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Das aktuelle politische Meinungsbild in Sachsen von Infratest dimap im Auftrag des MDR für MDR aktuell und Sachsenspiegel

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Jürgen Hofrichter
Bereichsleiter Wahlforschung juergen.hofrichter
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Sachsen September 2004

Die sächsischen Wahlberechtigten zeigen insgesamt relativ wenig Interesse an der kommenden Landtagswahl. Die Problemagenda in Sachsen wird von der Arbeitslosigkeit bestimmt. Bei den Lösungskompetenzen der Parteien liegt die CDU meist vorne. Die Hälfte der Sachsen ist mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden. Die meistgenannten Kritikpunkte sind die Arbeitslosigkeit sowie soziale Ungerechtigkeiten. Nach Meinung der sächsischen Bürger könnte eine PDS-geführte Landesregierung die Probleme nicht besser lösen. Die NPD hätte im Moment ein Wählerpotential von 13 Prozent. Wäre aktuell schon die ... mehr »

Die sächsischen Wahlberechtigten zeigen insgesamt relativ wenig Interesse an der kommenden Landtagswahl. Die Problemagenda in Sachsen wird von der Arbeitslosigkeit bestimmt. Bei den Lösungskompetenzen der Parteien liegt die CDU meist vorne. Die Hälfte der Sachsen ist mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden. Die meistgenannten Kritikpunkte sind die Arbeitslosigkeit sowie soziale Ungerechtigkeiten. Nach Meinung der sächsischen Bürger könnte eine PDS-geführte Landesregierung die Probleme nicht besser lösen. Die NPD hätte im Moment ein Wählerpotential von 13 Prozent. Wäre aktuell schon die Landtagswahl, wäre die CDU einen Koalitionspartner zur Regierungsbildung angewiesen. Die NPD käme derzeit auf 7 Prozent. Bei der Wahlentscheidung spielt für die Sachsen die Bundespolitik eine größere Rolle als die Landespolitik. 37 Prozent beurteilen die Arbeitsmarktreform Hartz IV als zu weit gehend. Nutznießer der Hartz IV Proteste sind nach Meinung der Bürger vor allem die PDS und die NPD. Klare Mehrheit in Sachsen ist gegen die Fortsetzung der CDU-Alleinregierung. Stattdessen wird von den meisten eine Schwarz-Gelbe Koalition als gut für das Land bezeichnet. Wenn der Ministerpräsident in Sachsen direkt gewählt werden könnte, würde Georg Milbradt mit sehr großem Vorsprung gewinnen. In der Stasi-Debatte um Peter Porsch sind die Sachsen geteilter Meinung.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Sachsen ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Erhebungszeitraum:
02.09. - 06.09.2004
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap