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Das aktuelle politische Meinungsbild in Bremen von Infratest dimap im Auftrag von Radio Bremen

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Uwe Meergans
Senior Projektleiter Wahlforschung
uwe.meergans
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Bremen Mai 2011

Eine Woche vor der Wahl stehen die Zeichen in Bremen auf Fortsetzung der rot-grünen Senatsregierung. SPD und Grüne profitieren nicht zuletzt von ihren populären Spitzenkandidaten. Sieben von zehn Bremern (69 Prozent) sind mit der Arbeit von Jens Böhrnsen zufrieden. Auch bei Karoline Linnert überwiegen die wohlwollenden Urteile (38:24 Prozent). Die Spitzen der Opposition werden dagegen eher kritisch, denn positiv beurteilt, mehr »

Eine Woche vor der Wahl stehen die Zeichen in Bremen auf Fortsetzung der rot-grünen Senatsregierung. SPD und Grüne profitieren nicht zuletzt von ihren populären Spitzenkandidaten. Sieben von zehn Bremern (69 Prozent) sind mit der Arbeit von Jens Böhrnsen zufrieden. Auch bei Karoline Linnert überwiegen die wohlwollenden Urteile (38:24 Prozent). Die Spitzen der Opposition werden dagegen eher kritisch, denn positiv beurteilt, darunter auch CDU-Spitzenkandidatin Rita Mohr-Lüllmann, zu der sich 16 Prozent der Bremer zufrieden, 27 Prozent unzufrieden äußern. Bei der künftigen Besetzung des Bürgermeisteramtes sprechen sich die Bremer mit 70 Prozent klar für den Amtsinhaber aus, 12 Prozent wünschen sich Frau Mohr-Lüllmann ins Amt. Entsprechend deutlich fällt auch in der Frage, welche Partei den nächsten Senat anführen soll, das Votum zugunsten der SPD aus: Die Hälfte (52 Prozent) favorisiert auch für die kommende Legislaturperiode einen Senat unter Führung der SPD, 10 Prozent plädieren für eine von den Grünen geführte Landesregierung, 15 Prozent für einen Senat unter einem CDU-Bürgermeister.

Wären die Bremer bereits jetzt zur Wahl aufgerufen, käme die SPD ähnlich wie 2007 auf 36 Prozent. Ihr grüner Regierungspartner hätte mit 24 Prozent ein neues Rekordergebnis in Bremen in Aussicht. Erstmals überhaupt in einem Bundesland würden die Grünen damit die CDU bei einer Landtagswahl auf den dritten Platz verdrängen. Die Union müsste mit deutlichen Einbußen rechnen und würde mit 20 Prozent in Bremen eines ihrer schlechtesten Ergebnisse seit fünfzig Jahren erzielen. Die FDP, die 2007 nach längerer Zeit wieder in Fraktionsstärke in die Bürgerschaft eingezogen war, hätte 3 Prozent in Aussicht. Die Linke, die in Bremen vor vier Jahren erstmals in ein westdeutsches Landesparlament einzog, wäre mit derzeit 7 Prozent erneut in der Bürgerschaft vertreten. Die Sonstigen kämen zusammen auf 10 Prozent, wobei die Gruppierung Bürger in Wut (BIW) Chancen hat, über ihr Ergebnis in Bremerhaven erneut in der Bürgerschaft vertreten zu sein.

Das Interesse an der Wahl liegt mit 62 Prozent höher als vor der letzten Bürgerschaftswahl vor vier Jahren. Ob damit auch die Wahlbeteiligung steigen wird, dürfte nicht zuletzt davon abhängen, wie die Bremer das neue Fünf-Stimmen-Wahlrecht annehmen. Die Hälfte der Bremer (52 Prozent) gibt an, sie seien mit Wahlrecht bereits so vertraut, dass sie damit gut zurechtkommen werden. Fast ebenso viele (45 Prozent) verneinen dies.  

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Bremen ab 16 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.001 Befragte
Erhebungszeitraum:
10.-12. Mai 2011
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap