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Sachsen-AnhaltTREND

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Das aktuelle politische Meinungsbild in Sachsen-Anhalt von Infratest dimap im Auftrag des Mitteldeutscher Rundfunk

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Heiko Gothe
Senior Projektleiter Wahlforschung
heiko.gothe
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Sachsen-Anhalt März 2011

Eine Woche vor der Wahl in Sachsen-Anhalt muss sich CDU auf Verluste gegenüber der letzten Landtagswahl einstellen: Die CDU könnte aktuell mit 33 Prozent rechnen nach 36,2 Prozent vor fünf Jahren. Ihr Koalitionspartner SPD läge mit 24 Prozent besser als 2006 (21,4 Prozent). Chancen auf einen Zugewinn hat auch die Linke, die mit 25 Prozent (2006: 24,1 Prozent) erneut zweitstärkste Kraft im Landtag werden könnte. Die FDP würde nach dem jetzigen Stand mit 4,5 Prozent an der 5-Prozenthürde scheitern. In den Magdeburger Landtag einziehen könnten mit 5,5 Prozent dagegen die Grünen, was ihnen zuletzt 1994 gelang. Chancen auf den Einzug in den Magdeburger Landtag hat auch die NPD. Sie hätte aktuell 5 Prozent in Aussicht. Insgesamt können sich aber 8 Prozent der Wahlberechtigten im Bundesland vorstellen, sicher oder eventuell für die NPD zu stimmen. Sowohl in der Frage, welche Person als auch welche Partei die nächste Landesregierung anführen soll, zeigt sich im Bundesland ein stark zerklüftetes Meinungsbild. Mit Blick auf das Amt des Ministerpräsidenten spricht sich jeweils ein Drittel der Sachsen-Anhalter für Reiner Haseloff von der CDU bzw. für Jens Bullerjahn von der SPD aus. Für ein weiteres Drittel ist keiner der beiden ein Wunschkandidat. Ebenso favorisieren etwa jeweils ein Drittel eine CDU-geführte bzw. eine SPD-geführte Landesregierung, während 13 Prozent ein von der Linken angeführtes Kabinett bevorzugen. 2006 beteiligten sich in Sachsen-Anhalt nur 44,4 Prozent der Wahlberechtigten – bis heute die niedrigste Beteiligung bei Wahlen zu einem deutschen Landesparlament. Die Hälfte der Sachsen-Anhalter rechnet damit, dass die Beteiligung am 20. März erneut sinken wird.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Sachsen-Anhalt ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.001 Befragte
Erhebungszeitraum:
8.-10. März 2011
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap