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LänderTREND

Sachsen November 2016 im Auftrag des MDR

Jeder Zweite ist zufrieden mit der Landesregierung

Jeder Zweite ist zufrieden mit der Landesregierung

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: CDU genießt das größte Vertrauen

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: CDU genießt das größte Vertrauen

Mehrheit unzufrieden mit dem Management der Flüchtlingssituation

Mehrheit unzufrieden mit dem Management der Flüchtlingssituation

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU schwächer, AfD mit sprunghaften Zugewinn

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU schwächer, AfD mit sprunghaften Zugewinn

Mehrheit findet Kanzlerkandidatur Merkels gut

Mehrheit findet Kanzlerkandidatur Merkels gut

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU und Linke schwächer als 2013, AfD legt deutlich zu

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU und Linke schwächer als 2013, AfD legt deutlich zu

Jeder Zweite ist zufrieden mit der Landesregierung

Jeder Zweite ist zufrieden mit der Landesregierung

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: CDU genießt das größte Vertrauen

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: CDU genießt das größte Vertrauen

Mehrheit unzufrieden mit dem Management der Flüchtlingssituation

Mehrheit unzufrieden mit dem Management der Flüchtlingssituation

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU schwächer, AfD mit sprunghaften Zugewinn

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU schwächer, AfD mit sprunghaften Zugewinn

Mehrheit findet Kanzlerkandidatur Merkels gut

Mehrheit findet Kanzlerkandidatur Merkels gut

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU und Linke schwächer als 2013, AfD legt deutlich zu

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU und Linke schwächer als 2013, AfD legt deutlich zu

Jeder Zweite ist zufrieden mit der Landesregierung

Rund zwei Jahre nach der Landtagswahl hat die Hälfte der Wahlberechtigten in Sachsen einen wohlwollenden Blick auf die Landesregierung: 51 Prozent sind mit der Arbeit von CDU und SPD sehr zufrieden (2 Prozent) bzw. zufrieden (49 Prozent). Etwas weniger (45 Prozent) äußern sich kritisch über das schwarz-rote Kabinett. Im Vergleich zur letzten Erhebung im September 2015 ist die Beurteilung der sächsischen Landesregierung weitgehend stabil.

Mehrheitlich unterstützt wird das Kabinett von den Anhängern der Regierungsparteien: Acht von zehn Anhängern (82 Prozent zufrieden, 17 Prozent unzufrieden) der CDU äußern sich zufrieden. Dies gilt auch für zwei Drittel der SPD-Anhängerschaft (65:35 Prozent). Die Anhänger der Linken sind in ihrem Urteil gespalten (47:50 Prozent), während in Reihen der Grünen- (31:65 Prozent) und der AfD-Wähler (16:82 Prozent) die Kritik deutlich überwiegt.

 

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: CDU genießt das größte Vertrauen

Bei der Zuschreibung von Problemlösungskompetenz für die wichtigsten Aufgaben in Sachsen wird ein deutliches Vertrauensdefizit der Bürger gegenüber den politischen Parteien deutlich. Jeder dritte Bürger in Sachsen (33 Prozent) traut aktuell keiner Partei zu, die wichtigsten Aufgaben im Freistaat zu lösen. Gegenüber der letzten Messung unmittelbar vor der Landtagswahl im August 2014 bedeutet dies einen Anstieg um 15 Prozentpunkte.

Die CDU genießt als stärkste politische Kraft auch das größte Sachvertrauen: Ein Drittel der Bürger (35 Prozent) schreibt den Christdemokraten die größte Kompetenz zu – ein Minus von 11 Punkten gegenüber 2014. Rund jeder Siebte (14 Prozent, -3) setzt bei der Lösung der zentralen Probleme im Freistaat am ehesten auf die SPD. Die Linke und die AfD verfügen über ein ähnliches Sachvertrauen (6 bzw. 7 Prozent). Die Grünen (3 Prozent) und auch die FDP (1 Prozent) spielen im Kompetenzurteil der Sachsen keine Rolle.

 

Mehrheit unzufrieden mit dem Management der Flüchtlingssituation

Mehr als jeder zweite Bürger in Sachsen ist mit dem Management der Flüchtlingssituation, also der Unterbringung, Versorgung und Registrierung der in Sachsen lebenden Flüchtlinge unzufrieden. 52 Prozent sind der Meinung, dass Landesregierung und Verwaltung die aktuelle Flüchtlingssituation eher schlecht (42 Prozent) bzw. sehr schlecht (10 Prozent) im Griffhaben. Demgegenüber sind vier von zehn der Auffassung, die sächsischen Behörden hätten die Lage eher gut (38 Prozent) bzw. sehr gut (3 Prozent) im Griff.

Die Skepsis gegenüber der Management-Kompetenz der sächsischen Behörden ist zwar nach wie vor groß, gleichwohl fällt die Beurteilung positiver aus als noch am Jahresende 2015.

Die Analyse der Parteianhängerschaften zeigt: Wer aktuell mit den Regierungsparteien sympathisiert, ist mehrheitlich der Auffassung, dass die Behörden mit der Flüchtlingssituation gut umgehen können – allerdings gibt es auch hier viel Kritik. Besonders kritisch fällt das Urteil bei den AfD-Sympathisanten aus, die zu drei Vierteln das Krisenmanagement von Regierung und Verwaltung skeptisch sehen.

 

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU schwächer, AfD mit sprunghaften Zugewinn

Die aktuelle politische Stimmung in Sachsen ist positiv für die „Alternative für Deutschland“. Wäre am nächsten Sonntag Landtagswahl, käme die AfD auf einen Stimmenanteil von 25 Prozent und wäre damit zweitstärkste Kraft im Freistaat. Im Vergleich zur Landtagswahl 2014 könnte die von Frauke Petry geführte Partei ihr Ergebnis mehr als verdoppeln. Stärkste Partei bliebe allerdings die CDU mit aktuell 34 Prozent. Die Partei von Stanislaw Tillich müsste demnach sowohl gegenüber der letzten Umfrage im September 2015 als auch zum letzten Urnengang Verluste verkraften. Sowohl die Linke als auch die SPD verlieren gegenüber der letzten Erhebung leicht und würden derzeit einen Stimmenanteil von 16 bzw. 12 Prozent erreichen.  Die Grünen kämen auf 7 Prozent und lägen damit leicht über ihrem Wahlergebnis. Alle anderen Parteien würden an der Mandatsschwelle scheitern, darunter auch die FDP.  

 

Wäre dies das Ergebnis der Landtagswahl hätte die CDU/SPD-Koalition keine Mehrheit mehr im Landtag. Neben einer rechnerisch möglichen Koalition aus CDU und AfD bedürfte es aktuell einem Bündnis aus drei Parteien, um eine Mehrheit der Sitze im Parlament zu erreichen.

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wählerinnen und Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem der Wahlkampf mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

 

Mehrheit findet Kanzlerkandidatur Merkels gut

Am Sonntag hat Angela Merkel ihre erneute Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2017 angekündigt. Dies stößt in Sachsen mehrheitlich auf Zustimmung. Vor der offiziellen Bekanntgabe am Sonntag begrüßten sechs von zehn Wahlberechtigten (62 Prozent), dass die Amtsinhaberin erneut antritt. Ein gutes Drittel (35 Prozent) findet dies nicht gut. In der CDU-Anhängerschaft findet Merkels Kandidatur sehr viele Befürworter (85 Prozent). Auch in Reihen der meisten anderen Parteien ist das Urteil über die Kanzlerkandidatur der CDU-Chefin überwiegend wohlwollend. Lediglich in der AfD-Anhängerschaft findet es eine Mehrheit (73 Prozent) nicht gut, dass Merkel sich zum vierten Mal um die Kanzlerschaft bewirbt.

Die SPD hat sich noch nicht offiziell entscheiden, wer Herausforderer Merkels werden soll. Als möglicher sozialdemokratischer Kanzlerkandidat wird sowohl der Parteichef Sigmar Gabriel als auch der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, genannt. In der sächsischen Bevölkerung findet der Europapolitiker etwas mehr Zustimmung als der Bundeswirtschaftsminister. Schulz als SPD-Kanzlerkandidat fänden 37 Prozent der Sachsen gut. Genauso viele (37 Prozent) fänden diese Besetzung nicht gut, ein Viertel (24 Prozent) will oder kann dazu kein Urteil abgeben. Bei Gabriel überwiegt die Skepsis deutlich: 58 Prozent fänden es nicht gut, wenn er der Herausforderer der CDU-Kanzlerin wäre, 31 Prozent fänden es gut. Bei den Anhängern der Sozialdemokraten bekommen Schulz (58 Prozent) und Gabriel (56 Prozent) etwa gleich viel Zuspruch.

 

Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU und Linke schwächer als 2013, AfD legt deutlich zu

Könnten die Wahlberechtigten in Sachsen bereits jetzt über den Bundestag abstimmen, würden sich 38 Prozent für die CDU entscheiden. Damit schneiden die Christdemokraten auf der Bundesebene zwar besser ab als auf der Landesebene – liegen allerdings deutlich unter ihrem Wahlergebnis. Für die Linke würden bei einer Bundestagswahl derzeit 15 Prozent votieren. Sie läge damit ebenfalls unter ihrem Resultat von 2013. Die SPD käme aktuell auf einen Stimmenanteil von 14 Prozent und könnte damit ihr altes Ergebnis etwa halten. Die Grünen würden mit 7 Prozent besser abschneiden als vor rund drei Jahren. Die AfD könnte nach derzeitigem Stand ihr 2013er-Wahlergebnis verdreifachen und würden aktuell 20 Prozent der Stimmen zur Bundestagswahl auf sich vereinen. Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 6 Prozent.

Während die CDU im Vergleich zur Landesebene  deutlich stärker abschneidet (+4 Punkte), stünde die AfD bei einer Bundestagswahl deutlich schwächer da (-5 Punkte).

 

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wählerinnen und Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem der Wahlkampf mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Sachsen (Deutsche ab 18 Jahren)

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.002 Befragte

Erhebungszeitraum:15. bis 19. November 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap