ist insbesondere in der bei Politikern selten gewordenen Vorliebe, Klartext zu reden, begründet: Zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) schätzen an ihm, dass er klar sagt, was er denkt und „kein Blatt vor den Mund nimmt". Jeder Zweite bescheinigt ihm darüber hinaus inhaltliche Kompetenz in Finanzfragen und Führungsstärke. Dass Steinbrück bei der Bundestagswahl 2013 zu alt für das Amt wäre, glaubt nur eine Minderheit.
Die anhaltende Ansehensschwäche der Bundesregierung führt dazu, dass fast die Hälfte der Wahlberechtigten (47 Prozent) nach der nächsten Wahl ein SPD-geführtes Kabinett begrüßen würde. Vier von zehn (39 Prozent) fänden es hingegen besser, wenn die Regierung weiterhin von der Union geführt würde.
Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Sonntagsfrage wider: Die SPD gewinnt mit 2 Punkten erneut leicht hinzu und läge aktuell bei 28 Prozent. Unverändert zum Vormonat hätten die Grünen 23 Prozent in Aussicht. Damit wäre Rot-Grün so stark wie zuletzt im Februar 2000. Die Union könnte unverändert mit 32 Prozent der Stimmen rechnen, während ihr liberaler Koalitionspartner einen Punkt abgeben muss und wie zuletzt im Mai mit 4 Prozent unter der 5-Prozentmarke bliebe. Die Linke erreicht unverändert 8 Prozent der Wählerstimmen.
Sonntagsfrage: 1.507 Befragte
Sonntagsfrage: 1. - 3.8.2011
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%