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Das aktuelle politische Meinungsbild in Schleswig-Holstein von Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunk

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Jürgen Hofrichter
Bereichsleiter Wahlforschung juergen.hofrichter
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Schleswig-Holstein September 2010

Bei aktuellen Wahlen stände das schwarz-gelb regierte Schleswig-Holstein vor einem Machtwechsel. Union und SPD könnten aktuell mit jeweils 32 Prozent Stimmenanteil rechnen. Für die Union bedeutet dies gegenüber der Landtagswahl vom vergangenen September eine leichte Verbesserung (+0,5), während die SPD ihren Wählerrückhalt deutlich ausbauen würde (+6,6). Die Grünen hätten derzeit 19 Prozent in Aussicht, nachdem sie im vergangenen Jahr 12,4 Prozent errungen hatten. Die in Kiel mitregierenden Liberalen würden dagegen statt 14,9 Prozent nur noch 5 Prozent erzielen. Die Linkspartei würde ... mehr »

Bei aktuellen Wahlen stände das schwarz-gelb regierte Schleswig-Holstein vor einem Machtwechsel. Union und SPD könnten aktuell mit jeweils 32 Prozent Stimmenanteil rechnen. Für die Union bedeutet dies gegenüber der Landtagswahl vom vergangenen September eine leichte Verbesserung (+0,5), während die SPD ihren Wählerrückhalt deutlich ausbauen würde (+6,6). Die Grünen hätten derzeit 19 Prozent in Aussicht, nachdem sie im vergangenen Jahr 12,4 Prozent errungen hatten. Die in Kiel mitregierenden Liberalen würden dagegen statt 14,9 Prozent nur noch 5 Prozent erzielen. Die Linkspartei würde mit 4 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verfehlen. Der von der 5-Prozentklausel befreite SSW käme auf 4 Prozent.

 

Eine Neuauflage des in Kiel bis 2005 regierenden rot-grünen Bündnisses wäre bei einem solchen Wahlausgang rechnerisch ebenso möglich wie die Bildung einer schwarz-grünen Landesregierung. Eine Koalition aus CDU und Grünen wünschen sich allerdings nur 7 Prozent der Schleswig-Holsteiner, während Rot-Grün derzeit die Wunschoption etwa jedes vierten Wahlberechtigten (23 Prozent) bildet. Zugleich würden die Schleswig-Holsteiner jedoch an der Spitze der Landesregierung sowohl den CDU-Amtsinhaber Carstensen als auch den CDU-Fraktionsvorsitzenden von Boetticher einem Ministerpräsidenten Stegner von der SPD klar vorziehen.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Schleswig-Holstein ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.001 Befragte
Erhebungszeitraum:
30.-31. August 2010
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap