Menu

LänderTREND

Hamburg Februar 2015 im Auftrag des NDR

Sonntagsfrage Bürgerschaftswahl

Sonntagsfrage Bürgerschaftswahl

Wahl- und Umfrageergebnisse Bürgerschaftswahl

Wahl- und Umfrageergebnisse Bürgerschaftswahl

Zufriedenheit mit Hamburger Senat

Zufriedenheit mit Hamburger Senat

Zufriedenheit mit Hamburger Senat (Zeitverlauf)

Zufriedenheit mit Hamburger Senat (Zeitverlauf)

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Regierungen für Hamburg

Regierungen für Hamburg

Sonntagsfrage Bürgerschaftswahl

Sonntagsfrage Bürgerschaftswahl

Wahl- und Umfrageergebnisse Bürgerschaftswahl

Wahl- und Umfrageergebnisse Bürgerschaftswahl

Zufriedenheit mit Hamburger Senat

Zufriedenheit mit Hamburger Senat

Zufriedenheit mit Hamburger Senat (Zeitverlauf)

Zufriedenheit mit Hamburger Senat (Zeitverlauf)

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Direktwahl Erster Bürgermeister

Regierungen für Hamburg

Regierungen für Hamburg

10 Tage vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg: SPD kann mit sehr gutem Ergebnis rechnen

Zehn Tage vor dem Urnengang bleibt die SPD klar stärkste Kraft in Hamburg. Im Vergleich zur Vorwoche können die Sozialdemokraten zwei Punkte zulegen und blieben mit 46 Prozent knapp unter der absoluten Mehrheit. Die CDU gibt im gleichen Zeitraum 2 Punkte ab und käme derzeit auf 18 Prozent. Ebenfalls etwas schwächer als noch im Januar liegen die Grünen mit 11 Prozent (-2), unverändert die Linke mit 9 Prozent. Aussicht auf einen Bürgerschaftseinzug hätten derzeit die AfD und die FDP (jeweils 5,5 Prozent), wobei die AfD gegenüber Januar leicht verliert (-0,5), die FDP leicht hinzugewinnen kann (+0,5). Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 5 Prozent, rund die Hälfte davon entfällt auf die Piraten.

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Aktuell sind etwa vier von zehn Wahlberechtigten noch nicht sicher, ob und ggfs. welche Partei sie wählen werden. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind zum jetzigen Zeitpunkt nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich erst sehr kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem der Schlussspurt des Wahlkampfs mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern. Von denjenigen, die sich derzeit eine Teilnahme an der Bürgerschaftswahl am 15. Februar vorstellen können, gibt ein Fünftel (19 Prozent) an, dass sich Ihre Entscheidung bis zum Wahltermin noch einmal ändern könnte.

Im direkten Vergleich mit seinem Kontrahenten geht Olaf Scholz mit deutlichem Vorsprung in die letzten Tage des Wahlkampfs. Wenn man den Ersten Bürgermeister in Hamburg direkt wählen könnte, würde sich aktuell eine Zwei-Drittel-Mehrheit (67 Prozent) für den Amtsinhaber entscheiden, 11 Prozent für den Spitzenkandidaten der CDU Dietrich Wersich. Damit genießt Scholz einen großen Amtsbonus und liegt im Vorfeld der Wahl noch klarer vor seinem Herausforderer als 2011 (Scholz 55 Prozent: Ahlhaus 21 Prozent). Die SPD-Anhänger stehen nahezu geschlossen hinter dem Amtsinhaber. Dietrich Wersich kann die Hälfte der eigenen Anhänger (47 Prozent) überzeugen, ein Drittel der CDU-Anhänger (35 Prozent) würde jedoch Olaf Scholz vorziehen.

Ähnlich hohes Ansehen wie der Erste Bürgermeister genießt der SPD-Senat: kurz vor der Wahl kann er zwei Drittel der Hamburger von seiner Arbeit überzeugen (65 Prozent, +1 Punkt im Vergleich zum Januar). Mehrheitlich zufrieden mit der Arbeit des Senats sind neben den SPD-Anhängern (93 Prozent) auch die Anhänger der FDP (63 Prozent) und der Grünen (61 Prozent). Im Lager der CDU halten sich Lob und Kritik die Waage (47:48 Prozent). Eine überwiegend kritische Bilanz zur Arbeit des Senats ziehen hingegen die Anhänger der Linken (34:60 Prozent) und der AfD (38:62 Prozent).

Unmittelbar vor der Bürgerschaftswahl liegen eine SPD-Alleinregierung und ein rot-grüner Senat als mögliche Regierungsbündnisse im Urteil der Hamburger gleichauf (53 Prozent), wobei das rot-grüne Regierungsmodell in den vergangenen zwei Wochen an Zustimmung verloren hat (-7). Die Anhänger der SPD haben nicht überraschend die größte Präferenz für eine SPD-Alleinregierung (85 Prozent), aber auch Rot-Grün kommt in den Reihen der Sozialdemokraten gut an (67 Prozent). Andere Regierungsmodelle werden von den Bürgern mehrheitlich als nachteilig für die Hansestadt bewertet.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Hamburg ab 16 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1001 Befragte

Erhebungszeitraum:03. bis 04. Februar 2015

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Roberto Heinrich

Senior Projektleiter Meinungs- und Wahlforschung

roberto.heinrich @remove-this.infratest-dimap.de