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BerlinTREND

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Das aktuelle politische Meinungsbild in Berlin von Infratest dimap im Auftrag des Rundfunk Berlin Brandenburg in Kooperation mit der Berliner Morgenpost

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Roberto Heinrich
Senior Projektleiter Wahlforschung
roberto.heinrich
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Berlin September 2010

In der im BerlinTREND gemessenen politischen Stimmung sind die Grünen erstmals stärkste Kraft an der Spree. Bei einem aktuellen Urnengang zum Abgeordnetenhaus könnten sie mit 28 Prozent der Stimmen rechnen. Mit diesem Rekordergebnis lägen sie in Berlin vor SPD und CDU, die derzeit 24 bzw. 22 Prozent in Aussicht hätten. Die Linke käme auf 16 Prozent. Die FDP wäre mit 4 Prozent derzeit nicht mehr im Abgeordnetenhaus vertreten. mehr »

 

Grüne mit Umfragerekord stärkste Kraft, FDP unter 5 Prozent

In der im BerlinTREND gemessenen politischen Stimmung sind die Grünen erstmals stärkste Kraft an der Spree. Bei einem aktuellen Urnengang zum Abgeordnetenhaus könnten sie mit 28 Prozent der Stimmen rechnen. Mit diesem Rekordergebnis lägen sie in Berlin vor SPD und CDU, die derzeit 24 bzw. 22 Prozent in Aussicht hätten. Die Linke käme auf 16 Prozent. Die FDP wäre mit 4 Prozent derzeit nicht mehr im Abgeordnetenhaus vertreten. Die aktuelle Zugkraft der Grünen in der Hauptstadt spiegelt sich auch in ihren Präferenzen für die Besetzung des Amtes des Regierenden Bürgermeisters: Vor die Entscheidung gestellt, zwischen Klaus Wowereit und Renate Künast zu wählen, sprechen sich 43 Prozent der Berliner für die Grünen-Politikerin und 37 Prozent für den SPD-Amtsinhaber aus. CDU-Spitzenmann Frank Henkel spielt in den Personal-Wünschen der Berliner für das Rote Rathaus dagegen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle: Nur 20 Prozent zögen den CDU-Landesvorsitzenden dem SPD-Amtsinhaber als Regierenden Bürgermeister vor.   

 

Sarrazin spaltet die Berliner

Mit seiner These, die Zuwanderung von Muslimen bringe Deutschland mehr Nachteile als Vorteile, spaltet Thilo Sarrazin die Berliner: Die Hälfte der Hauptstädter stimmt seiner Aussage zu, ebenso viele aber lehnen sie ab. Einen Ausschluss des früheren Berliner Finanzsenators aus der SPD hält allerdings nur ein Drittel der Berliner für gerechtfertigt, sechs von zehn sehen einen Ausschluss als nicht gerechtfertigt an. Die Berliner SPD-Anhänger sind in ihrer Haltung gespalten: Die Sarrazin Position zu den Nachteilen der Migration von Muslimen erzeugt in ihren Reihen ebenso viel Zuspruch wie Ablehnung. Auch die Frage eines Partei-Ausschluss Sarrazins entzweit die SPD-Anhänger in der Hauptstadt: 43 Prozent unterstützen den Ausschluss, 53 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Berlin ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Erhebungszeitraum:
03.-06. September 2010
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap