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Protestbewegungen in Nordafrika

Frage: In Tunesien und Ägypten hat die Bevölkerung ihre autoritären Präsidenten gestürzt. In anderen arabischen Staaten wird gegen die dortigen Regime demonstriert. Überwiegt bei Ihnen der Optimismus oder die Sorge angesichts der aktuellen Entwicklungen in Nordafrika oder sind Sie daran nicht besonders interessiert?
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Was bereitet Ihnen die größten Sorgen an der Entwicklung in Nordafrika?
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Auch nach den Rücktritten Ben Alis und Mubaraks kommt die Arabische Welt nicht zur Ruhe. Zwar normalisiert sich die Lage in Kairo, dafür gehen die Menschen in Tunis und Bahrain mit dem Ruf nach mehr Demokratie auf die Straße. Die Deutschen begleiten die Geschehnisse auf der südlichen Seite des Mittelmeers mit gemischten Gefühlen. Bei vier von zehn überwiegt der Optimismus, ebenso viele beobachten die Geschehnisse dagegen mit Sorge. Nur jeden Siebten lassen die Ereignisse in den arabischen Staaten unberührt. Positiv wird die Entwicklung von jüngeren Leuten und vor allem von Personen mit höherer formaler Bildung beurteilt, während sie speziell bei der älteren Generation der über 60jährigen Besorgnis auslöst.
Bei den Skeptikern steht dabei die Befürchtung im Vordergrund, dass die Massendemonstrationen zu Instabilitäten und Chaos in den jeweiligen Ländern führen (47 Prozent) könnten. Sorge bereitet zudem, dass durch die Unruhen in diesen Ländern Flüchtlingsströme nach Europa ausgelöst werden könnten (21 Prozent), wie sie derzeit von Tunesien nach Italien zu beobachten sind. Und auch die Möglichkeit, dass die undemokratischen Regime durch ebenso undemokratische islamistische Regime wie im Iran abgelöst werden könnten (21 Prozent) mit einer damit einhergehenden Gefährdung der Sicherheit Israels (11 Prozent), beunruhigt viele Menschen in Deutschland.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%