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Das aktuelle politische Meinungsbild in Schleswig-Holstein von Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunk

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Roberto Heinrich
Senior Projektleiter Wahlforschung
roberto.heinrich
@infratest-dimap.de

LänderTREND

Schleswig-Holstein Mai 2011

Ein Jahr vor der vorgezogenen Landtagswahl am 6. Mai 2012 liegt die CDU in der Wählergunst mit 33 Prozent nur knapp vor der SPD, die auf 31 Prozent der Wählerstimmen käme. Gegenüber der letzten Landtagswahl kann die CDU mit leichten (+ 1,5), die SPD mit deutlichen Zugewinnen (+5,6) rechnen. Als drittstärkste Kraft im Lande etablieren sich immer mehr die Grünen, die ihren Stimmanteil von 12,4 auf 22 %, fast verdoppeln könnten. Alle drei Parteien profitieren von der Schwäche der FDP, die einen Einbruch von ehemals 14,9 Prozent auf nur noch 4 Prozent verkraften müsste. Sie würde damit ebenso den ... mehr »

Ein Jahr vor der vorgezogenen Landtagswahl am 6. Mai 2012 liegt die CDU in der Wählergunst mit 33 Prozent nur knapp vor der SPD, die auf 31 Prozent der Wählerstimmen käme. Gegenüber der letzten Landtagswahl kann die CDU mit leichten (+ 1,5), die SPD mit deutlichen Zugewinnen (+5,6) rechnen. Als drittstärkste Kraft im Lande etablieren sich immer mehr die Grünen, die ihren Stimmanteil von 12,4 auf 22 %, fast verdoppeln könnten. Alle drei Parteien profitieren von der Schwäche der FDP, die einen Einbruch von ehemals 14,9 Prozent auf nur noch 4 Prozent verkraften müsste. Sie würde damit ebenso den Wiedereinzug in den Landtag verpassen wie die Linke, der nur noch 2 Prozent (- 4) der Wähler ihre Stimme geben würden. Vier Prozent entfielen auf den SSW, den Südschleswigschen Wählerverband, welcher aber dennoch im Landtag bliebe, weil er als Vertreter einer Minderheit von der 5-Prozent-Hürde befreit ist.

Bei der Landtagswahl wird in jedem Fall ein neuer Ministerpräsident gekürt, weil CDU und SPD mit neuen Kandidaten antreten. Bei den Wählern erfreut sich der SPD-Spitzenkandidat, der Kieler Oberbürgermeister Thorsten Albig, größerer Beliebtheit als der Spitzenkandidat und Vorsitzender der CDU, Christian von Boetticher. Könnten die Wählerinnen und Wähler ihren Ministerpräsidenten selber wählen, entfielen auf  Albig 39 und auf von Boetticher 34 Prozent der Stimmen.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Schleswig-Holstein ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte
Erhebungszeitraum:
13.-16. Mai 2011
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap