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ARD-DeutschlandTREND
September 2011
Mehrheit gegen erweiterten Rettungsschirm und gegen Eurobonds
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Eurobonds: Sollte sich Deutschland beteiligen?
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Angesichts der Krise wollen die Deutschen mehr Europa
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Vier von zehn finden „Vereinigte Staaten von Europa“ gut
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Anhaltende Dominanz von Wirtschaft über Politik
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Große Sorge um Ausmaß der Euro- und Schuldenkrise
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Beunruhigung über die Verhältnisse in Deutschland erneut verstärkt
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Grundstimmung in Deutschland: Anlass für Beunruhigung
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Libyen: Ja zu wirtschaftlicher Hilfe, Nein zu deutscher Beteiligung an Friedenstruppe
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Libyen: Deutsche Enthaltung war aus Sicht der Deutschen richtig
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Kritik von Helmut Kohl an deutscher Außenpolitik findet positives Echo
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Politikerzufriedenheit: de Maizière mit Steinmeier und Steinbrück vorne
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Politikerzufriedenheit (Fortsetzung)
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Zufriedenheit mit Guido Westerwelle im Zeitverlauf
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Ansehen der Bundesregierung etwas verbessert
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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl: Union wieder deutlich stärkste Partei
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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland
Abbildung vergrößern »Die geplante Ausweitung des Euro-Rettungsschirms sehen die Deutschen kritisch: Zwei Drittel (66 Prozent) sind der Meinung, dass der Bundestag dies ablehnen sollte. Auch die Beteiligung Deutschlands an Eurobonds wird von einer Mehrheit (55 Prozent) zurückhaltend bewertet, lediglich 35 Prozent befürworten dies. Obwohl die Bürger die Maßnahmen für die Begrenzung der Schuldenkrise mit Skepsis betrachten, sprechen sie sich für eine Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit aus: 64 Prozent wünschen sich, dass die EU-Länder künftig mehr gemeinsame Politik machen. Die von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagenen „Vereinigten Staaten von Europa" finden 53 Prozent nicht gut, immerhin 42 Prozent befürworten sie jedoch.
Trotz der Maßnahmen zur Bekämpfung der Euro- und Schuldenkrise, glaubt eine große Mehrheit (80 Prozent), dass der schlimmste Teil der Krise erst noch bevorsteht. Drei Viertel (76 Prozent) fürchten, dass unser Wohlstand durch die Krise bedroht ist und mehr als die Hälfte (57 Prozent) macht sich Sorgen um ihre Ersparnisse. Grund für diese Skepsis: Zwei Drittel (66 Prozent) glauben, dass die Bundesregierung den Überblick verloren hat - im Vergleich zum April 2009 ein Anstieg um 14 Punkte. Ebenso viele Bürger (65 Prozent) bezweifeln, dass die Bundesregierung in der Euro- und Schuldenkrise bisher die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Die Handlungsfähigkeit der Politik wird allerdings ohnehin eher gering eingeschätzt. Drei Viertel (74 Prozent) sind der Meinung, dass letztlich die Finanzmärkte über die Zukunft des Euro entscheiden und nicht die Politik.
Nach dem Ende der Ära Gaddafi befürworten 70 Prozent der Deutschen Libyen beim Wiederaufbau durch wirtschaftliche Hilfe zu unterstützen. Eine deutsche Beteiligung an einer möglichen internationalen Friedenstruppe stößt hingegen mehrheitlich auf Ablehnung: Die Entsendung von Bundeswehrsoldaten würden lediglich 41 Prozent für richtig halten, 56 Prozent für falsch. Die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat im März zu einem NATO-Einsatz halten aus heutiger Sicht 54 Prozent der Bürger für richtig. Demgegenüber meinen 42 Prozent, Deutschland hätte dafür stimmen sollen - darunter bemerkenswerter Weise eine Mehrheit der Grünen-Anhänger. Die Kritik des Altkanzlers Helmut Kohl an der Berechenbarkeit der deutschen Außenpolitik findet bei zwei Dritteln (68 Prozent) ein positives Echo.
Die Rangliste der beliebtesten Politiker wird von einem Trio aus Verteidigungsminister Thomas de Maizière (57 Prozent) und den beiden Sozialdemokraten Frank-Walter Steinmeier (57 Prozent) und Peer Steinbrück (56 Prozent) angeführt. Den letzten Platz der abgefragten Politiker belegt Außenminister Guido Westerwelle, der aktuell nur von 20 Prozent (-4 im Vergleich zum August) der Bevölkerung Lob erhält.
Im Zuge der Euro- und Schuldenkrise gelingt es der Union, ihren Wähleranteil auf 35 Prozent auszubauen (+3 Punkte gegenüber Anfang August). Die FDP verharrt mit 4 Prozent unterhalb der Mandatsschwelle. Die SPD würde erneut 28 Prozent erreichen. Grüne (20 Prozent, -3) und Linke (7 Prozent, -1) büßen hingegen an Zustimmung ein. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 6 Prozent (+1).
Sonntagsfrage: 1.502 Befragte
Sonntagsfrage: 29. - 31. August 2011
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%