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BerlinTREND
Das aktuelle politische Meinungsbild in Berlin von Infratest dimap im Auftrag des Rundfunk Berlin Brandenburg in Kooperation mit der Berliner Morgenpost
Roberto Heinrich
Senior Projektleiter Wahlforschung
roberto.heinrich
@infratest-dimap.de
LänderTREND
Berlin Februar 2011
Sonntagsfrage Abgeordnetenhauswahl Berlin
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Wahl- und Umfrageergebnisse Abgeordnetenhaus Berlin im Zeitverlauf
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Sonntagsfrage Abgeordnetenhauswahl Berlin: Wet/Ost
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Politikerzufriedenheit
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Politikerzufriedenheit im Zeitverlauf
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Direktwahl Regierender Bürgermeister: Wowereit vs. Künast
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Direktwahl Regierender Bürgermeister: Wowereit vs. Künast: West/Ost
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Direktwahl Regierender Bürgermeister: Wowereit vs. Künast im Zeitverlauf
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Direktwahl Regierender Bürgermeister: Wowereit vs. Henkel
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Präferiertes Ziel von Politik beim Wohnungsbau
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Soziale Durchmischung der Stadtteile
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Berliner Mieter: Umzug wegen zu hoher Miete
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Berliner Mieter: Mieterhöhung in den letzten 12 Monaten
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Berliner Mieter: Erwartete Entwicklung der Mietpreise
Abbildung vergrößern »Sieben Monate vor der Abgeordnetenhauswahl ist die politische Stimmung in Berlin nach wie vor durch starke Schwankungen gekennzeichnet. Nutznießer dieser Schwankungen ist diesmal vor allem die CDU. Nach ihrem Wahlparteitag kann sie gegenüber dem Vormonat im Wählerzuspruch um drei Punkte auf jetzt 23 Prozent zulegen. Gleichauf mit ebenfalls 23 Prozent liegen die Grünen, die weiter an Boden verlieren (- 2). Gebremst ist auch der Aufwärtstrend der SPD, die allerdings mit 28 Prozent (- 1) klar stärkste Partei bleibt. Ihr Koalitionspartner die Linke verliert ebenfalls einen Punkt und kommt derzeit auf 16 Prozent. Die FDP sinkt weiter in der Wählergunst und kommt nur noch auf 3 Prozent (- 1) und würde damit den Wiedereinzug in das Abgeordnetenhaus verpassen. Die übrigen Parteien verzeichnen zwar leichte Gewinne, ohne dass aber eine in die Nähe der 5-Prozent-Marke käme.
Bei dieser Konstellation wären nur vier Parteien im Abgeordnetenhaus vertreten. Nach den Verlusten von SPD und Linken würde es bei zusammen 44 Prozent für eine Wiederauflage von Rot-Rot nicht mehr reichen. Rechnerisch möglich wäre hingegen Rot-Grün und jetzt wieder eine Regierung aus CDU und Grünen. Sollten die Grünen allerdings bei der Wahl schlechter als die CDU abschneiden, dürfte ihnen eine Entscheidung für die CDU und gegen die SPD ebenso schwer fallen wie umgekehrt der SPD eine Entscheidung gegen Rot-Grün und zugunsten der rechnerisch ebenfalls möglichen Koalition mit der CDU.
Dies nicht zuletzt deshalb, weil Wowereit beliebtester Politiker bleibt. Mit der Arbeit des Regierenden Bürgermeisters ist unverändert eine knappe Mehrheit (52 Prozent) zufrieden. Ihm folgen Renate Künast mit 42 Prozent Zustimmung (+1), und Harald Wolf mit 28 Prozent (+2). Der frisch als Spitzenkandidat der CDU gekürte Frank Henkel kann sich mit 14 Prozent Zustimmung (+1) kaum verbessern. Auch im direkten Vergleich mit Wowereit kann er keinen Boden gutmachen und liegt mit 62:24 klar zurück. Auch im Direktvergleich mit Künast bleibt Wowereit klar vorne (53:30). In den westlichen Stadtbezirken kommt Künast dem Amtsinhaber ziemlich nahe (42:37), im Ostteil liegt sie aber umso deutlicher zurück (68:20).
Ein bestimmendes Thema im Abgeordnetenhaus war zuletzt die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt und der Verkauf städtischer Wohnungen. Die große Mehrheit der Berliner spricht sich gegen einen Verkauf städtischen Wohnraums aus, damit die Stadt weiterhin für bezahlbaren Wohnraum sorgen und der Kostensteigerung in diesem Bereich entgegenwirken kann. Immerhin vier von zehn Mieter berichten von einem Anstieg der Kaltmiete innerhalb des letzten Jahres, und ebenso viel erwarten einen weiteren Anstieg in diesem Jahr.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%