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LänderTREND

Bayern Mai 2017 im Auftrag des BR

Positive wirtschaftliche Stimmung

Positive wirtschaftliche Stimmung

Wichtigste Probleme in Deutschland: Migration, Soziales und Renten, Bildung und innere Sicherheit

Wichtigste Probleme in Deutschland: Migration, Soziales und Renten, Bildung und innere Sicherheit

Arbeit der Bundesregierung: positives Urteil, vor allem von den Unions-Parteien getragen

Arbeit der Bundesregierung: positives Urteil, vor allem von den Unions-Parteien getragen

Zufriedenheit mit den Berliner Regierungsparteien

Zufriedenheit mit den Berliner Regierungsparteien

Bundestagsopposition: Grüne überzeugen in Bayern eher als Linke

Bundestagsopposition: Grüne überzeugen in Bayern eher als Linke

Kanzlerin Merkel: Fehler in der Flüchtlingspolitik, aber Garant für Wohlergehen in einer unsicheren Welt

Kanzlerin Merkel: Fehler in der Flüchtlingspolitik, aber Garant für Wohlergehen in einer unsicheren Welt

Direktwahl: Merkel in Bayern Wunschkandidatin fürs Kanzleramt

Direktwahl: Merkel in Bayern Wunschkandidatin fürs Kanzleramt

SPD-Herausforderer Schulz: Unklarheit über SPD-Schlüsselprojekte

SPD-Herausforderer Schulz: Unklarheit über SPD-Schlüsselprojekte

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CSU mit 48 Prozent, SPD mit 18 Prozent

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CSU mit 48 Prozent, SPD mit 18 Prozent

Seehofer-Kandidatur 2018: gespaltenes Urteil

Seehofer-Kandidatur 2018: gespaltenes Urteil

Positive wirtschaftliche Stimmung

Positive wirtschaftliche Stimmung

Wichtigste Probleme in Deutschland: Migration, Soziales und Renten, Bildung und innere Sicherheit

Wichtigste Probleme in Deutschland: Migration, Soziales und Renten, Bildung und innere Sicherheit

Arbeit der Bundesregierung: positives Urteil, vor allem von den Unions-Parteien getragen

Arbeit der Bundesregierung: positives Urteil, vor allem von den Unions-Parteien getragen

Zufriedenheit mit den Berliner Regierungsparteien

Zufriedenheit mit den Berliner Regierungsparteien

Bundestagsopposition: Grüne überzeugen in Bayern eher als Linke

Bundestagsopposition: Grüne überzeugen in Bayern eher als Linke

Kanzlerin Merkel: Fehler in der Flüchtlingspolitik, aber Garant für Wohlergehen in einer unsicheren Welt

Kanzlerin Merkel: Fehler in der Flüchtlingspolitik, aber Garant für Wohlergehen in einer unsicheren Welt

Direktwahl: Merkel in Bayern Wunschkandidatin fürs Kanzleramt

Direktwahl: Merkel in Bayern Wunschkandidatin fürs Kanzleramt

SPD-Herausforderer Schulz: Unklarheit über SPD-Schlüsselprojekte

SPD-Herausforderer Schulz: Unklarheit über SPD-Schlüsselprojekte

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CSU mit 48 Prozent, SPD mit 18 Prozent

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CSU mit 48 Prozent, SPD mit 18 Prozent

Seehofer-Kandidatur 2018: gespaltenes Urteil

Seehofer-Kandidatur 2018: gespaltenes Urteil

Positive wirtschaftliche Stimmung

Die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland fällt aktuell so positiv aus wie lange nicht. Im letzten ARD-DeutschlandTREND kamen acht von zehn Deutschen (81 Prozent) mit Blick auf die Konjunktur zu einem wohlwollenden Urteil. Auch in Bayern überwiegt mit 85 Prozent ein positives Urteil, wobei 23 Prozent die wirtschaftliche Situation in Deutschland als sehr gut, weitere 62 Prozent als gut bezeichnen.

Eine äußerst positive Wahrnehmung der wirtschaftlichen Situation besteht insbesondere bei den Anhängern von CSU (sehr gut: 32 Prozent), Grünen (sehr gut: 32 Prozent) und FDP (sehr gut: 29 Prozent), von denen jeweils etwa ein Drittel die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik als sehr gut bezeichnet. Auch in den Reihen von SPD und AfD überwiegt alles in allem eine positive Bewertung. Von einer sehr guten Wirtschaftslage Deutschlands wollen allerdings nur 19 Prozent der SPD- und nur 9 Prozent der AfD-Anhänger sprechen. 

 

Wichtigste Probleme in Deutschland: Migration, Soziales und Renten, Bildung und innere Sicherheit

Entsprechend der guten konjunkturellen Stimmung stehen Wirtschaftsthemen auf der bundespolitischen Problemagenda momentan hinten an. Aus Sicht der Bayern bilden stattdessen Fragen der Migration die größte Herausforderung für die Politik in Deutschland. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) betrachtet die Flüchtlingsmigration als aktuell wichtigstes Problemfeld. Andere Themen folgen in der Wahrnehmung der Bayern mit großem Abstand: Jeder Sechste (17 Prozent) problematisiert ungerechte soziale Verhältnisse in Deutschland, ähnlich viele das bestehende Renten- und Altersvorsorgesystem (14 Prozent). 13 Prozent thematisieren Schul- und Bildungsfragen, 12 Prozent Fragen der inneren Sicherheit, 11 Prozent die Lage am Arbeitsmarkt. 

 

Arbeit der Bundesregierung: positives Urteil, vor allem von den Unions-Parteien getragen

Im aktuellen Problemumfeld kann sich die Bundesregierung gut behaupten. Sechs von zehn Bayern (60 Prozent) äußern sich zufrieden zur Arbeit der Berliner Regierungskoalition, vier von zehn üben Kritik (39 Prozent). Bei den CSU-Anhängern (81 Prozent), aber auch in den Reihen der bayerischen Grünen und FDP (jeweils 66 Prozent) überwiegt der Zuspruch zur Regierungsarbeit in Berlin, während die SPD-Anhänger in ihrem Urteil gespalten sind (50:49 Prozent). 

Das positive Urteil zur Arbeit der Bundesregierung wird in Bayern vor allem von den beiden Unions-Parteien getragen: Gut jeder zweite bayerische Wahlberechtigte bescheinigt jeweils CDU (55 Prozent) und CSU (52 Prozent), eine gute Regierungsarbeit in Berlin zu leisten. Die Arbeit der SPD in der großen Koalition überzeugt demgegenüber nur 30 Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat.

 

Bundestagsopposition: Grüne überzeugen in Bayern eher als Linke

Die Leistung der beiden Oppositionsparteien im Bundestag stößt in Bayern jeweils mehrheitlich auf Skepsis. Allerdings variiert das Urteil gegenüber Grünen und Linken deutlich: Drei von zehn bayerischen Wahlberechtigten (29 Prozent) äußern sich zufrieden zur Arbeit der Grünen in Berlin. Die Linke überzeugt mit 16 Prozent demgegenüber nur halb so viele Bayern mit ihrer Oppositionsarbeit.

 

Kanzlerin Merkel: Fehler in der Flüchtlingspolitik, aber Garant für Wohlergehen in einer unsicheren Welt

Zum alles in allem positiven CDU-Regierungsbild der Bayern trägt ganz wesentlich die Bundeskanzlerin bei. Zwei Drittel der Bayern (66 Prozent) werfen Angela Merkel zwar vor, in der Flüchtlingskrise viele Fehler gemacht zu haben. Auch vertritt die Hälfte der Bayern die Ansicht, sie hätte ihre besten Zeiten als Bundeskanzlerin bereits hinter sich. Aktuell aber gilt die CDU-Parteivorsitzende bei sieben von zehn Bayern (71 Prozent) als Garant für das Wohlergehen in einer unruhigen Welt. Drei Viertel im Freistaat (76 Prozent) verbinden zudem die gute Wirtschaftssituation Deutschlands mit der Person der Kanzlerin. Sie strahlt dabei weit über das Unionslager hinaus: In den SPD-Reihen unterstreichen zwei Drittel, unter den Grünen-Anhängern sogar acht von zehn die Bedeutung Merkels für das aktuelle Wohlergehen der Deutschen. 

 

Direktwahl: Merkel in Bayern Wunschkandidatin fürs Kanzleramt     

Die aktuelle Popularität Merkels im Freistaat spiegelt sich in den personellen Vorstellungen der Bayern zur Besetzung des Kanzleramtes nach der Bundestagswahl: Sechs von zehn (57 Prozent) sprechen sich momentan für die CDU-Vorsitzende aus, jeder Fünfte für den SPD-Herausforderer Martin Schulz (22 Prozent). Merkel überzeugt dabei nicht nur die Anhänger von CSU (86 Prozent) und FDP (73 Prozent). Auch die bayerischen Grünen-Anhänger ziehen aktuell die CDU-Politikerin dem SPD-Herausforderer im Amt vor (54:36 Prozent). Insgesamt findet die Kanzlerin in Bayern eine größere Unterstützung als bundesweit. Im letzten ARD-DeutschlandTREND unterstützte in der Direktwahlfrage die Hälfte der Bundesbürger (49 Prozent) eine erneute Kanzlerschaft Merkels, ein gutes Drittel (36 Prozent) dagegen wünschte sich den SPD-Herausforderer ins Kanzleramt.    

 

SPD-Herausforderer Schulz: Unklarheit über SPD-Schlüsselprojekte

Ein Manko für den SPD-Herausforderer besteht auch in Bayern darin, dass in der Bevölkerung über SPD-Schlüsselprojekte momentan keine Klarheit besteht: Sieben von zehn Wahlberechtigten (70 Prozent) im Freistaat signalisieren, nicht genau zu wissen, welche zentralen Ziele Martin Schulz im Falle eines Wahlsieges realisieren möchte. Unter den SPD-Anhängern ist es immerhin fast jeder Zweite (44 Prozent). Gerade hinsichtlich seiner programmatischen Aufstellung bleibt Martin Schulz derzeit bei vielen hinter den Erwartungen zurück, die zum Zeitpunkt seiner Nominierung am Jahresbeginn bestanden. So gibt in Bayern immerhin jeder Zweite (51 Prozent) an, sich mehr von ihm erhofft zu haben. Dass seine Nominierung die Unterscheidbarkeit von SPD und Union gestärkt habe, glauben zwar 46 Prozent, etwa ebenso viele (43 Prozent) aber stellen dies derzeit in Frage.

 

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CSU mit 48 Prozent, SPD mit 18 Prozent

Die aktuelle bundespolitische Stimmung liefert der Union im Freistaat Vorteile. Bei einer Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt käme die CSU in Bayern auf einen Zweitstimmenanteil von 48 Prozent. Sie läge damit nur knapp unter ihrem Ergebnis von 2013 (49,3 Prozent). Die SPD würde mit 18 Prozent ihr bayerisches Bundestagswahlergebnis von vor vier Jahren (20,0 Prozent) leicht verfehlen. Drittstärkste Kraft würde die FDP, die mit 10 Prozent deutlich besser abschneiden würde als 2013 (5,1 Prozent), gefolgt von den Grünen, die mit 8 Prozent ähnlich wie vor vier Jahren (8,4 Prozent) abschneiden würden. Während die AfD 7 Prozent in Aussicht hätte und gegenüber 2013 (4,3 Prozent) besser läge, käme die Linke ähnlich wie vor vier Jahren in Bayern auf 4 Prozent (2013: 3,8 Prozent). Alle anderen Parteien würden derzeit zusammen 5 Prozent (2013: 9 Prozent) erzielen.  

Die Sonntagsfrage misst zum Zeitpunkt der Befragung bestehende Wahlneigungen, kein späteres Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand in der Meinungsbildung der Wahlbevölkerung, die erst mit dem tatsächlichen Urnengang am Wahltag zum Abschluss kommt. Rückschlüsse von der aktuellen Sonntagsfrage auf einen späteren Wahlausgang sind daher nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Zugleich hat die finale Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien an Bedeutung gewonnen. 

 

Seehofer-Kandidatur 2018: gespaltenes Urteil

Ein Jahr nach der Bundestagswahl im Herbst findet in Bayern die Landtagswahl statt. CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer hat bereits angekündigt, noch einmal als Spitzenkandidat anzutreten. In Bayern stoßen seine Pläne allerdings auf ein eher geteiltes Echo. Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten (46 Prozent) begrüßt diese Entscheidung, etwa ebenso viele (48 Prozent) äußern sich ablehnend. In den Reihen der CSU überwiegt mit 59 Prozent zwar die Zustimmung. Immerhin vier von zehn (37 Prozent) aber gehen auf Distanz.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Bayern ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.000 Befragte

Erhebungszeitraum:23. bis 29. Mai 2017

Schwankungsbreite:liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit
bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw.
bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Roberto Heinrich

Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

roberto.heinrich @remove-this.infratest-dimap.de