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LänderTREND

Baden-Württemberg Januar 2016 im Auftrag des SWR und der Stuttgarter Zeitung

Sonntagsfrage Landtagswahl

Sonntagsfrage Landtagswahl

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung
(Parteianhänger)

Zufriedenheit mit der Landesregierung (Parteianhänger)

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit
(Zeitverlauf)

Politikerzufriedenheit (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident

Direktwahl Ministerpräsident

Direktwahl Ministerpräsident
(Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsident (Parteianhänger)

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste 
Landesregierung führen?

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste Landesregierung führen?

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste
Landesregierung führen?
(Parteianhänger)

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste Landesregierung führen? (Parteianhänger)

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg
(Parteianhänger)

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg (Parteianhänger)

Sonntagsfrage Landtagswahl

Sonntagsfrage Landtagswahl

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung

Zufriedenheit mit der Landesregierung
(Parteianhänger)

Zufriedenheit mit der Landesregierung (Parteianhänger)

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit
(Zeitverlauf)

Politikerzufriedenheit (Zeitverlauf)

Direktwahl Ministerpräsident

Direktwahl Ministerpräsident

Direktwahl Ministerpräsident
(Parteianhänger)

Direktwahl Ministerpräsident (Parteianhänger)

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste 
Landesregierung führen?

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste Landesregierung führen?

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste
Landesregierung führen?
(Parteianhänger)

Wechselstimmung: Welche Partei sollte die nächste Landesregierung führen? (Parteianhänger)

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg
(Parteianhänger)

Flüchtlingsaufnahme in Baden-Württemberg (Parteianhänger)

Hohes Ansehen von Winfried Kretschmann

Ministerpräsident Winfried Kretschmann genießt in allen Bevölkerungsgruppen und Parteianhänger-schaften ein sehr hohes Ansehen. Rund sieben von zehn Baden-Württembergern (69 Prozent) sind mit seiner politischen Arbeit sehr zufrieden (22 Prozent) oder zufrieden (47 Prozent). Im bundesweiten Vergleich gehört er damit zu den beliebtesten Ministerpräsidenten. Seine starke Stellung zeigt sich auch darin, dass er bei einer möglichen Direktwahl klar wiedergewählt würde: Aktuell würden ihm knapp sechs von zehn Baden-Württembergern ihre Stimme geben (57 Prozent, +4 Prozentpunkte). Damit distanziert er weiterhin klar die Spitzenkandidaten der CDU, Guido Wolff (17 Prozent, + 2), und der SPD, Nils Schmid (unverändert 6 Prozent). Bemerkenswert ist, dass auch die Anhänger der CDU weiterhin Kretschmann knapp ihrem eigenen Spitzenkandidaten vorziehen.

Das hohe Ansehen des Ministerpräsidenten spiegelt sich – wie bereits in den Vormonaten –  auch in der hohen Zufriedenheit mit seinem Kabinett wider: Sechs von zehn Baden-Württembergern (61 Prozent, +1) ziehen eine positive Bilanz der Arbeit der Landesregierung. Ähnlich wie bei der Bewertung des Ministerpräsidenten resultiert die große Zufriedenheit daraus, dass neben den Grünen-Anhängern auch die Anhänger des Koalitionspartners SPD und der größten Oppositionspartei CDU mehrheitlich gute Noten vergeben. Die Anhänger der FDP kommen zu einem mehrheitlich kritischen Urteil. Auf große Ablehnung stößt die Regierungspolitik bei den AfD-Anhängern und den bekennenden Nichtwählern. Im Vergleich der Bundesländer zählt das Kabinett Kretschmann damit zu den Landesregierungen mit der höchsten Zustimmung.

Dementsprechend herrscht in Baden-Württemberg drei Monate vor der Landtagswahl keine ‚Wechselstimmung‘. Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten (46 Prozent) plädiert dafür, dass die nächste Landesregierung wieder durch die Grünen geführt wird. Demgegenüber sprechen sich 39 Prozent für eine künftig CDU-geführte Landesregierung aus.

 

Geteilte Meinung zur Aufnahme weiterer Flüchtlinge

Angesichts der anhaltend hohen Flüchtlingszahlen zeigt sich auch im Ländle eine Zweiteilung in grundlegenden Einstellungen zum Themenkomplex Flüchtlinge. Die Baden-Württemberger sind beim Thema „Aufnahme weiterer Flüchtlinge“ gespalten: 44 Prozent sind der Ansicht, Baden-Württemberg solle weitere Flüchtlinge aufnehmen, dagegen plädieren 46 Prozent dafür, im Land keine weiteren Flüchtlinge mehr aufzunehmen. Es gibt dabei deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen und Parteianhängerschaften. Während Personen mit hoher Bildung (60:30 Prozent) mehrheitlich für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge plädieren, fordern Personen mit niedrigen Bildungsabschlüssen (28:57 Prozent) dagegen einen Aufnahmestopp. Die Anhänger der Grünen sprechen sich mit deutlicher Mehrheit (69:24 Prozent) für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus. Die Anhänger der AfD (5:90 Prozent) lehnen dies einhellig ab, auch in den Reihen der FDP überwiegt die Ablehnung deutlich (34:55 Prozent). Bei den Anhängern der CDU überwiegt die Zustimmung zur Aufnahme weitere Flüchtlinge leicht (48:40 Prozent), in den Reihen der SPD (47:48 Prozent) sind die Meinungen geteilt.


Sonntagsfrage: Grün-Rot und Schwarz-Gelb ohne Mehrheit

Die CDU ist zwar wie im Dezember weiterhin stärkste politische Kraft im Land, muss aber aktuell einen Verlust von 2 Prozentpunkten hinnehmen und verzeichnet mit 35 Prozent den niedrigsten Wert in der Legislaturperiode. Die Grünen kämen mit einem Plus von 3 Punkten im Vergleich zum Dezember auf 28 Prozent, während der Koalitionspartner SPD nach einem Verlust von 3 Punkten mit 15 Prozent den niedrigsten Wert in der Legislaturperiode erzielt. Die FDP legt 1 Punkt zu und könnte mit 6 Prozent in den Landtag einziehen, was der Linken mit 3 Prozent (-1) verwehrt bliebe. Ähnlich wie auf Bundesebene profitiert die AfD weiterhin von der Flüchtlingskrise und könnte um 2 Punkte auf 10 Prozent zulegen. Auf die sonstigen Parteien entfielen zusammen 3 Prozent.

Bei einem solchen Wahlausgang hätten weiterhin weder Grün-Rot (43 Prozent) noch Schwarz-Gelb (41 Prozent) eine Mandatsmehrheit. Rechnerisch möglich wären dagegen Bündnisse von CDU und SPD, CDU und Grünen und eine Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1000 Befragte

Erhebungszeitraum:7. bis 12. Januar 2016

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Anja Miriam Simon

Senior Projektleiterin Meinungs- und Wahlforschung

anja.simon @infratest-dimap.de